Trist und unattraktiv

Neuer Herzog-Ernst-Platz - Bezirksausschuss stellt erste Ideen für die Gestaltung der Fläche vor

Ungenutzte Freifläche: Der Herzog-Ernst-Platz soll umgeplant werden.
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Ungenutzte Freifläche: Der Herzog-Ernst-Platz soll umgeplant werden.

Die Freifläche am Herzog-Ernst-Platz sei trist und unattraktiv. Der Bezirksausschuss Sendling fordert eine Umgestaltung des Platzes - und stellt erste Ideen vor.

  • Der Herzog-Ernst-Platz sei ungenützt und unattraktiv.
  • Der BA Sendling fordert eine Umgestaltung.
  • Es soll mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Update: 15. Oktober 2020

Der Bezirksausschuss Sendling möchte den Herzog-Ernst-Platz umgestalten. Die Freifläche soll zu einem attraktiven Quartiersplatz werden – vor allem im Zusammenhang mit dem Neubau der Städtischen Wohnungsgesellschaft GWG, der auf dem angrenzenden Areal der „Sendlinger Wüste“ entsteht. Die Lokalpolitiker haben nun erste konkrete Ideen vorgestellt.

BA Sendling stellt Ideen für den neuen Herzog-Ernst-Platz vor

Um den Platz zu vergrößern, soll die Busspur auf die Fahrspur der Radlkoferstraße verlegt, die Haltestelle entsprechend Richtung Straße verschoben werden. Die graue Stahlpergola ersetzen moderne Sitzgelegenheiten.

Auch mit dem Boden ist der Sendlinger BA nicht zufrieden und plant stattdessen Stein- und Grasflächen. Weiter können sich die Politiker einen kleinen Brunnen vorstellen, der ähnlich dem Harras als Abschluss des Platzes dienen soll. Der BA wünscht sich zudem einen Bürgerworkshop, um die Anwohner in die Gestaltung des neuen Herzog-Ernst-Platzes miteinzubeziehen.

Die Ideen gehen auf einen gemeinsamen Antrag der SPD- und Grünen-Fraktion im Lokalgremium zurück. Der Bezirksausschuss verabschiedete den Vorstoß in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

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Vision für Herzog-Ernst-Platz – Bezirksausschuss fordert Umgestaltung

Erstmeldung: 05. August 2020

Sendling – Gegenüber der Freifläche zwischen Radlkofer- und Pfeuferstraße wird aktuell gebaggert, betoniert, gebaut. Auf der sogenannten Sendliger Wüste errichtet die Städtische Wohnungsgesellschaft GWG knapp 230 geförderte Wohnungen. 

Nach Jahrzehnten der Nichtnutzung soll der Brache wieder Leben eingehaucht werden. Mehr Leben wünschen sich die Sendlinger Viertelpolitiker deshalb auch auf der anderen Straßenseite – am Herzog-Ernst-Platz, der als Erholungsraum für die Nachbarschaft dienen soll. 

Besonders auch für die neuen Viertelbewohner, die in den Neubau der GWG einziehen werden. Die aktuelle Gestaltung erfülle die Voraussetzungen dafür nicht. 

Der Herzog-Ernst-Platz bliebe weitgehend ungenützt.

„Der Platz wird nicht für Aktivitäten genutzt, er hat einfach keine Aufenthaltsqualität“, heißt es im Antrag der SPD-Fraktion. 

Die Stadt hatte den Herzog-Ernst-Platz vor 14 Jahren neu gestaltet. Laut SPD sei aber „...statt eines attraktiven Quartiersplatzes leider ein weitgehend ungenutzter, sich der Nachbarschaft nicht erschließender und unattraktiver Platz entstanden.“ 

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Die Farbe der Stahl-Pergola sei trist und die Sitzmöglichkeiten würden nicht genutzt. „Wichtig wäre, den Platz noch zu vergrößern“, fordert BA-Chef Markus Lutz (SPD). 

Die Spur der Bushaltestelle Herzog-Ernst-Platz stadteinwärts könnte auf die Straße verlegt und so die Haltebucht Teil des neuen Platzes werden. Statt der grauen Pergola stellt sich Lutz Sitzbänke, mehr Grün und auf dem Boden gestaltete Spiele, etwa Schachbretter, vor.

Die Farbe der Stahl-Pergola sei trist und die Sitzmöglichkeiten würden nicht genutzt. „Wichtig wäre, den Platz noch zu vergrößern“, fordert BA-Chef Markus Lutz (SPD).

Der Sendlinger Bezirksausschuss vertagte den Antrag in seiner jüngsten Sitzung, um weitere Ideen für die Gestaltung zu sammeln. „Grundsätzlich sind aber alle Fraktionen für den Antrag. Wir wollen dort eine Veränderung. 

Der Platz funktioniert nicht so, wie er ist“, sagt Lutz. Auch die Nachbarschaft wird in die Gestaltung „ihres“ neuen Herzog-Ernst-Platzes miteinbezogen. Es soll ein Bürger-Workshop stattfinden. 

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Sophia Oberhuber

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