Zugang per App: Studentin will Münchnern den Forstenrieder Park wieder näherbringen

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Die Community ist gespalten

Glockenbach: Quo vadis Szeneviertel?

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Zwei Männer bei der Parade zum Christopher Street Day.

Isarvorstadt – Gay-Kneipen schließen im Glockenbach oder verwandeln sich zu klassischen Trendbars. Ob das gut oder schlecht für die Münchner Homosexuellen-Szene ist, daran scheiden sich die Geister.

Das Glockenbachviertel galt jahrzehntelang als Treffpunkt der schwulen und lesbischen Szene in München. Doch schon lange brodelt es – wo einst Freddie Mercury feierte, schließt eine Gay-Kneipe nach der anderen oder verwandelt sich zu einer Trend-Bar. So ordnen Politiker und Szenekenner die Entwicklungen ein.

Sophia Oberhuber

„Eine Entwicklung, die ich nicht gut finde.“

Christian Vorländer (SDP), Mitglied des Stadtrats.

Christian Vorländer (SPD), Stadtratsmitglied:
„Das Viertel hat sich enorm verändert. Es sind sehr viele schwule und lesbische Kneipen gestorben. Das ist eine Entwicklung, die ich nicht gut finde. Ich bin natürlich froh, dass die Gesellschaft offener und liberaler geworden ist, aber ich bin schon der Meinung, dass es spezielle Bars und Treffpunkte geben sollte. Zum Beispiel der Zulauf im Sub zeigt, dass es ein großes Bedürfnis für Treffpunkte gibt. Ein großer Schritt ist da das neue Lesbenzentrum in der Müllerstraße, das ein lang ersehnter Wunsch der lesbischen Community war. Die Eröffnung ist für das erste Quartal 2020 geplant.“

„Wir beschweren uns über Integration.“

Dietmar Holzapfel, Deutsche Eiche-Chef.

Dietmar Holzapfel, Deutsche Eiche-Chef:
„Wir haben jeden Monat rund 10 000 männliche Gäste in unserem Badehaus. Im Restaurant und auf der Dachterrasse ist das Klientel jedoch total gemischt. Ich finde das sehr schön. Wir wollten immer integriert sein und jetzt beschweren wir uns darüber, dass wir es sind. Moderne Schwule und Lesben gehen überall hin. Man braucht solche Schutzräume nicht mehr.“

„Wir brauchen Orte für die LGBTQI-Szene.“

Julia Bomsdorf, Letra Lesbenberatung.

Julia Bomsdorf, Letra Lesbenberatung:
„Wir brauchen unbedingt weitere Orte für die LGBTQI-Szene, auch Treffpunkte, die nicht nur Bars oder Clubs sind. Die Grundeinstellung, dass alles und jeder hetero ist, ist in der Gesellschaft und den Medien verbreitet. Da braucht es Räumlichkeiten, in denen man sich mehr repräsentiert und gesehen fühlt.“

„Braucht man Schutzräume heute überhaupt noch?“

Andreas Klose (Rosa Liste), Vorsitzender des Bezirksausschusses Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

Andreas Klose (Rosa Liste), Vorsitzender Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt:
„Die Schutzraumkneipen, die man früher gebraucht hat, um jemanden kennenzulernen, werden weniger. Diese Treffpunkte fallen zwar weg, dafür kann man jetzt überall hingehen. Da stellt sich die Frage, ob man Schutzräume heute überhaupt noch braucht. Gleichzeitig ist das Herz der Community immer noch im Glockenbachviertel, weil hier die ganzen Vereine angesiedelt sind.“

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