Obersendling

Kunstprojekt im Unterholz des Südparks in München

Sie wollen im Südpark ihre Kunstwerke von und mit dem Wald gestalten: Anne Fischer, Emmy Horstkamp, die Initiatorin des Projekts Lore Galitz, Nia Leitl, Gabriele Frosch, Frank Fischer und Niko Jahn (v.li.).
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Sie wollen im Südpark ihre Kunstwerke von und mit dem Wald gestalten: Anne Fischer, Emmy Horstkamp, die Initiatorin des Projekts Lore Galitz, Nia Leitl, Gabriele Frosch, Frank Fischer und Niko Jahn (v.li.).

Bei der Aktion „Südpart“ wird der Südpark zum Freilichtmuseum.

Das Unterholz knistert, einige Blätter rascheln, Spaziergänger mit ihren Hunden kreuzen ab und an den Weg – ansonsten herrscht friedliche Ruhe im Südpark.

Doch bald entsteht hier Außergewöhnliches: Der Wald wird zum Kunstwerk! Dahinter steckt „Südpart“, ein Projekt für urbane Landschaftskunst. Lore Galitz hat das Kunstprojekt 2016 ins Leben gerufen. Nun arbeiten die Künstler an der Neuauflage: 16 Kunstwerke werden in 16 Wochen im Sendlinger Wald entstehen – mit strengen Auflagen: „„Südpart“ ist ein Projekt mit ökologischem Hintergedanken“, erklärt die Initiatorin, „wir stellen keine Statuen oder Skulpturen aus Materialien wie Bronze oder Kunststoff in den Wald, sondern arbeiten mit dem, was die Natur bereits für uns bereithält.“ Dieser Nachhaltigkeitsgedanke spielt bei „Südpart“ eine große Rolle. „„Südpart“ ist Kunst zum Wohle des Waldes“, erklärt Galitz, „das unterscheidet uns auch von anderen Landart-Projekten.“ Die Künstlerin wohnt direkt am Südpark – so kam sie auch auf die Idee für das Projekt.

„Der Südpark hat in den letzten Jahren sehr unter Stürmen und Schädlingen gelitten“, erklärt Galitz, „ich wollte daher ein Projekt starten, dass auf diesen Zustand aufmerksam macht, Besucher an den Wert unseres Sendlinger Waldes erinnert und dem Wald etwas zurückgibt.“ In diesem Jahr plant sie einen Baumring (kl. Foto), der verschiedene Bäume kreisförmig verbindet. „Als Symbol für die Einheit mit der Natur“, sagt Galitz. Auch die anderen Künstler sprudeln schon vor Ideen: Skulpturen aus Holz oder Installationen in den Baumwipfeln – alles ist dabei.

In den nächsten Monaten werden die Künstler diese Ideen auf dem Areal im Sendlinger Wald umsetzen. Im Juli sollen die Kunstwerke fertig sein – dann gibt es bis zum Abschluss des Projektes regelmäßig Führungen durch das so entstandene Freilichtmuseum. Getreu des Nachhaltigkeitsgedankens werden die Kunstwerke danach ganz sich selbst überlassen – und werden eins mit der Natur.
vha

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