„Momo“ hört zu

Ehrenamtliches Team hört Münchnern zu ‒ Verein „hey“ stellt ersten Zuhör-Kiosk auf

Michael Spitzenberger im Innenhof der Gemeinschaftsbüros des HP8. Im Mai 2023 will er die Münchner in seinem Zuhör-Kiosk an der TUM zu Kaffee und einem offenen Ohr einladen.
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Michael Spitzenberger im Innenhof der Gemeinschaftsbüros des HP8. Im Mai 2023 will er die Münchner in seinem Zuhör-Kiosk an der TUM zu Kaffee und einem offenen Ohr einladen.
  • Theresa Reich
    VonTheresa Reich
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In Zusammenarbeit mit der TUM stellt der gemeinnützige Verein „hey“ Münchens ersten mobilen Zuhör-Kiosk in der Stadt auf – wie das Projekt funktioniert...

Sendling - Zuhören ist eine Kunst und geht in der Gesellschaft immer mehr verloren. Diese Beobachtung macht Michael Spitzenberger. Sein gemeinnütziger Verein „hey“ mit Sitz in der Halle A des Gasteig-Interims an der Hans-Preißinger-Straße will das Zuhören wieder in den Mittelpunkt rücken. Dafür entwickelt er jetzt mit der Technischen Universität München (TUM) einen Zuhör-Kiosk.

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Soziales Projekt: Verein „hey“ stellt Münchens ersten Zuhör-Kiosk auf TUM-Campus auf

„Es soll sympathisch und niedrigschwellig sein. Die Menschen sollen sich wohlfühlen und gerne zu Momo gehen.“ Mit „Momo“ meint der 54-Jährige die „Zuhörer“ des sozialen Projekts: sich selbst und sein ehrenamtliches, vierköpfiges Team. „Wir geben keine Ratschläge, machen keine Therapie, sondern unterstützen die Redner, ihren eigenen Weg zu finden“, erklärt er. In dem Kiosk will Spitzenberger zudem kostenlosen Kaffee anbieten. Vor dem Häuschen könnte eine Bank stehen.

Im Mai 2023 soll „Momo“ einsatzbereit sein und für etwa drei Monate auf dem Innenstadt-Campus der TUM stehen. Danach soll der mobile Container, der zwischen 30.000 bis 50.000 Euro kosten wird, an andere Standorte in München weiterziehen. Finanziert wird das Projekt über Spenden und Sponsoren.

Ehrenamtliche fürs Zuhören: Projekt „Momo“ in München gestartet

Ins Rollen brachte das Ganze die Teilnahme am Ideen-Wettbewerb des Bundesministeriums für Forschung und Bildung, bei dem das Team zu den letzten 30 von 1000 Bewerbern gehörte. Trotz verpasster Endrunde ist Spitzenberger erleichtert: „Das wäre viel zu viel bürokratischer Aufwand gewesen und das eigentliche ‚Zuhören’ wäre in den Hintergrund gerückt“, betont er.

Die Idee setzt der Verein bereits in der Community Kitchen an der Fritz-Schäffer-Straße 9 um. Werktags von 12 bis 14.30 Uhr ist ein Zuhörer vor Ort.

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