Keine Zeit verlieren

Schlittenhügel auf der Großmarkthalle? – Wie Stadt und Händler die neuen Pläne finden

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So könnte die Großmarkthalle bald aussehen.

Freizeitspaß auf dem Großmarkt: Ein Rodelhügel und ein Fußballfeld mit 8000 Quadratmetern wie in der Allianz Arena könnten auf das Dach.

„Ein Leuchtturmprojekt für internationale Stadtplanung“ nennt Projektleiter Robert Bauer seinen Entwurf für die Großmarkthalle. „Zudem werden nennenswerte Flächen für dringend benötigten Wohnraum geschaffen.“ Nicht nur der Planer selbst ist begeistert – auch Händler und Stadt. Denn der Großmarkt wird lärmminimierend eingehaust, Lkw docken im Erdgeschoss zum Beladen innenliegend an. Der Handelsbetrieb findet in einem Sockelbauwerk statt, das sich über mehrere Geschosse erstreckt, „mit vertikalen Lastenaufzügen, um kurze Wege zu gewährleisten und Fläche zu sparen“, wie Heide Rieke, Korreferentin des Planungsreferats erklärt. 

Heide Rieke, Korreferentin des Planungsreferats.

Auf dem Dach sind Bürogebäude für bis zu 3000 Arbeitsplätze geplant, bis zu 68 Meter hoch. „Die Verknüpfung mit der Nachbarschaft aus Sendling ist uns sehr wichtig“, so Rieke. So soll Gastronomie und Einzelhandel für die Öffentlichkeit geöffnet werden – wie auch die geplanten Dachgärten. Auf der Gesamtfläche von 55 000 Quadratmetern könnten laut Rieke sogar „ein Fußballfeld auf dem Dach sowie ein Rodelhügel“ integriert werden. 

Das Planungsreferat lässt den Entwurf aktuell nachbessern, damit er auch das entstehende Neubauviertel mit dem Übergang zur Thalkirchner Straße berücksichtigt. Hans Buchhierl, Sprecher der Großmarkt-Standortinitiative, drängt: „Wichtig ist, dass keine weitere Zeit verloren geht, damit der Planungsprozess zügig voranschreitet.“ Im März entscheidet der Stadtrat über den Aufstellungsschluss. 

mjh

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