AWO ConceptLiving

Neues Zuhause für AWO-Werkstatt – Platz für 45 Beschäftigte mit seelischen Behinderungen

Genug Platz zum Werkeln: 45 Beschäftigte der AWO ConceptLiving können in der neu gebauten Hauptwerkstatt in Obersendling ihren Jobs nachgehen. 
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Genug Platz zum Werkeln: 45 Beschäftigte der AWO ConceptLiving können in der neu gebauten Hauptwerkstatt in Obersendling ihren Jobs nachgehen. 

Die AWO hat schon seit Jahren ein Konzept für psychisch behinderte Menschen. Allerdings gab es immer wieder Schwierigkeiten eine richtige Bleibe zu finden. Das wird sich nun ändern...

  • Die AWO-Werksatt zieht nach Obersendling um.
  • 45 Beschäftigte mit seelischen Behinderungen können ihrer Arbeit in der neuen Werkstatt nachgehen.
  • Was für die neue Werkstatt alles geplant ist...

Obersendling – Der Türöffner an der Blieskastelstraße 14 macht noch Probleme, neben den Radlständern lehnen Absperrgitter. Die neue Werkstatt der AWO (Arbeiterwohlfahrt) ConceptLiving für psychisch behinderte Menschen ist teils noch eine Baustelle. 

Das Konzept aber gibt es seit 2013 – und findet jetzt nach Jahren der Zwischenmiete eine richtige Heimat. Und so ist auch die Cafeteria schon fertig eingerichtet, auf der riesigen Terrasse sollen Veranstaltungen stattfinden und die EDV-ler haben als erste Arbeitsgruppe die Räume bezogen. 

„Eigentlich wollten wir schon im Sommer einziehen. Es haben aber noch Feinabstimmungen gefehlt. Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Geschäftsführerin und Einrichtungsleiterin, Karin Häringer.

Geschäftsführerin und Einrichtungsleiterin, Karin Häringer.

Von der Hauptwerkstatt, die bisher in Moosach angesiedelt war, mit zwölf Werkstattplätzen geht es nun nach Obersendling. Bis zum Herbst sollen alle Arbeitsgruppen in den Neubau an der Blieskastelstraße gezogen sein. 

Dort ist genug Raum für 45 Beschäftigte, die „Werkstattbedarf“ haben, wie es Häringer nennt. Also „Menschen mit seelischen Behinderungen, die sich auf dem ersten Arbeitsmarkt schwer tun.“ 

Die Betroffenen werden von der Agentur für Arbeit an die AWO ConceptLiving verwiesen. Viele hätten eine Ausbildung in ihrer Vita, wären aber wegen einer psychischen Krankheit aus dem Arbeitsmarkt ausgeschieden. 

„Die Herausforderung und zugleich das Ziel ist, die Menschen nach ihrem Leistungswillen und ihren Interessen adäquat einzuschätzen“, erläutert die Werkstattleiterin. 

So hat die AWO ConceptLiving eine eigene Brauerei, ein Café, bietet Jobs im EDV- oder Hauswirtschaftsbereich. „Die Werkstatt ist keine Einbahnstraße und auch keine Endstation“, so Häringer. Sie sei vielmehr ein Angebot, das langfristig für betroffene Menschen zur Verfügung stehe. 

soph

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