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Mein Viertel ist...

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Glücklich am Glockenbach: So sehen Schüler ihre Isarvorstadt

Isarvorstadt Ein paar Schritte bis zum Ufer der Isar, nur wenige Meter bis ins Stadtzentrum – die Isarvorstadt ist wegen ihrer kurzen Wege beliebt. Auch für Jugendliche scheint die Nähe zum Freizeitidyll und das pulsierende Leben eines Großstadtviertels äußerst attraktiv zu sein. Diesen Schluss lassen zumindest die überwiegend positiven Einschätzungen von Schülern der Wittelsbacher Hauptschule zu, die in „Hallo München“ erklären, was „ihr“ Viertel zum „angesagten“ Stadtteil macht. Aber die Isarvorstadt ist mehr als nur Party-Viertel und bunter Farbtupfer: Gerade junge Familien schätzen das Wohnen entlang des Glockenbachs. Und mit den Familien kommen die Kinder: Etwa 4600 Münchner unter 18 Jahren leben derzeit im zweiten Stadtbezirk (Isar- und Ludwigsvorstadt) und machen ihn somit auch zu einem Viertel der Jugend. Für uns haben die acht Jugendlichen Schilder gebastelt, um ihrer Heimat eine Liebeserklärung zu machen – und ohne viele Worte darzustellen, was sie besonders an „ihrem“ Viertel mögen. Sie scheinen sich in der Isarvorstadt richtig wohl zu fühlen... Michael Stark ... dort, wo alle hin wollen Die Isarvorstadt ist einfach total angesagt, besonders bei Jugendlichen. Dieser Meinung ist jedenfalls Getano (13). „Viele Jungs kommen zum Fußballspielen zu uns ins Viertel“, weiß der Siebtklässler. Er selbst spielt meist am Roecklplatz – auf einem großen Autoparkplatz, mit Laternen als Torpfosten. Die Improvisation stört jedoch nicht. „Freunde sagen mir immer, wie toll sie es bei uns finden. Unser Viertel ist einfach überall sehr beliebt“, meint der Schüler stolz. ... fast stressfrei „Hier sind immer alle sehr freundlich“, sagt Serengül (15) über ihr Viertel. Aber nicht nur von den Menschen aus der Nachbarschaft ist die Schülerin begeistert: Die kurzen Wege und die zentrale Lage der Isarvorstadt findet sie spitze – ins Zentrum ist es etwa nur ein Katzensprung. Auch in ihrer Schule ist sie immer schnell. „Da brauche ich morgens nicht so früh aufzustehen. Das ist richtig gemütlich.“ Wenn es im Alltag doch einmal stressiger geworden ist, entspannt sie an der Isar oder am Glockenbach. „Dort sitze ich gerne im Gras.“ ... ein Spaßgarant Ob das Kino am Goetheplatz, der Bolzplatz am Glockenbach oder die Theresienwiese zum Skaten – Fabian (13) findet die Freizeitmöglichkeiten in seiner Umgebung super. Und sein Viertel deshalb klasse. „Ich habe hier viele Freunde, mit denen ich mich auch immer spontan treffen kann.“ Der Siebtklässer schätzt das Wohnen in der Stadt: „Alles ist hier sehr eng beieinander, deswegen ist man überall auch schnell da.“ ... nie öde „Hier wird es nie langweilig“, meint Fatma (13). Wenn man Freunde treffen wolle, brauche man sich noch nicht einmal verabreden. „Ich gehe einfach zum Glockenbachspielplatz, da trifft man immer jemanden.“ Die Stimmung im Viertel sei extrem gut, sagt die Schülerin. „Die Menschen hier sind nett, hilfsbereit und nicht so aggressiv.“ ... der Grund für Heimweh „Hier bin ich geboren, hier kenne ich mich aus“, sagt Darius (12) über „seine“ Isarvorstadt. Verreist der Schüler, kommt sehr schnell Heimweh auf, gesteht er. „Hier ist mir nicht alles fremd, auf den Straßen sieht man überall bekannte Gesichter.“ Er selbst ist auch schon im Viertel bekannt, wird etwa von der Verkäuferin im Drogeriemarkt immer angesprochen. „Die kennt mich und meine Freunde beim Namen.“ ... arm an Jugend „Hier müssten mehr Jugendliche in meinem Alter sein“, wünscht sich Hoa (12). In der Isarvorstadt lebten zu viele kleine Kinder, meint der Schüler. Früher habe er noch viele Altersgenossen um sich herum gehabt, aber ein paar Kinder seien im Laufe der Zeit weggezogen, etwa nach Moosach. „Jetzt fehlt hier das Leben, es fehlen Leute, die toben“, klagt er. Früher in der Grundschule sei viel mehr los gewesen als heute. ... nicht zu toppen Amelie (12) kann sich keinen schöneren Ort zum Leben vorstellen, als die Straßen zwischen Isar und Theresienwiese. „Hier gibt es coole Jugendtreffs mit coolen Erwachsenen“, meint die Schülerin. An den nahen Ufern der Isar lasse sich wunderbar „chillen“, aber der Trubel und das Leben der Innenstadt seien trotzdem nah – so wie es junge Menschen bräuchten. ... spannend und macht neugierig „Hier leben so viele Menschen aus verschiedenen Ländern“, schwärmt Leina (12) vom Glockenbachviertel. Sie selbst kommt aus Kroatien und genießt das Leben inmitten verschiedenster Kulturen. „Es ist kein Problem, sich an andere zu gewöhnen. Das ist eher spannend“, sagt die Schülerin. Im Gedächtnis geblieben ist ihr etwa eine türkische Hochzeit. „Andere Tänze, andere Musik – das war interessant zuzuschauen.“

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