Der Holzplatz ganz aus Holz

Autofreier Holzplatz? – Anwohner fordern Umgestaltung der Fläche

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Der Holzplatz soll Treffpunkt für das Viertel werden.

Weg mit den Autos, den Parkplätzen und dem Beton. Stattdessen soll eine Holzkonstruktion, nach dem Vorbild in Sevilla, dem Namen des Platzes gerecht werden. 

Isarvorstadt – Der kleine Platz am Südfriedhof, er könnte Treffpunkt fürs Viertel sein – wären da nicht die Autos und der viele Beton. Eine große Mehrheit der Isarvorstädter, die an der diesjährigen Bürgerversammlung teilnahmen, sprach sich deshalb dafür aus, den Holzplatz umzugestalten. 

Eberhard Kaiser (li.) und Falk Royss wünschen sich mehr Aufenthaltsqualität für den Holzplatz.

Eberhard Kaiser hat dafür in seinem Antrag eine spektakuläre Holzkonstruktion vorgeschlagen. „Es wird immer dichter in der Stadt. Autos und Parkplätze haben an den Plätzen überhand genommen. Dadurch verliert unser Viertel an Charme“, klagt Kaiser, der seit 30 Jahren in der Isarvorstadt lebt. 

Jetzt möchte er an zwei Plätzen im Viertel ansetzen: Der Roecklplatz soll für Autos gesperrt werden. Auch am Holzplatz sollen Autos Geschichte sein: Weg mit den Parkplätzen und Sperrung der Holzstraße im Bereich des Platzes, so der Antrag von Kaiser. Die Mehrheit der Teilnehmer der Bürgerversammlung teilte seine Meinung. 

Deshalb prüft jetzt die Verwaltung, ob aus dem Holzplatz tatsächlich ein Platz aus Holz werden könnte: In Anlehnung an die Metropol Parasol in Sevilla, die als das größte Holzbauwerk der Welt gilt, soll auch auf dem Holzplatz eine solche Konstruktion entstehen: „Es spendet Schatten im Hochsommer und ich stelle es mir als einen Ort vor, an dem man sich gerne aufhält“, schwärmt Kaiser. 

Kaiser stellt sich eine Konstruktion ähnlich der Metropol Parasol in Sevilla vor.

Er denkt auch daran, mit einem Holzboden und Holzskulpturen zu arbeiten. Es ist nicht der erste Vorstoß von Bürgern, den Platz anders zu gestalten: „2006 haben wir den ersten Vorschlag eingebracht und uns 2012 auch an der Ausschreibung um das Pissoir auf dem Platz beteiligt“, erzählt Margarete Wieler, Eigentümerin eines Cafés am Holzplatz. 

Ihr sei es wichtig, dass der Platz nicht kommerziell genutzt werde. Trotzdem sehe sie die Sperrung der Holzstraße kritisch: „Die Straße wird sehr wohl genutzt und es gibt dort Tiefgarageneinfahrten“, erläutert Wieler. Es brauche dann wenigstens eine Wendemöglichkeit. 

Die Verwaltung ist nun an der Reihe, den Antrag von Kaiser zu prüfen. Zusammen mit dem Bezirksausschuss erarbeiten die zuständigen Referate eine Beschlussvorlage, die dem Stadtrat vorgelegt wird. 

Sophia Oberhuber

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