Märchenkönig auf Tauchgang

Feuerwehr zieht Büste von Ludwig II. aus der Isar ‒ Gastronom setzt Kopfgeld wegen Königs-Schändung aus

Eine Bronzestatue hatte am Samstag einen Feuerwehr-Einsatz in München ausgelöst.
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Eine Bronzestatue hatte am Samstag einen Feuerwehr-Einsatz in München ausgelöst.

Die Münchner Feuerwehr zog am Samstag eine Kupferbüste von Ludwig dem II. aus der Isar. Ein Königs-Fan hat jetzt eine Belohnung für Hinweise auf die Täter ausgesetzt.

  • Taucher der Münchner Feuerwehr zogen am Samstagnachmittag den „Kini“ aus der Isar.
  • Eine Kupferbüste von Ludwig dem II. hatte sich in das Wasser verirrt.
  • Die große Frage bleibt: Wer hat den Märchenkönig auf Tauchgang geschickt?

Update: 13. April 2021

War es gezielte Königs-Schändung? Diese Frage treibt Königs-Fan und Deutsche-Eiche-Wirt Dietmar Holzapfel um. Seitdem der gusseiserne Kopf von König Ludwig II. vergangenes Wochenende von seiner Stele am Cornelius­balkon gestoßen und morgens in der Isar gefunden wurde rätselt der bekannte Münchner Gastro­nom: „Der Kopf wiegt 40 Kilo, stand auf einer drei Meter hohen Marmorsäule. Da muss man gut klettern. Das war Absicht.“

Das Landeskriminalamt ermittelt seit dem Fund gegen Unbekannt, bestätigt ein Sprecher. „Da es sich um einen Kunstgegenstand handelt, wird diese Sachbeschädigung von uns untersucht. Der Kopf ist seit Montag in der Spurensicherung.“ Noch tappen die Kriminaler im Dunkeln.

Das Baureferat teilt auf Hallo-Nachfrage mit: „Es wird ein Restaurator beauftragt, der prüfen muss, ob die Büste Schaden genommen hat und ob eine Sanierung erforderlich ist.“ Zudem werde untersucht, ob sich die Büste gegen Vandalismus sichern lasse.

Um die Suche nach den Tätern zu beschleunigen, hat Holzapfel jetzt sogar eine Belohnung ausgelobt: „2000 Euro wäre es mir wert, wenn der oder die Täter gefunden werden.“

In München wurden auch mehrere Denkmäler beschädigt und Büsten gestohlen. Die Polizei nimmt drei Tatverdächtige fest und prüft Zusammenhang mit der Bronzebüste von König Ludwig II.

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„Da Kini“ in der Isar gesichtet - Feuerwehr muss Kupferbüste aus dem Wasser ziehen

Erstmeldung: 11. April 2021

München/Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt - Eine Kupferbüste von König Ludwig II. musste am Samstagnachmittag, 10. April, aus der Isar „gerettet“ werden - ganz klar ein Einsatz für die königlich bayerischen Taucher der Feuerwehr München.

München: Feuerwehr zieht Kupferbüste von Ludwig II. aus der Isar

Aufmerksame Sonnenanbeter hatten etwa zehn Meter vom Ufer entfernt den Kopf vom „Kini“ in der Isar entdeckt. Aufgrund der starken Strömung und der Tiefe der Isar an dieser Stelle, musste ein Taucher in den Fluss steigen. Nur mit großer Mühe gelang es dem Feuerwehrbeamten eine Schlinge um die etwa 40 Kilogramm schwere Büste zu legen. Mit vereinter Muskelkraft konnte Ludwig II. aus dem eher nicht standesgemäßen Gewässer wieder zurück auf die Corneliusbrücke - genauer gesagt auf den Isarbalkon unterhalb der Brücke - gebracht werden.

Eine Bronzestatue hatte am Samstag einen Feuerwehr-Einsatz in München ausgelöst.

München: Warum ging der „Kini“ in der Isar baden?

Im Anschluss übernahmen die Wachtmeister der Münchner Gendarmerie das Haupt des bayerischen Märchenkönigs. Wieso der „Kini“ in diesem Fall baden ging, kann von Seiten der Feuerwehr nicht beantwortet werden. Die Münchner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Berufsfeuerwehr München/kf

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