Vorteil für die Tiere

Bye, Bye Flamingos ‒ Warum Münchner die Vögel im Tierpark Hellabrunn für längere Zeit nicht mehr sehen werden

Flamingos im Zoo
+
Die Flamingos im Tierpark Hellabrunn bekommen bessere Haltungsbedingungen durch eine Übernetzung der Anlage. (Symbolbild)

Arbeiten an der Flamingo-Anlage im Tierpark Hellabrunn sollen die Haltungsbedingungen der Vögel in München verbessern. Die Tiere ziehen derweil um.

  • Neue Übernetzung für Flamingo-Anlage im Tierpark Hellabrunn.
  • Dadurch soll die Haltungsbedingungen der Vögel verbessert werden.
  • Die Münchner werden die Tiere bis Frühjahr 2022 nicht mehr zu sehen bekommen.

Die Flamingo-Anlage im Tierpark Hellabrunn bekommt eine neue Übernetzung. Die Arbeiten beginnen Ende dieser Woche, daher werden die Vögel bis zum Frühjahr 2022 nicht mehr für die Münchner zu sehen sein. Durch die Übernetzung soll das Tiermanagement vereinfacht und die Haltungsbedingungen zeitgemäß angepasst werden.

Am kommenden Donnerstag (16. September) werden die Hellabrunner Flamingos in eine Interimsunterbringung hinter den Kulissen umziehen. Künftig wird die Anlage der 100 Flamingos am Auer Mühlbach komplett übernetzt sein.

Bessere Haltungsbedingungen für Flamingos im Tierpark Hellabrunn - Vögel bis Frühjahr 2022 nicht zu sehen

Laut Tierpark Hellabrunn bringt die Übernetzung Vorteile für die Tiere:

Vögel in menschlicher Obhut dürfen seit einigen Jahren nur noch in Ausnahmefällen die Schwungfedern gestutzt werden, um die Flugfähigkeit einzuschränken. Rein theoretisch ist das Stutzen ähnlich zum Haare- oder Nagelschneiden beim Menschen, da dort keine Nerven verlaufen. In Hellabrunn habe man dennoch nach Alternativen gesucht.

Der Versuch, die Flamingo-Anlage – ähnlich wie die Anlage der Pelikane – mit einer Seilkonstruktion zu überspannen, habe nicht funktioniert. Grund dafür war, dass die Flamingos zum einen wesentlich weniger Gewicht und einen filigraneren Körperbau als Pelikane haben und zum anderen steiler anfliegen – sodass sie zwischen den Seilen durchfliegen konnten.

Schlussendlich habe sich der Tierpark für eine komplette Übernetzung entschieden, erklärt Lena Bockreiß, als Kuratorin in Hellabrunn unter anderem zuständig für die Flamingos.

Dies bringt auch den Vorteil, dass die Vögel geschützter vor Eindringlingen von außen, wie beispielsweise Füchsen, sind. Auch bei einem drohenden Unwetter – was für Flamingos aufgrund ihrer zierlichen Statur bereits durch herumfliegende oder herabfällende Äste gefährlich werden kann – sind die Vögel auf ihrer Anlage geschützt und müssen nicht mehr ins Haus gebracht werden.

Lena Bockreiß

Bedingt durch die Arbeiten muss der Flamingo-Eingang an manchen Tagen im Herbst und Winter geschlossen bleiben. Der Zugang zum Tierpark wird jedoch wie gehabt über den Isar-Eingang möglich sein.

Tierpark Hellabrunn/jh

Auch interessant:

Meistgelesen

Hier wird der Schulweg zur Tort(o)ur
München Süd
Hier wird der Schulweg zur Tort(o)ur
Hier wird der Schulweg zur Tort(o)ur
Wegen Personalmangel – Hort kündigt Kindern
München Süd
Wegen Personalmangel – Hort kündigt Kindern
Wegen Personalmangel – Hort kündigt Kindern
Endlich! Die Alte Utting wird eröffnet
München Süd
Endlich! Die Alte Utting wird eröffnet
Endlich! Die Alte Utting wird eröffnet
Neues Zuhause für AWO-Werkstatt – Platz für 45 Beschäftigte mit seelischen Behinderungen
München Süd
Neues Zuhause für AWO-Werkstatt – Platz für 45 Beschäftigte mit seelischen Behinderungen
Neues Zuhause für AWO-Werkstatt – Platz für 45 Beschäftigte mit seelischen Behinderungen

Kommentare