Denkmalschutz

BA Forstenried will Neubau in historischem Dorfkern verhindern

Forstenried
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Der Blick in den historischen Ortskern: Das gelbe Haus soll durch einen größeren Neubau ersetzt werden.
  • VonTheresa Reich
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Die Firma Better Real Estate hat einen Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus im Ortskern Forstenried gestellt. Der BA will dies verhindern - für den Denkmalschutz.

Den geschützten Dorfkern vor „einem neuen Schandfleck bewahren“, das möchte Hannelore Prechtel (SPD), Mitglied im BA 19. Mit dem Verein Freunde des Ortskerns Forstenried, deren Vorsitz Prechtel hat, setzt sie sich gegen einen Bauantrag ein, der im April bei der Lokalbaukommission (LBK) eingereicht wurde.

Der Entwurf von der Firma Better Real Estate sieht auf dem Grundstück der Herterichstraße 173 einen Neubau vor: Ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten sowie ein angeschlossenes Einfamilienhaus mit Tiefgarage. Die Fläche befindet sich im geschützten Dorfkern-Ensemble. In einem kürzlich eingereichten Antrag fordert Prechtel mit dem Verein den BA zum Handeln auf.

Hannelore Prechtel (SPD) ist Mitglied im BA 19 und möchte den Neubau verhindern.

Sorgen um Neubau: BA Forstenried will denkmalgeschützte Gebäude im Ortskern schützen

In der jüngsten BA-Sitzung standen die Baupläne nun auf der Tagesordnung. Einstimmig haben sich die Lokalpolitiker gegen das Bauvorhaben ausgesprochen. Laut BA-Stellungnahme sollen sich die Denkmalschutzbehörden mit dem „kritischen Bauantrag“ befassen, um einen „nachhaltigen Schaden für den Ortskern Forstenried“ zu vermeiden.

Die größte Sorge des BA: Angrenzende denkmalgeschützte Gebäude, könnten vom „viel zu massiv geplanten“ Neubau optisch erschlagen werden. Die beantragten Gauben und Balkone seien „gebietsuntypisch“, heißt es. Die Politiker befürchten, dass es bei Baugenehmigung zu einer „Streichung des Ensembles aus der Denkmalliste“ kommen könnte.

Sebastian Utz von Better Real Estate betont, dass die Planungen in Absprache mit dem Denkmalamt verliefen. „Mit der holzverkleideten Fassade und dem Satteldach geben wir uns große Mühe, um den Ortskern zu erhalten“, so Utz. Die geplante Höhe des Baus sei gemäß des Baugesetzbuches identisch zu den angrenzenden Häusern. Zur Zeit wird der Antrag geprüft. Ob der Neubau die Bedeutung des Schutzensembles schmälert, konnte weder die LBK noch das Denkmalamt zum jetzigen Zeitpunkt einschätzen.

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