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Als Zeichen von Akzeptanz

Christopher Street Day: Werden Zebrastreifen im Glockenbach zu Regenbögen?

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So ähnlich könnten Zebrastreifen in der Isarvorstadt aussehen: In Köln wurden 2013 Fußgängerüberwege mutmaßlich als Protestaktion gegen Russlands Politik bunt eingefärbt.

Der Christopher Street Day (CSD) feiert seinen 50. Geburtstag. Deshalb wird gefordert, Zebrastreifen im Glockenbachviertel während der Feierlichkeiten bunt zu färben – als Zeichen von Akzeptanz. 

Isarvorstadt – Paris, London, Sydney – drei Metropolen mit einer speziellen Gemeinsamkeit: Statt Zebrastreifen sind teils Regenbögen auf die Straße gemalt. Für die Wochen um den Christopher Street Day (CSD) fordert das nun auch der Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

Zum doppelten Jubiläum des CSD fordert die Fraktion Grüne/Rosa Liste im BA die Zebrastreifen am Gärtnerplatz, an der Thalkirchner Straße Ecke Stephansplatz und an der Westermühl- Ecke Holzstraße bunt einzufärben. 

Neben den schwulen und lesbischen Ampelmännchen, die 2015 für den CSD beschlossen wurden, würde der Regenbogen als Symbol für Vielfalt „einen Hinweis geben, dass die Stadt es ernst meint und zu 100 Prozent hinter queeren Bürgern steht“, so der Antrag. „Eine solche Initiative zeigt Toleranz und Akzeptanz“, kommentiert BA-Chef Andreas Klose (Rosa Liste) den Antrag. 

Benoît Blaser (Grüne) ist der Meinung, man müsse kreativ sein, um nicht von den rechtlichen Vorgaben an die Gestaltung von Zebrastreifen abzuweichen.

Der zuständige Unterausschuss hat sich laut BA-Mitglied Martin Ruckert (CSU) schon entschieden: Einstimmig haben die Lokalpolitiker beschlossen, dem gesamten Gremium die Zustimmung zum Antrag zu empfehlen. Schwule und Lesben seien schon längst in der Mitte der Stadtgesellschaft angekommen und das sei „für alle im Viertel ein Grund zum Feiern“.

Auf Nachfrage beim Kreisverwaltungsreferat sagt Sprecher Johannes Mayer: „Die Gestaltung von Zebrastreifen ist verbindlich vorgegeben.“ Von den rechtlichen Vorgaben könne man grundsätzlich nicht abweichen. Für Benoît Blaser (Grüne) gibt es aber „irgenwie eine Lösung“: In Paris hätte man die bunten Streifen kurz vor und nach den Übergängen auf die Straßen gemalt. „Da muss man dann einfach ein wenig erfinderisch sein.“

Sophia Oberhuber

CSD-Jubiläum

Der CSD erinnert an einen Aufstand von Homosexuellen in der New Yorker Christopher Street vor 50 Jahren. Demonstrationen für Gleichstellung und Toleranz finden weltweit statt – in München 2019 zum 40. Mal.

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