Bildungszentrum muss raus

Gebäude an der Sonnenstraße soll Hotel werden – Janusz Korczak Akademie braucht neue Räume in München

Das Janusz Korczak Haus, das Eva Haller mitgegründet hat, ist an der Sonnenstraße 8 beheimatet. Weil das Haus abgerissen werden soll, muss die Akademie einen neuen Standort finden.
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Das Janusz Korczak Haus, das Eva Haller mitgegründet hat, ist an der Sonnenstraße 8 beheimatet. Weil das Haus abgerissen werden soll, muss die Akademie einen neuen Standort finden.
  • Sophia Oberhuber
    vonSophia Oberhuber
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Der Münchner Standort der Europäischen Janusz Korczak Akademie muss seine Räumlichkeiten verlassen. Wie es nun mit der Bildungseinrichtung weitergeht.

Isarvorstadt - Janusz Korczak war Mediziner, Schriftsteller und vor allem Eines: ein Pädagoge, der sich bereits Anfang des 20. Jahrhunderts mit den Rechten von Kindern befasste. 1942 ermordeten ihn die Nationalsozialisten.

Knapp 70 Jahre später wurde die Europäische Janusz Korczak Akademie (EJKA) gegründet. Ihr Hauptsitz befindet sich an der Sonnenstraße 8. Doch das Gebäude soll nun abgerissen werden.

Die Räume der Akademie, die auch einen Standort in Berlin und Duisburg hat, sind dort auf insgesamt zwei Stockwerken angesiedelt. Neben Büros gibt es Platz für Workshops und Veranstaltungen. Über allem steht der Kampf gegen Rassismus, gegen Antisemitismus und für ein multikulturelles Miteinander. Es geht um Mitsprache, demokratische Bildung, informieren, aufklären.

Um diese Arbeit aufrechterhalten zu können, braucht die EJKA einen neuen Münchner Standort. Bevorzugt im Innenstadtbereich, bis 400 Quadratmeter, kein Luxus. Dass das kein leichtes Unterfangen darstellt, ist Eva Haller, Präsidentin und Gründungsmitglied der Akademie, klar.

Eva Haller hat das Janusz Korczak Haus mitgegründet und ist Präsidentin der Akademie.

„Wir finden etwas, und Punkt. Wir müssen etwas finden“, sagt sie. Ansonsten muss das Haupthaus der Bildungseinrichtung schließen. Daran möchte Haller nicht denken. Der Münchner Standort werde bleiben, da ist sie sich sicher.

Helfen sollen nun die Lokalgremien in der Innenstadt. Unter anderem will die Institution die Politiker in der Ludwigs- und Isarvorstadt, Schwanthalerhöhe und Maxvorstadt um Unterstützung bitten, so Haller.

Bis Dezember muss die EJKA ihren Standort an der Sonnenstraße räumen. In dem Gebäude soll zukünftig ein Hotel entstehen, wie der Eigentümer gegenüber der tz bestätigte.

soph

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