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Grünes Pilotprojekt an Mobilitätsstationen in Isarvorstadt soll Beitrag zur Verkehrswende leisten

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Ein stationäres E-Lastenradsharing soll unter anderem an der Mobilitätsstation Zenettiplatz errichtet werden.
Ein stationäres E-Lastenradsharing soll unter anderem an der Mobilitätsstation Zenettiplatz errichtet werden. © Louisa Lettow

In der Isarvorstadt wurden Mobilitätsstationen eingerichtet, an denen sich Bürger Lastenräder leihen können. So sollen möglichst viele Bürger auf das Auto verzichten können.

Isarvorstadt Kinder und Hunde transportieren, den Wocheneinkauf erledigen oder städtische Dienstfahrten: Die Möglichkeiten, ein Lastrenradl mit Elektroantrieb zu nutzen, sind vielfältig. Nun will die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Initiative ergreifen und mehr E-Lastenräder auf die Münchner Straßen bringen.

In der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt stellte die Partei einen Antrag auf Einrichtung eines stationären E-Lastenrad Sharing im Umgriff der Mobilitätsstationen Am Glockenbach und Zenettiplatz. „Es handelt sich um ein Pilotprojekt, in dem die Stadt die Gelegenheit hat, zu evaluieren, wie sich das Mobilitätsverhalten der Menschen verändert wird“, sagte Claudia Lowitz, Sprecherin der Fraktion.

Die Münchner Mobilitätsstationen, an denen bereits Angebote wie Radverleihsystem, Radabstellmöglichkeiten, Car­sharing und E-Ladesäulen an einem Ort gebündelt werden, sollen den öffentlichen Nahverkehr ergänzen, damit verschiedene Verkehrsarten miteinander verkettet werden können. Ob das E-Lastenradsharing an der Mobilitätsstation über eine App mit der Vorbestelloption funktionieren werde, sei noch nicht festgelegt.

Lastenräder statt Autos: Weitere Stationen sollen folgen

Der Vorschlag, den Münchner Bürgern mehr E-Lastenräder zu Verfugung zu stellen, beruht auf der 2021 verabschiedeten Mobilitätsstrategie, die besagt: Mindestens 80 Prozent aller Wege in München müssen bis 2025 emissionsfrei zurückgelegt werden. „Ein dichtes Netz an E-Lastenrädern kann helfen, die Zahl der privaten Autos im Viertel zu reduzieren“, betonte Lowitz.

Weitere vorgeschlagene Standorte sind: Kapuzinerstraße/Ecke Geyerstraße, Dreimühlenstraße/Ecke Isartalstraße, Ehrengutstrasse Ecke Dreimühlenstraße, Poccistraße/Ecke Tumblingerstraße, Goetheplatz und Maistraße/Ecke Tumblingerstraße. Pro Station werde ein E-Lastenrad bereitgestellt. Bei einer Standortbegehung soll das Mobilitätsreferat überprüfen, ob ein bestehender Fahrradparkplatz umgewandelt werden kann oder ein Autostellplatz entfallen muss.

Raphael Draeger, aus dem Münchner Verein „Freie Lastenradl“ begrüßte die Idee und sagte: „Es ist absolut wichtig, dass wir mehr Lastenradsharing in München haben.“ Mehr Lastenräder als Alternative zum Auto bedeuten seiner Ansicht nach weniger schwere Unfälle, weniger Abgase und weniger Lärm.

Lastenräder statt Auto: Behindert mangelnde Radinfrastruktur das Vorhaben?

Die mangelnde Radinfrastruktur könne dem Projekt allerdings in die Quere kommen. Radwege, die gut mit Lastenrädern befahren werden könnten und dabei einen sicheren Abstand zum Auto-Verkehr gewährleisteten, müssten breiter sein. Es fehle außerdem an ausreichenden, und sicheren Abstellmöglichkeiten.

Um die Idee in die Tat umzusetzen, müssten die BA-Mitglieder dem Vorschlag in ihrer Sitzung am Dienstag, 27. September, zustimmen. Das Abstimmungsergebnis stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. Aber: „Der Antrag hat gute Aussichten auf eine Bewilligung, da er bereits im Unterausschuss einstimmig angenommen wurde“, sagte Lowitz im Vorfeld.

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