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40 Jahre Leerstand im Glockenbachviertel: CSU und Freie Wähler fordern Stadt München zum Handeln auf

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Von: Theresa Reich

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Fast ausgestorben ist es im Haus an der Geyerstraße 17.  Nur im Erdgeschoss bewirtet die Kneipe Geyerwally bisher noch Gäste.
Fast ausgestorben ist es im Haus an der Geyerstraße 17. Nur im Erdgeschoss bewirtet die Kneipe Geyerwally bisher noch Gäste. © Theresa Reich

40 Jahre Leerstand an der Geyerstraße: CSU und Freie Wähler fordern Stadt bei der „Schrottimmobilie“ im Glockenbachviertel zum Handeln auf. Der aktuelle Stand..

Isarvorstadt - Das Wohnhaus an der Geyerstraße 17 hätte schon mehreren Generationen ein Obdach bieten können, aber seit Jahrzehnten geht nichts voran. Die Stadtratsfraktion „CSU mit Freie Wähler“ will einen weiteren Verfall jetzt stoppen und fordert Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf, Stellung zu der „Schrottimmobilie“ zu nehmen. Er solle das Projekt zur „Chefsache“ machen.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Leerstand seit 40 Jahren: CSU und Freie Wähler fordern Stadt München zum Handeln auf

„Für einen 40 Jahre andauernden Leerstand gibt es keinen vernünftigen Grund. Wenn die Stadt es jahrzehntelang nicht schafft, mit den Eigentümern eine Lösung zu finden, hat die Öffentlichkeit das Recht, die Gründe dafür zu erfahren“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hans Theiss (CSU). Die Stadtverwaltung solle Informationen darüber geben, warum es mit dem Eigentümer seither keine Einigung gab und weshalb sie den Besitzer bisher nicht zum Bau verpflichten konnte.

Auch der zuständige Bezirksausschuss hat erneut auf den Missstand aufmerksam gemacht. „Es ist unverständlich und inakzeptabel, dass trotz herrschendem Wohnraummangel über Jahrzehnte hinweg ein Haus dem Verfall überlassen wird“, heißt es im Schreiben des Gremiums.

Leerstand im Glockenbachviertel: Planungsreferat informiert über aktuellen Stand

Dieter Reiter hat sich auf Hallo-Nachfrage nicht geäußert, sondern an das zuständige Planungsreferat verwiesen. Laut Sprecher Thorsten Vogel bestehe für die Immobilie lediglich ein positiver Vorbescheid für den Neubau zweier Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage und Autoaufzug, den die Stadt 2017 erteilt hat. Ein Bauantrag liege noch nicht vor. Der Vorbescheid wurde bereits auf Forderung des Eigentümers verlängert und gilt nun bis Ende Juni 2024.

„Aktuell wird seitens des Planungsreferates ein Beschlussentwurf für den Stadtrat vorbereitet“, erklärt Vogel gegenüber Hallo. Dieser werde voraussichtlich nach der Sommerpause vorgelegt. Die Fraktionen sollen dann über den baulichen Zustand informiert werden. Gleichzeitig will das Planungsreferat das weitere Vorgehen im Bezug auf Sanierung, Baugebot und Erwerb empfehlen. Warum es bei dem Projekt zu Verzögerungen kommt und welche strittigen Punkte zwischen Eigentümer und Verwaltung ausgehandelt werden, darüber könne die Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen.

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