So geht´s jetzt weiter

Isarbad: Neues Konzept im Gespräch – Die Entscheidung ist gefallen

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Sie kämpfen für ein Isarbad (von oben): Ulrike Bührlen (Isarlust), Johannes Titze (Bauingenieur), Veit Hesse (MTV) und Benjamin David (Isarlust). Auf den Tafeln sind die ersten Visualisierungen zu den möglichen Badeinseln in der Isar zu sehen.

Ein langes Lied: Die Isar soll für Münchner attraktiver gemacht werden. Ein Verein hat deshalb jetzt eine neue, wesentlich günstigere, Möglichkeit für das viel diskutierte Isarflussbad vorgestellt.

Isarvorstadt – Die Isar soll den Innenstädtlern zugänglicher gemacht werden: Schon seit Jahren werden deshalb Pläne für ein Isarflussbad diskutiert (Hallo berichtete). Am Mittwoch könnte der Stadtrat dafür grünes Licht geben – oder die Idee final ablehnen. Der Verein Isarlust stellte nun ein weiteres – wesentlich günstigeres – Konzept vor.

Update 27. Juni:

Der Stadtrat entschied am Mittwoch, 26. Juni, das neue Konzept des Vereins Isarlust für ein Isarflussbad prüfen zu lassen (wie tz berichtete). Grüne und CSU stimmten einem entsprechenden Antrag der FDP zu. Die SPD lehnt ein Flussbad weiterhin ab. 

Erstmeldung 26. Juni:

Ginge es nach Benjamin David, Initiator der Idee des Isarbades und Vorsitzender von Isarlust, könnten Münchner bereits nächsten Mai ihre ersten Bahnen im kühlen Isar-Nass ziehen. 

Schwimmende Isar-Inseln könnten die Lösung sein

Entgegen der Vorschläge des Baureferates, die ein Gebäude vorsehen, entwickelte Wasserbauingenieur Johannes Titze die Idee von schwimmenden Badeflößen, genannt River Islands: „Schwimmende Badeplattformen in Dreiecksform sorgen dafür, dass kein Treibzeug hängenbleibt. Sie stellen außerdem keine Hindernisse bei Hochwasser dar“, so Titze. 

Zwischen Reichenbachbrücke und Ludwigsbrücke könnte man sich dann auf den zwei hölzernen etwa 150 Quadratmeter großen „Inseln“ sonnen und in der innerstädtischen Isar schwimmen.

Unterstützung findet das Isarbad beim Sportverein MTV: „Wir waren für die Idee Feuer und Flamme“, sagt Michael Paul, sportlicher Leiter beim MTV. Die Möglichkeiten könnten von Schwimmkursen für Kinder bis Kanufahren, Wassergymnastik oder Stand-Up-Paddling reichen.

Kosten: 1,2 Millionen statt zuvor 36 Millionen Euro

Im Gegensatz zum städtischen Konzept wären die schwimmenden Plattformen wesentlich günstiger: Statt bisher angesetzten 19 bis 36 Millionen Euro für ein Flussbad, belaufe sich das alternative Konzept auf etwa 1,2 Millionen. Durch die Mobilität der Inseln könnte der Badespaß den Baumaßnahmen im innerstädtischen Isarraum ausweichen und wäre laut David an 300 bis 330 Tagen im Jahr theoretisch nutzbar. 

Den Stadtrat bittet er mit einem Änderungsantrag, den Vorschlag des Baureferates zurückzustellen und das neue günstigere Konzept zu prüfen. Bei einem positiven Beschluss will Isarlust das Vorhaben mit einem Crowdfunding unterstützen. Entscheidet sich der Stadtrat gegen ein Flussbad, will David nicht aufgeben und einen Antrag beim Wasserwirtschaftsamt stellen: „Wir werden das Projekt von unserer Seite aus weitertreiben.“

Sophia Oberhuber

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