Vom Versuch zum Dauer-Radlweg

Bezirksausschüsse fordern, die „Pop-Up-Bike-Lane“ in der Zweibrückenstraße zu erhalten

Neben der Zweibrückenstraße hatte die Stadt im Sommer auch auf der Elisen-, Theresien-, Gabelsberger- und Abschnitten der Rosenheimer Straße die gelben vorrübergehenden Rad-
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Neben der Zweibrückenstraße hatte die Stadt im Sommer auch auf der Elisen-, Theresien-, Gabelsberger- und Abschnitten der Rosenheimer Straße die gelben vorrübergehenden Rad- wege markiert.

Die „Pop-Up-Bike-Lane“ in der Zweibrückenstraße soll bleiben. Weitere BAs schließen sich der Forderung aus der -Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt in München an.

Der gelbe Streifen in der Zweibrückenstraße soll bleiben, zumindest wenn es nach dem Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (BA 2) geht. Der Bezirksausschuss hatte in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich gefordert, die „Pop-Up-Bike-Lane“ so lange zu erhalten, bis die Straße im Zuge des Umbaus der Ludwigsbrücke – inklusive Radspur – neu strukturiert wird.

„Die Pop-Up-Bike-Lane hat sich bewährt. Sie führt zu wenig Mehrbelastung für die Autos und mehr Qualität für Radlfahrer“, erläuterte BA-Mitglied und Stadtrat Paul Bickelbacher (Grüne) den Antrag.

Paul Bickelbacher.

Auch der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel hat sich dafür ausgesprochen, die Bike-Lane dauerhaft zu erhalten. „Mit der Einführung des Pop-Up-Radweges ist die Situation vor allem hinsichtlich des Sicherheitsaspekts deutlich besser geworden“, heißt es in einem mehrheitlich verabschiedeten Papier.

Pop-Up-Bike-Lane in München während der Corona-Pandemie

Die Stadt hatte Ende Juni auf fünf Straßen temporäre Radwege eingeführt, um auf den starken Radverkehr während der Corona-Pandemie zu reagieren. Geplant war, die Wege Ende Oktober zu demontieren.

Martin Ruckert (CSU) aus dem BA 2 äußerte Kritik an dem Antrag der Fraktion Grüne-Rosa Liste: „Man kann einen Versuch zur Farce machen, wenn man vor einer Evaluierung sagt, den Versuch auf Dauer einrichten zu wollen.“ Natürlich habe die Bike-Lane Vorteile, aber „damit tut man sich keinen Gefallen“, führt Ruckert weiter aus.

Benoît Blaser (Grüne), Vorsitzender des BA, verwies darauf, dass in der Zweibrückenstraße im Zuge der Sanierung der Ludwigsbrücke eine Fahrspur zugunsten eines Radweges wegfallen soll. „Wir wissen sowieso, dass eine dauerhafte Lösung kommen wird.“

Die Auswertung des Verkehrsversuches wird am Mittwoch, 28. Oktober, im Mobilitäts- und Planungsausschuss des Stadtrates vorgestellt. Wie Melanie Staudinger, Sprecherin der SPD, bestätigt, werden sich die Sozialdemokraten entsprechend der ursprünglichen Pläne für die Beendigung des Versuches aussprechen. Zusammen mit CSU und Bayernpartei/FDP käme die SPD auf 14 von 23 Stimmen im Ausschuss und damit zu einer Mehrheit.

Aber auch wenn die Entscheidung Pro-Bike-Lane ausfallen sollte: Stadtrat Bickelbacher teilt mit, dass eine Erhaltung des Radweges in der Zweibrückenstraße seiner Informationen nach voraussichtlich nur bis Ende Februar möglich ist. Dann wird der Platz für eine Baustelle an der Tramhaltestelle benötigt.

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