Jugendzentrum braucht mehr Räume

Mehr Diversity an der Blumenstraße 

Das Diversity Jugendzentrum an der Blumenstraße ist ein Treff für LGBTQI-Jugendliche.
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Das Diversity Jugendzentrum an der Blumenstraße ist ein Treff für LGBTQI-Jugendliche.

Das Diversity Jugendzentrum in der Blumenstraße ist in ihrer Raumnutzung eingeschränkt. Jetzt fordern sie mit einem Stadtratsantrag eine Erweiterung...

  • Das Diversity Zentrum hat Einschränkungen wegen der Räumlichkeiten.
  • Statik macht Probleme bei der Raumnutzung des Jugendzentrums.
  • Nun soll ein  Stadtratsantrag zu zusätzlichen Räumen verhelfen.

Isarvorstadt – 1400 Mitglieder, 170 Förderer und 90 Ehrenamtliche zählt der Verein Diversity München, der unter anderem das Jugendzentrum im ersten Stock der Blumenstraße 11 betreibt. 

Maximal 30 Menschen dürfen sich dort gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten – aus statischen Gründen. Jetzt drängt ein Antrag der Stadtratsfraktionen SPD/Volt und Grüne/Rosa Liste darauf, zusätzlich freie Räume im Erdgeschoss an das Zentrum zu vermieten. 

„Es ist bitter nötig, dass wir uns vergrößern können“, sagt Vorstandsmitglied Markus Haselbeck. Das Diversity Jugendzentrum ist ein Treffpunkt für schwule, lesbische, bi, trans und queere junge Menschen bis 27 Jahre. 

Drei ehrenamtliche Vorstände leiten die Organisation, einer davon: Markus Haselbeck.

Beratungen von Sozialpädagogen, Aufklärungsarbeit an Schulen und gemeinsame Freizeitaktivitäten sind Teil der Initiative. „Wir haben teilweise Gruppentreffen, zu denen auch Leute aus Hamburg oder der Schweiz anreisen. 

Bis zu 80 können das sein. Wir versuchen dann, auf den Innenhof auszuweichen“, berichtet Haselbeck. Seit 2007 gibt es das Jugendzentrum an der Blumenstraße. Bis vor fünf Jahren habe die Statik laut Haselbeck keine Probleme gemacht. 

Im Zuge einer Renovierung durch die Mieter im Erdgeschoss seien dann sogenannte Schwingdecken eingezogen worden. Seitdem bestehe die Personenbegrenzung. „Veranstaltungen können kaum und nur mit begrenzter Teilnehmerzahl stattfinden“, heißt es im Stadtratsantrag. 

Mit der Anmietung der seit Kurzem leerstehenden Räumlichkeiten im Erdgeschoss könne Abhilfe geschaffen werden. Das Kommunalreferat soll nun prüfen, ob das möglich ist. 

Wie es um die Aussichten des Antrags steht, kann die Verwaltung zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen, so Andreas Sigl vom Kommunalreferat. Haselbeck und sein Team haben aber bereits Pläne: 

Im ersten Stock könnten Beratungsräume und Büros entstehen. „Gerade teilen sich bis zu zwölf Leute ein Büro mit 15 Quadratmetern.“ Gesonderte Beratungsräume gebe es aktuell nicht. 

Im Erdgeschoss würde dann das eigentliche Jugendzentrum mit Veranstaltungsräumen untergebracht. Der Verein hofft nun, dass der Antrag durchgeht – und „Druck hinter die Sache macht.“ 

soph

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