Lang ersehnter Wunsch erfüllt

Sendling: BA-Chef Günter Pelkowski blickt auf 2009

Wenn ich auf das Jahr 2008 zurückblicke, freuen mich zwei Dinge ganz besonders. Zum einen ist mit der Umgestaltung des Harras ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen – sowohl für viele Sendlinger, als auch für mich ganz persönlich. Wir haben lange darauf hingearbeitet und dafür werden wir jetzt belohnt: Baubeginn ist voraussichtlich 2010. Zum anderen sind die Planungen für unser Sozialbürgerhaus so weit fortgeschritten, dass der erste Spatenstich schon 2009 erfolgen kann. Mit etwas Skepsis blicken die Sendlinger auf das Parkraummanagement, das bei uns im Oktober umgesetzt werden soll. Ich verstehe diese Skepsis und deshalb möchte ich betonen: Wenn die Regelung 2009 in Kraft tritt, ist sie nicht in Beton gegossen. Für viel Diskussion hat auch dieses Jahr wieder die Sendlinger Moschee gesorgt. Die Sendlinger hatten die Chance, bei den Planungen im Rahmen einer Bürgerbeteiligung mitzuwirken und ich hoffe, dass man möglichst vielen Anträgen, Vorschlägen und Kritiken gerecht werden konnte.Mit großer Hoffnung blicke ich auf die Zukunft des Edekas am Harras, für dessen Fortbestehen sich der BA sehr stark einsetzt. Ich freue mich, dass er auf jeden Fall weitergeführt wird und damit den Sendlingern ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten erhalten bleiben sowie den Mitarbeitern ihre Arbeitsplätze. Ich denke vor allem an ältere Arbeitnehmer, die es auf dem heutigen Arbeitsmarkt schwer haben. Frohgemut können auch die Grundschüler an der Implerstraße dem neuen Schuljahr entgegen blicken. Es werden weiterhin drei Klassen pro Jahrgang bestehen mit einer überschaubaren Anzahl an Schülern. Doch auch die älteren Bürger sollen sich wohl fühlen in Sendling. Deshalb wünscht sich der BA, dass auch unsere Senioren im Seniorenbeirat vertreten sind. Eine der bewegendsten Situationen war für mich das Erinnerungsprojekt für die deportierten Sendlinger Juden. Die ausgestellten Koffer haben uns das Grauen der Reichskristallnacht vor Augen geführt. Unsere Befürchtung vor Vandalismus war dabei unbegründet. Vielmehr habe ich die Sensibilität und das Interesse der Sendlinger gespürt. Abschließend möchte ich noch einen Wunsch für 2009 äußern: Das Interesse füreinander soll wieder wachsen. Das letzte Jahr war sehr emotional, das Zusammenleben ist schwieriger geworden. Dabei sollten wir uns erinnern, was Sendling schon an Integration geschafft hat – durch Toleranz. Leben und leben lassen, lautet meine Devise. Günter Pelkowski

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