Zweifacher Nachwuchs bei den Alpensteinböcken im Tierpark Hellabrunn

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OB eingeschaltet

Mülleimer oder Werbetafel? – Diese Eistüte erhitzt die Gemüter

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Robert Maier-Kares ist sauer: „Wenn ich vor einer Eisdiele stehe, warum brauche ich dann noch eine Werbung für Eis.“

Eine bunte Eistüte sorgt für Furore: Laut Bezirksinspektion diene sie als Werbung und müsse deshalb entfernt werden. Eisdielen-Chef Robert Maier-Kares bezeichnet das als „kleinbürgerlich spießig“. 

Isarvorstadt – „Ohne Worte“ oder „typisch Amt“ sind zwei der Reaktionen auf den Facebook-Beitrag von Robert Maier-Kares, Chef der Eisdiele Eismeer, zum Drama um einen Mülleimer: Das Geschäft in der Pestalozzistraße wurde nun zum zweiten Mal abgemahnt, weil auf der Freischankfläche ein Mülleimer in Form einer Eistüte steht. In der letzten Konsequenz könnte das laut Maier-Kares zu einem Entzug der Freischankfläche führen.

„Es geht seit zwei Jahren immer wieder hin und her“, klagt der 47-Jährige. Laut einem Schreiben der Bezirksinspektion Mitte handle es sich bei dem Eistüten-Mülleimer um einen „Kundenstopper“, da er allgemeine Werbung für Eis mache. 

„Was soll ein Mülleimer für eine Werbung sein? Das ist bürokratendeutsch, idiotisch und kleinbürgerlich spießig“, entgegnet Maier-Kares. Klassische, niedrige Mülleimer kämen vor einer Eisdiele nicht infrage: „Wir haben Wespenzeit und die Kleinkinder fassen sonst rein.“

Klassische Mülleimer würden geduldet

Die Bezirksinspektion Mitte schlägt laut Johannes Mayer, Sprecher des KVR, vor, den Mülleimer durch einen klassischen Behälter auszutauschen: Bei Kontrollen würden diese immer geduldet, „da es natürlich sinnvoll ist, dass der Müll noch vor Ort ordnungsgemäß entsorgt werden kann“, so Mayer. 

Maier-Kares sieht das anders: „Mir wurde wortwörtlich gesagt, dass Mülleimer in München grundsätzlich verboten sind.“

Auch BA und OB sind eingeschaltet

Mit der Thematik beschäftigte sich auch der BA Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt in seiner jüngsten Sitzung. Die SPD stellte einen entsprechenden Antrag: „Die Stadt möge dafür sorgen, die Voraussetzungen zu schaffen, dass Gastronomen auf ihren Freischankflächen beziehungsweise vor ihren Lokalen freiwillig Behältnisse aufstellen dürfen, um Müll besser entsorgen zu können.“ 

Demnach beklagten Wirte bei einem Treffen, dass es ihnen nicht gestattet sei, selbst Müllbehälter aufzustellen und so für eine sauberere Straße zu sorgen. Das sei im Moment durch die aktuellen Verwaltungsvorschriften nicht gestattet. Dies wurde laut Begründung des Antrags auch vom Vertreter der Bezirksinspektion Mitte so bestätigt. Das Gremium entschied sich dazu, die Bezirksinspektion zur Klärung des Sachverhalts in einen Unterausschuss einzuladen.

Am Donnerstag, 5. Juli, hat sich OB Dieter Reiter bei der Eisdiele angekündigt. Auch BA-Chef Andreas Klose (Rosa Liste) will das Thema bei der nächsten BA-Vorsitzenden-Sitzung ansprechen.

Sophia Oberhuber

Mülleimer

bedeutet nicht, dass der Wirt alles tun kann, was er möchte. Auf der Fläche ist neben Tischen, Stühlen, Sonnenschirmen, Heizstrahlern, Speisekartenständern und Pflanztrögen sonstiges Mobiliar grundsätzlich nicht zugelassen“, so Mayer.

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