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Er weiß, wo der Schuh drückt - Die Seniorenvertretung aus Sendling stellt sich vor

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Ulrich Gammel lobt die seniorengerechte Gestaltung des Platzes „Am Harras“ sowie Erhaltung des Wirtshauses Tannengarten. Gleichzeitig vermutet er, es gäbe bald keine Postdienstleistungen in der Postbank-Filiale – Hallo hat nachgehakt.
Ulrich Gammel lobt die seniorengerechte Gestaltung des Platzes „Am Harras“ sowie Erhaltung des Wirtshauses Tannengarten. Gleichzeitig vermutet er, es gäbe bald keine Postdienstleistungen in der Postbank-Filiale – Hallo hat nachgehakt. © Daria Gontscharowa

Sie vertreten die Interessen aller Münchner ab 60: die Mitglieder der Seniorenvertretung. Zu Beginn der neuen Amtszeit hat Hallo die neu oder wiedergewählten Beiräte getroffen – um über die Belange, Probleme oder Chancen in den jeweiligen Vierteln zu sprechen.

SENDLING Für den Münchner Seniorenbeirat kandidierte Ulrich Gammel (68) zum ersten Mal. Beim Rundgang mit Hallo hat der Beirat verschiedene Ecken von Sendling gezeigt, bei denen er Gesprächsbedarf sieht. Darüber hinaus wolle Gammel stets ein offenes Ohr für die Sendlinger haben und neugierig bleiben, wo anderen der Schuh im Vierteil drückt.

Der Treffpunkt war beim Wirtshaus Tannengarten – nicht ohne Grund: Bereits 2014 hat sich Ulrich Gammel für den Erhalt der Biergartenkultur eingesetzt und bei der Initiative „Rettet den Tannengarten“ mitgewirkt. Damals stand der Münchner Traditionsbiergarten vor dem Aus. Der Grund dafür war ein geplanter Bau einer zweiten Feuerwehrzufahrt zu den Nachbarhäusern. Nun sei die weitere Existenz der Gaststätte fürs Erste abgesichert. „Die Gaststätte gehört seit über 130 Jahren zu Sendling und ist für viele Anwohner von enormer Bedeutung“, betont der Seniorenbeirat.

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Nicht so gut weg kommt die Bushaltestelle „Sendlinger Kirche“: In dem Bereich seien Geh- und Radweg so eng, dass sich die auf den Bus Wartenden und Radfahrer gegenseitig behindern. „Manchmal kommt es zu Auseinandersetzungen. Ich habe da schon fast Handgreiflichkeiten erlebt“, sagt Gammel. Das Problem müsse behoben werden – auch, wenn eine bauliche Lösung schwierig erscheine.

Die Ausfahrt beim Stemmerhof an der Kreuzung von Lindwurm-, Plinganser- und Pfeuferstraße ist nach Gammels Ansicht ebenfalls „besorgniserregend“ – obwohl die Ausfahrt mit dem Verkehrsschild „Gefahrenstelle“ versehen ist. Denn das Schild sei bei Dunkelheit kaum zu sehen. Bei der Ausfahrt vom Parkplatz beim Stemmerhof würden Autofahrer zügig nach links oder rechts abbiegen. Auf den beiden Straßen gingen jedoch die Fußgänger bei Grün über die Ampel und seien mit einem abbiegenden und schnell auf sie zufahrenden Auto konfrontiert. „Es gibt Klagen der Anwohner über mehrere ,Fast-Unfälle’“, berichtet Gammel. Eine Ampel bei der Ausfahrt könne das Problem lösen.

Lob gibt es von ihm für den von 2010 bis 2013 neu gestalteten Platz „Am Harras“. Dort fallen sofort etwa 15 Meter lange Bänke mit Lehnen aus Holz auf. Für ältere Menschen sei der Weg von ihrer Wohnung beispielsweise zu Einkaufsmöglichkeiten häufig zu weit. Sie bräuchten einen Moment zum Hinsetzen, um wieder neue Kraft zu sammeln. „Aufgestellte Bänke erhöhen die Mobilität der Senioren und sind eine wichtige Unterstützung ihrer Selbständigkeit“, lobt der Seniorenbeirat. Ähnliches gelte für den Sendlinger Kirchplatz – auch dieser sei seniorengerecht ausgestattet.

Einen „Daumen runter“ gibt es vom Seniorenbeirat am Gebäude der Harras-Post. Dem Vernehmen nach soll die Filiale bald geschlossen werden, „was besonders das Leben von den Sendlinger Senioren erschwert“, sagt Gammel. Falls die Post dicht macht, „müssen die Anwohner ihre Sendungen bald an der weit entfernten Abholstation empfangen“, kritisiert der 68-Jährige. Es gäbe jedoch keinen Grund zur Sorge, sagte Oliver Rittmaier, Sprecher der Postbank. Auf Hallo-

Nachfrage teilt er mit, dass für die Filiale der Postbank Am Harras, die auch Postdienstleistungen vertreibe, derzeit keine Veränderungen geplant seien. „Die Gerüchte, die Anwohner zu unserer Filiale am Harras in München erreicht haben, kann ich nicht bestätigen. Wir wollen den Standort nicht aufgeben und auch das Produkt- und Leistungsangebot bleibt unverändert“, betont Rittmaier.

Hallo hatte zuvor schon mit der Seniorenvertretung aus der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt gesprochen.

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