Finanzielle Hilfe

Rettung für Tierpark Hellabrunn? – Stadt München soll die drohende Pleite abwenden

Dem Tierpark Hellabrunn droht die Insolvenz.
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Dem Tierpark Hellabrunn droht die Insolvenz.

Wegen der Corona-Krise droht dem Tierpark Hellabrunn die Insolvenz. Jetzt soll die Stadt München einspringen, fordert Bundestagsabgeordneter Wolfgang Stefinger ...

  • Dem Tierpark Hellabrunn in München droht die Pleite.
  • Zoo-Chef Rasem Baban gibt düstere Prognose.
  • Wegen Corona dürfen zu wenig Besucher auf das Gelände.

Stadt München soll Tierpark Hellabrunn aus Corona-Krise helfen

Update: 18. Juni, 09.10 Uhr: Nach dem Hilferuf des Tierpark Hellabrunn in München wegen drohender Pleite, appelliert der Münchner Bundestagsabgeordnete Wolfgang Stefinger (CSU) an die die Stadt, die Einnahmeausfälle auszugleichen. 

"Der Bund hat die letzten Jahre die Kommunen massiv unterstützt. Im Zukunftspaket, das die kommenden Tage beschlossen wird, wird der Bund künftig die Kommunen bei den Kosten der Unterbringung laut Sozialgesetzbuch weiter entlasten und 75 Prozent statt 50 Prozent der Kosten übernehmen.", teilte Stefinger in einer Pressemitteilung mit.

Für München seien das rund 70 Millionen Euro zusätzlich vom Bund. Dazu kämen noch Zusagen vom Bund und Freistaat Bayern zur Kompensation der Gewerbesteuerausfälle wegen Corona in dreistelliger Millionenhöhe.

"Bei diesen Summen sollte es schon möglich sein den Tierpark existenzsichernd zu unterstützen. Schließlich geht es um den Tierpark der Münchnerinnen und Münchner.", schreibt Stefinger.

Außerdem fordert Stefinger von der Bayerische Staatsregierung, die festgelegte Quadratmeterzahl für Tierparks von zehn Quadratmeter pro Besucher zu überdenken. Nach dem Bundestagsabgeordneten sollen Zoos nicht mit Museen oder dem Handel gleichgesetzt werden, da sie sich im Freien befinden. Dort sei die Ansteckungsgefahr geringer als in geschlossenen Räumen.   

Tierpark Hellabrunn in München droht Pleite wegen Corona-Krise – Insolvenz noch in diesem Jahr?

Erstmeldung: 17. Juni: Dem Münchner Tierpark Hellabrunn droht nach Angaben des Chefs Rasem Baban wegen der Corona-Krise die Pleite. „Wenn wir jetzt nicht mehr Besucher reinlassen dürfen, muss ich Ende September Insolvenz anmelden“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). 

Tierpark Hellabrunn in München droht Pleite wegen Corona-Krise

Mit den neuen Auflagen dürfe er täglich nur 4400 Besucher auf das Gelände lassen. „Das bleibt ein schleichender Tod und sehr enttäuschend“, sagte Baban. Es würden auch die Besucher gezählt, die keinen Eintritt bezahlen wie kleine Kinder oder Jahreskartenbesitzer. „Ohne Hilfe müssen wir im September als Erstes unsere Löwen abgeben. Ausgerechnet das Wappentier des Freistaates. Das kann doch nicht wahr sein!“

Der Tierpark Hellabrunn habe tägliche Kosten in Höhe von 50 000 Euro, sagte der Leiter. „Wie sollen wir die verdienen?“ Um zu überleben, brauche der Tierpark 8600 Besucher täglich. „Wir bitten um fünf Quadratmeter pro Besucher. Das reicht an der frischen Luft doch absolut aus, die meisten sind eh Familien, die keinen Abstand halten müssen.“

dpa/lby/jh

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