„Die fabelhafte Welt der Amélie“: Sandra Leitner (22) spielt die Hauptrolle

Hier strahlt Münchens neuer Star

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Sandra Leitner ist Amélie im neuen Musical.

München – Sandra Leitner (22) spielt im neuen Musical „Amélie“ die Hauptrolle – Hallo hat sich mit ihr getroffen, um zu erfahren, welche Person sich hinter der neuen Amélie Poulain verbirgt

Haben Amélie Poulain und Sandra Leitner viel gemeinsam? Im französischen Kult-Film spricht Amélie (Audrey Tautou) kaum, sie beobachtet und träumt. Leitner, die die Amélie im gleichnamigen Musical verkörpert, ist hingegen quirlig, aufgeschlossen und erzählfreudig. Was die beiden verbindet, ist wohl ihre Neugierde auf die Welt.

2017 ist Leitner aus dem hessischen Städtchen Herborn nach Laim gezogen, um die Rolle der Laura Schnabelstedt im Musical „Fack ju Göhte“ zu spielen. Ebenso wie „Die fabelhafte Welt der Amélie“ wurde dieses im Theater im Werk 7 am Ostbahnhof aufgeführt. „Damit ist ein riesiger Traum von mir in Erfüllung gegangen“, schwärmt die 22-Jährige. Es war ihre erste Rolle in einer größeren Musical-Produktion. Und – trotz des frühen Aus nach neun Monaten – eine großartige Erfahrung.

Denn auch wenn „Fack Ju Göhte“ die Zuschauer nicht überzeugte, Sandra Leitner tat es schon. Und der Regisseur Christoph Drewitz besetzte sie in seiner nächsten Produktion in der Hauptrolle.

Das könnte nun der Durchbruch sein für die 22-Jährige, deren Leben sich von klein auf um Musik drehte. Leitner fing früh an, Gitarre zu spielen, später sang sie im Chor und in mehreren Bands. 2008 sah sie ihr erstes Musical in Hamburg: Tarzan. „Da stand für mich fest, das will ich auch machen“, erinnert sie sich zurück. Nach ihrem Realschulabschluss begann Leitner im Alter von 16 Jahren eine Ausbildung im Taunus: Drei Jahre Musical und ein Jahr Schauspiel.

Patzer beim Proben werden einfach weggelacht

Anfang Januar haben die Proben begonnen. Das meiste läuft bereits rund. Regisseur Christoph Drewitz hat hier und da noch kleine Anmerkungen, die Schauspieler vergessen ab und an noch eine kleine Bewegung oder eine Text-Zeile. Leitner läuft die Stufen der Tribüne hinauf und singt mit glockenheller Stimme in ihrer Rolle als Amélie von der heimlichen Liebe zu Nino, für den sie kryptische Foto-Botschaften hinterlässt. Dabei bleibt Leitner unabsichtlich in einem Seil hängen, doch das wird weggelacht. „Bisher habe ich nie wirklich Lampenfieber gehabt.“ Nach einer kurzen Denkpause fügt sie hinzu: „Aber dieses Mal könnte es anders sein.“ Sorgen macht sie sich keine, sie fühlt sich im Team gut aufgehoben. „Ich stehe ja nicht alleine auf der Bühne. Ich habe tolle Leute um mich herum.“

Wie es nach Amélie weitergeht, weiß die Laimerin noch nicht. Sie möchte auf jeden Fall weiter Musicals machen. „Mein Beruf macht sehr viel Spaß. Ich mache Quatsch auf der Bühne und verdiene damit Geld“, sagt sie und lacht. Leitner freut sich auf Neues, möchte in Aufführungen mitwirken, die es so noch kaum gibt. Schließlich könne sie da mehr Eigenes einbringen, müsse keine Rolle spielen, die man unzählige Male gesehen hat. Als Amélie betritt sie auf der Bühne Neuland. Am Valentinstag, 14. Februar, feiert das Musical Europapremiere.

Laura Felbinger

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