Er bringt Kultur in den Kiosk

Von Kiosk zu Kulturstätte – Ex-Abgeordneter will Bürgerzentrum am Bahnhof Solln schaffen

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Hildebrecht Braun  hat sich nun dem Häuschen angenommen und einen Mietvertrag für zehn Jahre abgeschlossen. 

Seit Jahren steht der Kiosk am S-Bahnhof Solln leer. Nicht nur dem ehemaligen Abgeordneten Hildebrecht Braun war das ein Dorn im Auge. Jetzt hat der Sollner den Kiosk von der Bahn gepachtet. Was geplant ist...

Solln – Der Kiosk am S-Bahnhof in Solln (unten) steht seit Jahren leer. Der Anwalt und ehemalige Bundestagsabgeordnete Hildebrecht Braun  hat sich nun dem Häuschen angenommen – und einen Mietvertrag für zehn Jahre abgeschlossen. 

So soll jetzt eine Kulturstätte für das Viertel entstehen. „Ich ärgere mich, wie viele andere Sollner, dass der Kiosk seit fast sieben bis acht Jahren ungenutzt ist“, erzählt Braun. 

„Wir brauchen auch in Solln eine Art Bürgerzentrum. Es gibt hier keine Orte, an denen interessante Veranstaltungen stattfinden. Dafür musste man bisher immer in die Stadt fahren“

Nach langen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn sei es ihm schließlich gelungen, die Räumlichkeiten anzumieten. Auf etwa 60 Quadratmetern werden künftig Lesungen, Vorträge und vielleicht sogar kleinere Kammerkonzerte stattfinden. 

„Wir brauchen auch in Solln eine Art Bürgerzentrum. Es gibt hier keine Orte, an denen interessante Veranstaltungen stattfinden. Dafür musste man bisher immer in die Stadt fahren“, erläutert der Vorsitzende der FDP im Münchner Süden. 

Auch Themen wie der Tierschutz sind in nächster Zukunft geplant

Die ersten Veranstaltungen seien bereits „eingetütet“: Der Leiter der Polizeiinspektion an der Meglingerstraße wird über die Sicherheitslage in München sprechen, ein Professor über gesunde Ernährung. 

Auch Themen wie der Tierschutz sind in nächster Zukunft geplant. „Wir möchten dort eine Diskussionskultur anbieten.“ Abseits der Veranstaltungen könnten Interessierte den ehemaligen Kiosk auch als Tagungsstätte zum Beispiel für Seminare nutzen. 

Eine Website hat die neue Sollner Kulturstätte noch nicht. Das Programm soll zukünftig per Mail-Verteiler verschickt und auch in umliegenden Lokalen ausgelegt werden. 

soph

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