Anwohner fordern Schließung

Stadt sanktioniert Münchner Schlachthof - Welche weiteren Maßnahmen diskutiert werden

Im November 2019 hatten sich Anwohner erstmals über den Gestank rund um den Schlachthof beschwert. Eine neue Abluftreinigungsanlage sollte das Problem eigentlich lösen.
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Im November 2019 hatten sich Anwohner erstmals über den Gestank rund um den Schlachthof beschwert. Eine neue Abluftreinigungsanlage sollte das Problem eigentlich lösen.
  • Sophia Oberhuber
    vonSophia Oberhuber
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Seit mehr als einem Jahr klagen Anwohner über den Gestank rund um den Schlachthof. Was die Stadt dagegen unternommen hat und welche weitere Maßnahmen diskutiert werden.

Isarvorstadt - Der Gestank in den Straßen am Schlachthof beschäftigt Anwohner und den zuständigen Bezirksausschuss nun seit mehr als einem Jahr (Hallo berichtete). Auf Anfrage des BA nahm die Stadt nun noch einmal umfangreich Stellung.

Aus dem Papier geht hervor, dass gegen die Schweineschlachtung München (SSM) Sanktionen erhoben wurden. Und bei weiteren Verstößen weitere Strafzahlungen fällig sein könnten.

Seit Januar 2020 führt die Stadt wöchentlich Begehungen auf dem Schlachthof durch, auf dem neben der SSM unter anderem auch die Firma Attenberger tätig ist. Bei den Kontrollen sei auf dem Gelände der SSM laut Referat für Klima- und Umweltschutz (RKU) vermehrt festgestellt worden, dass Türen und Tore zu geruchsrelevanten Räumen offen standen.

Bereits vor über einem Jahr: Münchner beklagen den Gestank durch Schlachthof – Was die Betreiber sagen

Diskussion um weitere Maßnahmen

In Folge dessen wurde ein Zwangsgeld festgelegt, das bisher „mehrfach für fällig erklärt werden“ musste. Und das obwohl inzwischen automatisch schließende Türen eingebaut wurden. Die SSM reagierte nicht auf eine Anfrage der Redaktion.

Die Stadt plant, den Katalog an Maßnahmen, die mit einem Zwangsgeld geahndet werden können, zu erweitern. Unter anderem soll ein Vorlagebehälter im Untergeschoss abgedeckt, Oberflächen in der Anlieferzone versiegelt und gegebenfalls die Kaminhöhe auf dem Dach der Schlachthalle angepasst werden.

Anwohner hatten wiederholt gefordert, den Schlachthof zu schließen. Eine ganz oder teilweise Betriebsschließung sei als letztes geeignetes Mittel grundsätzlich denkbar, aktuell rechtlich aber nicht haltbar, so der Bericht des RKU.

soph

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