„Hall of Fame“ für Solln

Graffiti-Kunst statt Schmiererei – Künstler sollen Unterführung legal besprühen 

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Ähnlich der der Tumblinger Straße, könnten die Wände der Unterführung am Sollner S-Bahnhof bald Kunst zieren.

Die Unterführung zur S-Bahn Solln wurde wiederholt mit Gekritzel besprüht - auch nach der Sanierung. Jetzt sollen Graffiti-Künstler die Wände legal verschönern.

Solln – Die bunten Wandgemälde, meist mit politischer oder gesellschaftskritischer Botschaft und von professionellen Künstlern geschaffen, kennen die Münchner bisher nur von der Brudermühlbrücke oder vom Schlachthofgelände. 

Sogenannte „Street Art“ könnte jetzt auch an der S-Bahn Station Solln Einzug halten: 

Nach einem Antrag der SPD-Fraktion im BA soll nun zusammen mit dem Kulturreferat ein Konzept erstellt werden. Die Unterführung Heinrich-Vogl-Straße zu den Bahnsteigen fiel bereits in den Jahren vor ihrer Sanierung weniger durch hochwertige Kunst, vielmehr durch „massive Schmierereien“ auf, wie es in dem Antrag der SPD heißt. Aber auch nach Sanierung des Durchgangs machten die Sprayer vor den Wänden keinen Halt, wie Hallo im März 2019 bereits berichtigte. Anwohner hatten damals Zettel mit Botschaften an die Sprayer aufgehängt 

Anwohner in Solln ärgern sich über Graffiti

Anwohner greifen wegen der Schmierereien inzwischen zu drastischen Botschaften.
Anwohner greifen wegen der Schmierereien inzwischen zu drastischen Botschaften. © soph
Anwohner greifen wegen der Schmierereien inzwischen zu drastischen Botschaften.
Anwohner greifen wegen der Schmierereien inzwischen zu drastischen Botschaften. © soph
Anwohner greifen wegen der Schmierereien inzwischen zu drastischen Botschaften.
Anwohner greifen wegen der Schmierereien inzwischen zu drastischen Botschaften. © soph
Anwohner greifen wegen der Schmierereien inzwischen zu drastischen Botschaften.
Anwohner greifen wegen der Schmierereien inzwischen zu drastischen Botschaften. © soph

Sollnerin Elke Rodloff äußerte auch, dass „die Stadt die Wände einfach als offizielle Fläche für Graffiti freigeben“ soll, „dann würden dort tolle Bilder entstehen“. Dieser Wunsch könnte jetzt tatsächlich in Erfüllung gehen. „Wir wünschen uns dort ein Street-Art-Projekt, um den Schmierereien ein Ende zu machen“, sagt BA-Mitglied Andrea Barth (SPD). Das Kulturreferat habe dem Vorhaben bereits zugestimmt. 

BA-Mitglied Andrea Barth.

Das Baureferat sei nun am Zug, der Nutzung der Unterführung als eine „Hall of Fame“ zuzustimmen. Das bedeutet, dass Künstler dort legal sprayen dürfen. „Ein Szenekodex regelt den Umgang mit dem Werk anderer. Wechselnde Münchner Crews moderieren dies im Hintergrund“, wie es in einem Schreiben des Kulturreferates an den BA heißt. 

Eines steht dem Projekt laut Barth aber noch im Weg: der Zeitrahmen. Ob eine Umsetzung bis zum Ende der Legislaturperiode noch möglich sein wird, kann die Chefin des Unterausschusses Kultur nicht sagen. 

soph

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