Gestaltung der Sommerstraße

Piazza Zenetti-Architekt will Ehrengutstraße in Graffiti-Projekt für Anwohner umwandeln

München, Isarvorstadt: Anwohner sollen Teil der Gestaltung der Ehrengutstraße als großes Graffiti sein.
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München, Isarvorstadt: Anwohner sollen Teil der Gestaltung der Ehrengutstraße als großes Graffiti sein.

München, Isarvorstadt: Einen Teil der Ehrengutstraße hat der Bezirksausschuss als Sommerstraße ausgesucht. Ein Architekt hat nun erste Pläne für eine Gestaltung vorgestellt

  • Ein Teil der Ehrengutstraße soll im Corona-Sommer zu einer temporären Fußgängerzone werden
  • Landschaftsarchitekt Felix Lüdicke hat sich für die Sommerstraße ein Gestaltungskonzept überlegt
  • Das hält der zuständige Bezirksausschuss von seinem Vorschlag.

München, Isarvorstadt - Felix Lüdicke ist einer der kreativen Köpfe hinter der Piazza Zenetti – der Neuversion des zuvor sehr Autolastigen Zenettiplatzes. Heute gibt es dort Sitzmöglichkeiten für Anwohner, Pflanzen und eine Mobilitätsstation. Jetzt möchte der Landschaftsarchitekt die Ehrengutstraße den Sommer über umgestalten.

Der Münchner Felix Lüdicke hat unter anderem die Piazza Zenetti in der Isarvorstadt gestaltet.

Geplant ist, an drei fest installierten Aktionsplattformen Kommentare der Anwohner zur Straße und zum Viertel zu sammeln, die dann von professionellen Sprayern in bunte Kreide-Graffiti „übersetzt“ und auf die Straße gesprüht werden. Graffiti-Führungen durch das Viertel und Workshops für Jugendliche sollen das Projekt begleiten.

Graffiti-Pläne für die Ehrengutstraße in der Isarvorstadt sollen das Konzept der Sommerstraße erweitern

„Die Idee ist, in den Dialog mit den Anwohnern zu kommen“, erläutert Lüdicke. Das Konzept soll eine Erweiterung der Sommerstraßen darstellen. Der Stadtrat hatte die temporären Fußgängerzonen für den Corona-Sommer beschlossen.

Lüdicke zu Sommerstraßen in München: "Man muss ein Angebot schaffen, um Leute auf die Straße zu bringen"

„Über die reine Sperrung der Straßen hinaus ist es natürlich sinnvoll, die Bürger mit einer Gestaltung einzubinden. Man muss ein Angebot, eine Diskussion schaffen, um die Leute tatsächlich auf die Straße zu bringen“, so der Architekt.

Deshalb sei das Graffiti-Projekt auf eine beliebige Sommerstraße anwendbar und nicht bloß auf die Ehrengutstraße beschränkt.

BA schlägt für das Graffiti eine andere Sommerstraße in der Münchner Isarvorstadt vor

Der Bezirksausschuss befürwortet das Projekt, teilt BA-Vorsitzender Benoît Blaser (Grüne) mit. Da die Ehrengutstraße aber nur zum Teil in eine Sommerstraße umgewandelt werden soll, empfiehlt der zuständige Unterausschuss, die Aktion an einem anderen Ort im Viertel  durchzuführen. „Am Glockenbach“ könne man dafür in Erwägung ziehen.

Sophia Oberhuber

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