Ein Wohnturm für Fürstenried

Pläne für Wohnturm in Fürstenried – Bürgerinitiative zeigt sich unzufrieden

An der Neurieder Straße 4 bis 12 sollen zwei neue Gebäude entstehen – eines davon mit einer Höhe von knapp 54 Metern.
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An der Neurieder Straße 4 bis 12 sollen zwei neue Gebäude entstehen – eines davon mit einer Höhe von knapp 54 Metern.

In Fürstenried gibt es Pläne für einen neuen Wohnkomplex. Die Pläne umfassen einen 17-stöckigen Wohnturm. Eine Bürgerinitiative kritisiert die Pläne scharf.

  • In Fürstenried soll ein 17-stöckiger Wohnturm entstehen
  • Bürgerinitiative stellt sich gegen die Pläne
  • Bezirksausschuss weist Kritik zurück

Statt einer brachliegenden Fläche könnte die Neurieder Straße auf Höhe der Hausnummern 4 bis 12 bald ein Gebäudekomplex mit bis zu 17 Stockwerken säumen. Für das Vorhaben hat die Stadt jetzt einen Vorbescheid erteilt. Die Bürgerinitiative (BI) „Pro Fürstenried“ ist entsetzt.

„Der betroffenen Bevölkerung wird ein neues Hochhaus am Rande ihres Wohnquartiers vor die Nase gesetzt. Fürstenried nähert sich den Zuständen in Neu-Perlach nach dem Bau während der 70er-Jahre“, heißt es in einem Artikel zum Thema, den die Bürgerinitiative auf ihrer Website veröffentlicht hat.

„Nach nahezu zweijährigem Stillstand und ohne öffentliche Verlautbarungen“ sei nun entschieden, dass „künftig nach den Plänen eines Investors und williger städtischer Planungsbehörden, abgesegnet durch den Münchner Stadtrat und den Bezirksausschuss, ein ‚Wohnturm‘ entstehen“ werde.

Plan für Wohnturm in Fürstenried stößt bei Bürgerinitiative auf Kritik

Auf dem Areal sind laut Susanne Büning, Sprecherin der zuständigen Planer „Steidle Architekten“, 143 Wohnungen mit Kinderkrippe und Tiefgarage vorgesehen. Der Vorbescheid bezieht auch das angrenzende Grundstück mit der Hausnummer 14 mit ein. Im Amtsblatt der Stadt München ist für das komplette Areal von insgesamt 177 Wohneinheiten die Rede. Demnach sollen auch Gewerbeflächen und Arztpraxen entstehen.

Die Kritik der BI, es habe zu wenig Bürgerbeteiligung stattgefunden, weist BA-Vorsitzender Ludwig Weidinger (CSU) im Hinblick auf die gesetzlichen Vorgaben zurück: „Paragraph 34 Baugesetzbuch sieht keine Bürgerbeteiligung vor.“ Die Pläne zum Bauwerk habe der BA der Bürgerinitiative außerdem zukommen lassen, gegen das Höhenprofil des Gebäudes hatte sich das Gremium bereits in der Vergangenheit ausgesprochen.

Das Vorhaben an der Neurieder Straße wurde der Stadt erstmals vor fünf Jahren vorgestellt.

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