Mehr Welle an der Floßlände?

Surfer fordern mehr Wasser für die Welle an der Floßlände – Oberbürgermeister Dieter Reiter ist mit von der Partie

Surfer an der Floßlände in Thalkirchen.
+
Surfer an der Floßlände in Thalkirchen.

Die Surfer in München fordern die Welle an der Floßlände länger mit Wasser zu versorgen. Oberbürgermeister Dieter Reiter setzt sich jetzt für den Vorschlag ein.

  • Surfer in München fordern mehr Wasser am Isarkanal.
  • Die Welle an der Floßlände soll so länger befahrbar gemacht werden.
  • Oberbürgermeister Dieter Reiter setzt sich für den Vorschlag ein.

Oberbürgermeister Dieter Reiter unterstützt Forderungen der Surfer in München bei Welle an der Floßlände 

Update:25. Juni 2020: Nachdem sich die Interessengemeinschaft Surfen in München sich Anfang des Jahre dafür eingesetzt hat, dass auf der Floßlände länger gesurft werden kann, äußert sich jetzt Oberbürgermeister Dieter Reiter. In einem Statement setzt er sich dafür ein, das in Thalkirchen mehr Wasser die Isar runter fließt: 

„Die Münchner Flusssurfer haben eine lange Tradition in der Stadt und sind dazu ein echtes Publikumsmagnet. Deshalb habe ich heute die zuständigen Referate sowie die Stadtwerke München gebeten, das Surfen an der Floßlände im Rahmen eines Testbetriebs umgehend länger zu ermöglichen. Dies hatten die Surfer vorgeschlagen."

Reiter hat deswegen das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) gebeten, die Durchflussmenge des Wassers entsprechend zu erhöhen. In einem zweiten Schritt solle nach Abschluss des Testbetriebs unter Einbeziehung der anderen betroffenen Stellen, die Ausweitung der Surfzeiten dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden.

Die Surfer würden ja bei jedem Wetter, auch im Herbst und im Winter, ihrem Sport nachgehen. Deswegen wäre es umso schöner, wenn sie dies auch in der wärmsten Jahreszeit könnten. 

Ein Vorteil spräche für die Floßlände: Hier können auch Surf-Anfänger sich ausprobieren. 

Welle um Floßlände – Surfer fordern mehr Wasser im Kanal 

Erstmeldung: 29. Januar 2020:

Thalkirchen – 59,90 Euro verlangt „Herr Schweizer“, wie Wolfrik Fischer, erster Vorstand der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM), die Arena in Taufkirchen nennt, für 45 Minuten Wellenreiten. 

An der Floßlände in Thalkirchen können Anfänger kostenlos aufs Board springen. Allerdings ist die Welle nur wenige Stunden am Tag befahrbar, von den langen Wartezeiten für einen Sprung ins kühle Nass ganz abgesehen. 

Surfer fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen

Die IGSM fordert deshalb von der Stadt, in dieser Saison vier Kubikmeter mehr Wasser pro Sekunde den Kanal hinunterzuschicken. So könne von morgens bis abends gesurft werden. Bei einem Runden Tisch am Dienstagnachmittag, zu dem das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) geladen hatte, sollten die Forderungen diskutiert werden. 

40 anstehende Surfer, 20 Minuten Wartezeit: Das sei laut der Interessengemeinschaft Surfen in München an der Floßlände die Regel. Nun fordern die Surfer mehr Wasser im Kanal.

„Es geht uns darum, dass der Surfspot zu einer Attraktion wurde“, sagt Fischer. Der Sport wachse daher so schnell, dass die Verwaltung viel schneller reagieren müsse. Doch von der Stadt fühlen sich die Surfer im Stich gelassen: 

Ende 2017 wurde das RGU vom Umweltausschuss beauftragt, mögliche Verbesserungen an der Floßlände zu prüfen. „Anstatt konstruktiv an Problemlösungen zu arbeiten, wurde der Auftrag an das Baureferat delegiert und dort bis heute nicht bearbeitet“, so das Positionspapier der Surfer für den Runden Tisch. 

„Wir sind da auf einem guten Weg.“

In einer Stellungnahme des RGU heißt es, dass „im Baureferat keine ausreichenden personellen Ressourcen verfügbar sind“. Die Stelle werde Anfang 2020 eingerichtet. Sobald sie dann besetzt sei, könne mit dem Grundkonzept begonnen werden. 

Die Surf-Saison an der Floßlände beginnt aber bereits im Mai. Stefan Hornung, zweiter Vorstand der IGSM, gab sich nach dem Gespräch beim RGU am Dienstagabend „relativ optimistisch. Wir sind so weit gekommen, dass die Stadtwerke gebeten werden, zu prüfen, ob unser Vorschlag funktionieren würde. Wir sind da auf einem guten Weg.“

Sophia Oberhuber/Landeshauptstadt München/jh

Weitere aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen: 

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

Schüsse und Blut im Hausflur? - Münchner Polizei wird zu Familienfeier gerufen
Schüsse und Blut im Hausflur? - Münchner Polizei wird zu Familienfeier gerufen
Münchner zieht plötzlich eine Pistole in einer Autowerkstatt – Mit dem Mut der Arbeiter hat er nicht gerechnet
Münchner zieht plötzlich eine Pistole in einer Autowerkstatt – Mit dem Mut der Arbeiter hat er nicht gerechnet
Diversity Jugendzentrum: 1400 Vereinsmitglieder aber Räume dürfen nur 30 Personen nutzen
Diversity Jugendzentrum: 1400 Vereinsmitglieder aber Räume dürfen nur 30 Personen nutzen
Mehr Diversity an der Blumenstraße 
Mehr Diversity an der Blumenstraße 

Kommentare