Stau-Albtraum

Lindwurmstraße: Lange Staus wegen Baustelle – was hier geplant wird und wie BA für Parkplätze sorgen will 

Es staut sich an der Lindwurmstraße wegen Bauarbeiten. Stadteinwärts ist die Spur komplett gesperrt.
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Es staut sich an der Lindwurmstraße wegen Bauarbeiten. Stadteinwärts ist die Spur komplett gesperrt.
  • Theresa Reich
    VonTheresa Reich
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Die Baustelle an der Lindwurmstraße sorgt für eine sehr angespannte Verkehrssituation. Auch Beschwerden über die Parksituation sind beim BA bereits eingegangen. Was dort entstehen soll.

Sendling - Nur mal schnell vom Harras zur Poccistraße zu fahren, ist für Autofahrer aktuell nahezu unmöglich. Denn die Lindwurmstraße ist zwischen Pfeufer- und Aberlestraße stadteinwärts gesperrt.

Die Umleitung erfolgt derzeit über Pfeufer- und Radlkoferstraße. Der Grund dafür: Entlang des Abschnitts zwischen Aberlestraße und Sendlinger Kirche entsteht ein 2,30 Meter breiter Radweg auf der Fahrbahn. Dafür entfallen: eine Fahrspur zwischen Kidler- und Bavariastraße sowie zehn Parkplätze. Der Gehweg wird hingegen verbreitert.

„Die Situation an der Lindwurmstraße ist ein Albtraum. Es staut sich vom Bavariaring bis hoch zum Sendlinger Berg“, so Gerhard Deuschl, der zusammen mit Christoph Muhr, seit etwa 30 Jahren die Glaserei an der Lindwurmstraße 215 betreibt.

Muhr hatte sich in der jüngsten BA-Sitzung über die „angespannte Parksituation“ beschwert. Auch die Parklizenz habe daran nichts geändert. Besonders für ihre Kunden und die Mitarbeiter sei es kompliziert Parkplätze zu finden.

Christoph Muhr betreibt die Glaserei an der Lindwurmstraße 215. Seine Kunden haben extrem Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu finden.

„Wir stellen uns verkehrswidrig in die Absperrung oder stehen in zweiter Reihe“, klagt Muhr. „Besonders schlimm ist es für den Notarzt. Täglich beobachte ich, wie ein bis zwei Krankenwagen durchfahren wollen, aber für größere Fahrzeuge kein Platz zum Ausweichen bleibt“, sagt Deuschl.

Dagmar Irlinger (Grüne), Vorsitzende des Unterausschusses Mobilität, erklärt: Ziel des neuen Radlwegs sei es „die Gefahrenstellen einzudämmen“. Denn im Bereich der Kreuzungen wären für den Fahrradverkehr zu viele Passanten unterwegs gewesen.

„Langfristig soll auf den Straßen mehr Raum für Fahrradfahrer und weniger für Parkplätze geschaffen werden.“ Andreas Lorenz (CSU) verweist hingegen auf die Vielzahl alteingesessener Firmen, die Parkplätze benötigen.

Die Viertelpolitiker fordern nun auf Anraten von BA-Chef Markus Lutz (SPD) das Mobilitätsreferat dazu auf, Kurzzeitparken einzuführen. So sollen die Mitarbeiter der Glaserei sowie andere Firmen „die Fluktuation zwischen 8 und 18 Uhr nutzen“. Wann und wo kurzzeitiges Parken möglich wäre, kann das Mobilitätsreferat derzeit aber noch nicht beantworten.

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