Was wird neu 2020? 

Freie Fahrt für die Radlfahrer? –  Die Jahresvorschau des BA-Chefs für 2020

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2020 soll sich entscheiden, ob die Radwege an der Fraunhoferstraße bleiben. 

Kulturelle Treffpunkte, große Bauvorhaben und der Radentscheid – Das sind Themen, die auch das Jahr 2020 prägen werden. Der BA-Chef über das neue Jahr 2020...

Isarvorstadt – Nach dem Tod des BA-Vorsitzenden Alexander Miklosy im Dezember 2018 übernahm Andreas Klose (Rosa Liste) Anfang 2019 den Chefposten in der Isarvorstadt. In seinem Jahresrückblick berichtet er von großen Streitigkeiten, vielen Errungenschaften und warum unter anderem eine Waschanlage im neuen Jahr mehr Kultur fürs Viertel bedeutet.

BA-Vorsitzender Andreas Klose (Rosa Liste). 

Herr Klose, Ihr erstes Jahr als BA-Chef. Hand aufs Herz, wie anstrengend war es?
Es ist sehr viel, das da auf einen einstürzt. Gerade wenn man in der Position neu ist, muss man eine Menge lernen. Ich habe mich da irgendwie erst einmal in die Arbeit reingefieselt.

„Fieselig“ war 2019 wohl besonders ein Thema: zwei rote Streifen in der Isarvorstadt...
Ja, die Thematik mit den Fahrradwegen an der Fraunhoferstraße, das hätte ich jetzt so nicht gebraucht im ersten Jahr (lacht). Die Evaluierung des Projekts soll kurz vor den Sommerferien abgeschlossen werden. Ich finde die Fahrradwege gut. Das mit den Lieferzonen muss aber geklärt werden.

Die Münchner haben sich beim Radentscheid schließlich klar für mehr Radlwege ausgesprochen.
Ja, und von Bürgern, die durch die Fraunhofer fahren, sind nur positive Nachrichten gekommen – auch aus der Au und Giesing.

Anwohner beschwerten sich trotzdem über die Situation.
Die Fraunhoferstraße und die Corneliusstraße waren beides Projekte, bei denen die Bürger vorher nicht informiert und Fakten geschaffen wurden. Das schwierige an diesen Themen sind emotionalisierte Bürger. Ich habe das Gefühl, dass viele Leute von der Enge im Viertel gestresst sind.

Was hilft Ihnen dagegen?
Die Isar. Ich genieße es, wenn ich die Zeit habe, ein bis zwei Stunden dort zu entspannen. Und wir kucken natürlich, dass wir Freiflächen schaffen, wie an der Ecke Dreimühlen-, Isartalstraße. Das wird ein schöner Raum.

Neuer Treffpunkt im Viertel könnte ab 2020 auch das Kulturzentrum „Luise“ sein.
Die „Luise“-Eröffnung, die wohl in Richtung Juni stattfindet, wird kulturell für uns 2020 das Hauptthema sein. Es wird spannend, wie sich das etabliert.

Momentan bringt unter anderem der Bahnwärter Thiel am Viehhof viel Kultur ins Viertel. Gibt es dort 2020 etwas Neues?
Ja, wir werden uns weiter am Bahnwärter Thiel erfreuen können. Dort wird es im neuen Jahr auch richtig losgehen mit der kreativen Nutzung in Containern. Die ganzen Ateliers und Büros können freigegeben werden.

Anders beim Bahnwärter Thiel am Viehhof: Die Kulturstätte soll dem zweiten Bezirk auf jeden Fall für die nächsten zweieinhalb Jahre erhalten bleiben. 

Allerdings mit zeitlicher Begrenzung.
Es sind dann zwar nur noch zweieinhalb Jahre, aber schauen wir mal. Ich bin frohen Mutes, dass die Nutzung länger bleibt. Die Lkw-Waschanlage müsste erst raus, dann der Bahnwärter Thiel. Und zur Zeit weiß man eben nicht, wo die Waschanlage hin soll.

Im Viertel wird natürlich nicht nur am Viehhof gebaut.
Ich hoffe, dass die Oberfläche am Sendlinger Tor fertig wird.

Auch am Sendlinger Tor wird gewerkelt. 

Und natürlich ist da die Baustelle am Hauptbahnhof, die wohl bis 2034 dauern soll. Das ist ein Thema, das uns im Viertel die nächsten Jahre und Jahrzehnte begleiten wird.

Am Hauptbahnhof haben die Bauarbeiten begonnen. 

Sophia Oberhuber

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