Wohin mit den Standln im Süden?

Münchener Süden: Auf der Suche nach einem Standort für festen Markt

Frisches Obst einkaufen: Der Münchner Süden soll seinen ganz eigenen Viktualienmarkt bekommen.
+
Frisches Obst einkaufen: Der Münchner Süden soll seinen ganz eigenen Viktualienmarkt bekommen.

Der Münchner Süden sehnt sich nach seiner Version des Viktualienmarktes. Das Kommunalreferat prüft deshalb nun Standorte, die für die Umsetzung dieses Projektes geeignet wären.

  • Fester Lebensmittelmarkt im Münchner Süden geplant
  • Kommunalreferat prüft Standorte
  • Wo jetzt Betonwüste herrscht, könnten sich in Zukunft bunte Stände die Stirn bieten

München Süd –  Schlendern, ratschen, schlemmen: Im Münchner Süden soll ein fester Lebensmittelmarkt entstehen. Der Stadtrat hat dem Kommunalreferat den Auftrag erteilt, Standorte zu prüfen. Die Sendlinger, Fürstenrieder und Co. haben bisher die Möglichkeit, auf zehn Wochenmärkten einzukaufen. Ihre Version des Viktualienmarkts fehlt. Als Standorte kommen vorerst der Ratzingerplatz, die Zeppelinhalle und der Großmarkt infrage (s. unten). 

Mit dem Einkaufen wird es so schnell aber nichts: Die Standorte seien „mittel- bis langfristig realisierbar“, wie es in einer offiziellen Mitteilung heißt. Auf Nachfrage beim Kommunalreferat konnte Sprecherin Birgit Unterhuber den Zeitrahmen nicht näher bestimmen. Die Verwaltung soll sich nun auch auf die Suche nach weiteren Standorten begeben, die schneller nutzbar wären.

Alles neu am Ratzingerplatz

Wo heute noch Betonwüste ist, soll ein neues Quartier entstehen: Am Ratzingerplatz wird sich zukünftig einiges ändern. Im Zuge dessen könnte das Areal in Obersendling Platz für einen Markt bieten. „Derzeit ist die räumliche Eignung des Standortes stark eingeschränkt, da er nicht ungehindert erreichbar und zum Teil nicht befestigt ist“, so der Beschluss des Kommunalausschusses des Stadtrats. 

Hier könnte sich in Zukunft einiges ändern.

Ludwig Weidinger (CSU), Vorsitzender des Bezirksausschusses 19, erinnert an einen Bauernmarkt, der bis vor zehn Jahren auf der Trambahninsel stattfand. „Der Markt war sehr schwer erreichbar“, gibt der Lokalpolitiker zu bedenken. Durch die neue Nutzung soll der Platz jetzt aber verkehrlich besser erschlossen werden. Das Kommunalreferat könnte sich vorstellen, den Markt im Erdgeschoss eines der neuen Gebäudekomplexe unterzubringen. Dies sei „städtebaulich umsetzbar.“

Die Zeppelinhalle

Die denkmalgeschützte Zeppelinhalle in Obersendling dient aktuell der Straßenreinigung als Betriebshof. „Man weiß nach wie vor nicht, was man daraus machen soll. So könnte man das Denkmal erhalten“, kommentiert BA-Chef Weidinger und ist der Meinung, dass die Option „ernsthaft geprüft“ werden soll. Auch wenn der Betriebshof auszieht, schätzt der Stadtrat in seinem Beschluss einen Markt als „schwer realisierbar“ ein. Außer: Das gesamte Areal werde als „Standort mit Dienstleistung, Einzelhandel und Wohnen“ entwickelt. Dann könne ein Markt „intensiv geprüft werden.“

Halle 1 auf dem Großmarktgelände

Auf dem Großmarktgelände sollen neue Händlerflächen, Gewerbe und Wohnungen entstehen. Die damit frei werdende Halle 1 des Großmarktes könnte nach Auszug der Händler Sendlings Viktualienmarkt werden, so der Beschluss des Stadtrates. Das neue Areal befindet sich aber erst in der Planungsphase.

soph

Weitere aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen:

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

Wohnen im Alter für LGBTIQ-Community – Stadt unterstützt Wohnprojekt für Senioren in München  
Wohnen im Alter für LGBTIQ-Community – Stadt unterstützt Wohnprojekt für Senioren in München  
Zwischennutzung an der Schäftlarnstraße beendet – wie jetzt die Zukunft der Fraunbergateliers aussieht
Zwischennutzung an der Schäftlarnstraße beendet – wie jetzt die Zukunft der Fraunbergateliers aussieht
Diversity Jugendzentrum: 1400 Vereinsmitglieder aber Räume dürfen nur 30 Personen nutzen
Diversity Jugendzentrum: 1400 Vereinsmitglieder aber Räume dürfen nur 30 Personen nutzen

Kommentare