Wachen bis der Maibaum steht

Kampf und Freude bis zum 1. Mai: Baierbrunn und Solln bereiten sich auf ihr Traditionsfest vor

Die Mitglieder des Vereins „Maimusi“ in Baierbrunn bewachen ihren neuen Maibaum vor Raubzügen.
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Die Mitglieder des Vereins „Maimusi“ in Baierbrunn bewachen ihren neuen Maibaum vor Raubzügen.
  • Theresa Reich
    VonTheresa Reich
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In Solln sind die Feiernden besonders auf der Hut. Ihr brandneuer Maibaum soll ja schließlich am 1.Mai präsentiert werden. Wie es im restlichen Münchner Süden läuft:

SOLLN/BAIERBRUNN Auf der Hut sind gerade die Mitglieder des Maibaum-Vereins Solln, die ihr neues Stangerl seit über zwei Wochen Tag und Nacht observieren. Denn es ist soweit: Am Sonntag, 1. Mai, werden München-weit wieder Maibäume aufgestellt. Doch bis diese stehen, herrscht eine Fehde zwischen den Nachbarvereinen.

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„Es ist eine teure Sache, wenn der geklaut wird. Die Diebe verlangen als Ablöse zehn Liter Bier pro Meter Stammlänge und eine Mahlzeit“, erklärt Reinhold Wirthl, Vorsitzender des Sollner Maibaum-Vereins, gegenüber Hallo. Ein Klauversuch soll sich bereits in Baierbrunn am Morgen des Ostersonntags ereignet haben.

Auf Nachfrage erklärt Julia Daxberger vom Verein „Maimusi“ Baierbrunn: „Gegen kurz nach 7 Uhr sind die Wachhabenden nach ihrer Aufsicht nach Hause gegangen. Danach haben sich die Diebe ans Werk gemacht und begonnen, den Baum zu stehlen. Gegen 7.30 Uhr haben Anwohner die Diebe bemerkt und sind ihnen in die Quere gekommen.“ Der Baum wurde daraufhin in die Wachhütte zurückgebracht, wo er sich zurzeit befindet.

Maifeste im Münchner Süden: So wird gefeiert

Damit es dazu nicht auch auf dem Parkplatz der Brauhaus-Stub’n Solln kommt, auf dem der 32 Meter lange Stamm liegt, beaufsichtigen ihn bis zu sechs Wächter, wie Wirthl betont. Darin habe der 1983 gegründete Verein langjährige Erfahrung.

Gefällt wurde der Baum im Forstenrieder Park. Es sei jedes Mal viel Arbeit, einen neuen Stamm herzurichten: Er müsse gehobelt, geschliffen und bemalt werden. Dass es nach der Corona-Pause wieder ein Maibaumfest gibt, freut Wirthl. „Wir haben früh den Kran und die Drehleiter bestellt, um den Baum hochzuheben und reinzuschrauben.“ Nach zwei Jahren gebe es überall Nachholbedarf, was für manche Vereine zu logistischen Problemen führe.

Auch in Baierbrunn wird schweres Gerät für die 39 Meter lange Fichte aus dem Forstenrieder Park benötigt: „Aus Sicherheitsgründen und der kurzfristigen Planung durch Corona muss unser bisher größter und schwerster Baum dieses Jahr erstmals mit dem Kran aufgestellt werden“, sagt Daxberger. Traditionell ist das Aufstellen allerdings reine Handarbeit, die mit Scharstangen erfolgt und bis zu fünf Stunden dauern kann.

Im Würtmal, Gern-Neuhausen und im Münchner Norden will man auch feiern. Im Münchner Westen ist auch viel geplant.

So feiert der Münchner Süden den Mai

In Solln beginnt die Aufstellung um 11 Uhr vor der Gaststätte Brauhaus-Stub’n Solln, Herterichstraße 46. Anschließend geht es in den Biergarten der Brauhaus-Stub’n. Musikalisch begleitet die „Altbairische Blasmusik“.

Ebenfalls um 11 Uhr fangen die Feierlichkeiten in Baierbrunn an der Kirchenstraße neben dem Rathaus an. Sobald die Fichte aufgestellt ist, gibt es ein Fest mit Blasmusik bei der Feuerwehr Baierbrunn. Die Festtage finden von Freitag, 6., bis Sonntag, 8. Mai, im Zelt, Reichentalerstraße, statt. Im Glockenbachviertel wird von 11 bis 22 Uhr das neue „Rosa-Stangerl“ am Karl-Heinrich-Ulrichs Platz gefeiert. Gestaltet haben den Baum soziale und kulturelle Einrichtungen des Viertels.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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