Stadtrat muss entscheiden

Aus für 60er-Bunker? –Lokalpolitiker fordern anderweitige Nutzung  

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BA will Vertrag der Ultras für Sendlinger Bunker nicht verlängern – Kündigung muss bis März erfolgen

Der Mietvertrag der Löwen neigt sich dem Ende.  Lokalpolitiker fordern, dass der Bunker anderweitig genutzt werden sollte. Der Stadtrat muss entscheiden, ob die 60er bleiben dürfen...

Sendling – Als die 1860er-Ultras alias der „Verein zur Pflege der Münchner Fußballkultur“ im Sommer 2017 in den Hochbunker eingezogen sind, war das der Startschuss für eine brisante Zeit an der Gaißacher Straße: 

Anwohner beschwerten sich über Ruhestörung und Verkehrschaos. Der BA fühlte sich von der Verwaltung übergangen. Jetzt neigt sich der Mietvertrag der Löwen dem Ende zu – und die Lokalpolitiker ergreifen die Chance. 

Der Bunker sollte kulturell genutzt werden

Anja Berger (Grüne) fordert das Kommunalreferat in einem Antrag auf, den Mietvertrag nicht zu verlängern. Das müsse bis März 2020 entschieden werden, damit die Fristen gewahrt würden. 

Weiter fordert Berger, dass das Gebäude kulturell genutzt und für die Sendlinger geöffnet werden sollte. Die Löwen-Fans kämen dem nicht nach und nutzten den Bunker lediglich als Aufbewahrungsort und Treffpunkt. 

Anja Berger (Grüne) fordert das Kommunalreferat in einem Antrag auf, den Mietvertrag nicht zu verlängern.

Eine Stellungnahme des Vereins ging aufgrund einer kurzfristigen Anfrage bis Redaktionsschluss nicht ein. „Das Kommunalreferat hat den Bunker unter der Hand verscherbelt – völlig am BA vorbei“, klagt SPD-Sprecher Ernst Dill. 

Deshalb stimme seine Fraktion dem Antrag zu. Anders die CSU: „Einige aus unserer Fraktion wohnen dort und können die Beschwerden nicht nachvollziehen“, so Michael Kaiser (CSU). 

Wann genau die Löwen ihre Banner einrollen müssten, ist unklar.

Auch sehe er einen Interessenskonflikt: Grünen-Mitglieder seien im Bunker-Verein engagiert, der bei der Vergabe im Jahr 2016 gegen die 1860er verlor. Elisabeth Robles-Salgado (Grüne) versicherte, dass der Verein nicht mehr existiere. 

Die Politiker stimmten dem Antrag schließlich mehrheitlich zu. Nun ist der Stadtrat an der Reihe, zu entscheiden, ob die 60er bleiben dürfen. Wann genau die Löwen ihre Banner einrollen müssten, ist unklar. 

Ein BA-Mitglied teilte mit, dass es sich um Herbst 2020 handeln würde. Genaueres durfte nicht gesagt werden. Auch Birgit Unterhuber, Sprecherin des Kommunalreferates, verwies auf den Datenschutz. 

Sophia Oberhuber

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