Bange Blicke zur Bühne

Hallo schaut hinter die Kulissen des neuen Volkstheaters am Viehhof

Das runde Bullauge erstreckt sich über den erdgeschossigen Eingangsbereich sowie den Flur im ersten Stock.
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Das runde Bullauge erstreckt sich über den erdgeschossigen Eingangsbereich sowie den Flur im ersten Stock.
  • VonTheresa Reich
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Das Volkstheater zieht in den Neubau im Viehhof-Areal. Hallo-München dufte sich vorab schonmal auf der Baustelle umschauen. So sieht es hinter den Kulissen aus.

Baupläne liegen ausgebreitet auf der Garderoben-Theke des neuen Volkstheaters. Wo hier und da noch lose Kabel von der Decke hängen, bringen zwei Elektriker balancierend auf Leitern die letzten Lampen im Restaurant an. Hinter der Bühne stapeln sich Kartons, vollgepackt mit Requisiten. Das Volkstheater zieht gerade von der Maxvorstadt, Brienner Straße 50, in einen Neubau ins Viehhof-Areal um. Hallo durfte sich die Räumlichkeiten schonmal ansehen.

Hallo schaut hinter die Kulissen des neuen Volkstheaters am Viehhof

Zusammen mit technischem Leiter Carsten Lück und Architekt Arno Lederer hat Intendant Christian Stückl das neue Volkstheater geplant.
Zusammen mit technischem Leiter Carsten Lück und Architekt Arno Lederer hat Intendant Christian Stückl das neue Volkstheater geplant.  © Theresa Reich
Das runde Bullauge erstreckt sich über den erdgeschossigen Eingangsbereich sowie den Flur im ersten Stock.
Das runde Bullauge erstreckt sich über den erdgeschossigen Eingangsbereich sowie den Flur im ersten Stock.  © Theresa Reich
Das Foyer wurde auf Wunsch des Architekten Arno Lederer nach Goehtes Farbenlehre gestaltet. Wie er auf die Idee kam, bleibt bis heute sein Geheimnis.
Das Foyer wurde auf Wunsch des Architekten Arno Lederer nach Goehtes Farbenlehre gestaltet. Wie er auf die Idee kam, bleibt bis heute sein Geheimnis.  © Theresa Reich
Der Blick auf die große Bühne. Die etwa 600 Sitze sind noch in schützende Plastiktüten verhüllt.
Der Blick auf die große Bühne. Die etwa 600 Sitze sind noch in schützende Plastiktüten verhüllt.  © Theresa Reich
Die Seitenwände des großen Saals verzieren Lampen, die in Blumentöpfen stecken.
Die Seitenwände des großen Saals verzieren Lampen, die in Blumentöpfen stecken.  © Theresa Reich
Die Bühne kann in kürzester Zeit zwischen 3 Kulissen wechseln, die über Schächte ins unterirdische Lager fahren.
Die Bühne kann in kürzester Zeit zwischen 3 Kulissen wechseln, die über Schächte ins unterirdische Lager fahren.  © Theresa Reich
Die höhenverstellbare „Große Bühne“ wird hinter Intendant Christian Stückl noch zusammengebaut.
Die höhenverstellbare „Große Bühne“ wird hinter Intendant Christian Stückl noch zusammengebaut.  © Theresa Reich
Die geschwungene Treppe führt die Besucher in den ersten Stock, wo sich die kleine Probebühne mit Platz für etwa 100 Zuschauern befindet.
Die geschwungene Treppe führt die Besucher in den ersten Stock, wo sich die kleine Probebühne mit Platz für etwa 100 Zuschauern befindet.  © Theresa Reich
Der Blick über den Balkon vom Neubau zum denkmalgeschützten Altbau. Hier hatten ursprünglich die Viehhändler ihre Büros.
Der Blick über den Balkon vom Neubau zum denkmalgeschützten Altbau. Hier hatten ursprünglich die Viehhändler ihre Büros.  © Theresa Reich
Im Altbau befinden sich heute Intendanz, künstlerische Leitung mit Dramaturgie, sowie Theaterwohnungen und sogar eine eigene Kita.
Im Altbau befinden sich heute Intendanz, künstlerische Leitung mit Dramaturgie, sowie Theaterwohnungen und sogar eine eigene Kita.  © Theresa Reich
Die Masken der Requisitenabteilung sind schon umgezogen.
Die Masken der Requisitenabteilung sind schon umgezogen.  © Theresa Reich
In der Theater-Schreinerei sind die Affen los.
In der Theater-Schreinerei sind die Affen los. © Theresa Reich
Bisher sieht es noch ziemlich leer aus in der Schneiderei. Zwei Nähmaschinen sind schon umgezogen.
Bisher sieht es noch ziemlich leer aus in der Schneiderei. Zwei Nähmaschinen sind schon umgezogen.  © Theresa Reich

Auf drei Aufführungsflächen können künftig Theatervorstellungen inszeniert werden. Der Hauptsaal mit Orchestergraben bietet Platz für etwa 600 Zuschauer. „Die große Bühne wurde so geplant, dass alles technisch schnell auf- und wieder abgebaut werden kann“, so Schauspieler und Theatersprecher Frederik Mayet. Wie bei einem Aufzug, können die Bühnenbilder in ein unterirdisches Lager gefahren werden. Auch der 27 Meter hohe Turm, direkt über der Bühne, dient dem schnellen Kulissenwechsel.

Das neue Volkstheater im Viehhof: Wird es rechtzeitig fertig?

Neben der Probebühne, steht den Künstlern auch eine multifunktionale Spielfläche zur Verfügung. Sie ist ausgestattet mit einem integrierten Schubladensystem, für den zügigen Auf- und Abbau von Stuhlreihen. „Der Umbau von Stühlen ist sehr zeitaufwendig. So bekommen wir schnell den Saal leer“, erklärt Intendant Christian Stückl. In jeder Ecke kann so die Bühne stehen, denn auch die Beleuchtungsbrücken sind verschiebbar. „Hier passen entweder 250 Sitz- oder 400 Stehplätze rein“. Im backsteinroten Neubau sind Verwaltungsräume, Requisitenabteilung, Schneiderei und Schreinerei, wie auch die Tonabteilung mit Tonstudio untergebracht.

Intendanz, die künstlerische Leitung mit Dramaturgie, sowie Theaterwohnungen und sogar eine eigene Kita befinden sich im denkmalgeschützten Altbau, wo ursprünglich Büros für Viehhändler waren. Die größte Angst des Intendanten, „dass das Theater nicht pünktlich fertig wird“, bewahrheitet sich nach aktuellem Stand nicht. Das 150 Millionen teure Bauprojekt liegt im Zeitplan. „Wir werden am 15. Oktober eröffnen“, so Stückl. Alle zeitlichen Puffer seien durch Quarantäne-Maßnahmen aufgebraucht. Schon ab nächster Woche beginnen die etwa 50 Künstler mit den Proben im neuen Volkstheater.

„Ob die große Bühne so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben, wird sich erst bei der Premiere zeigen“, so Mayet. Tatsächlich wird an der großen Hauptbühne noch gearbeitet. „Uns bleibt bis zur Eröffnung nicht viel Zeit, das Haus kennenzulernen“, sagt Mayet.

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