Wohnheim für Menschen in Ausbildung

Neues Zuhause für 156 Flüchtlinge: Kinderschutz München eröffnet ein Wohnheim im Jungen Quartier Obersendling

Im Jungen Quartier Obersendling sind verschiedene Integrations- und Bildungsinitiativen beheimatet. Jetzt konnte auch das Wohnprojekt seine Räume, verteilt auf drei Stockwerke, beziehen.
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Im Jungen Quartier Obersendling sind verschiedene Integrations- und Bildungsinitiativen beheimatet. Jetzt konnte auch das Wohnprojekt seine Räume, verteilt auf drei Stockwerke, beziehen.

München, Obersendling: Junge Flüchtlinge in Ausbildung können in das Wohnheim des Kinderschutzes ziehen. Ein in München bisher einzigartiges Projekt

  • Junges Quartier Obersendling: Eine weitere Initiative zieht ein
  • Der Kinderschutz München gründet dort ein Wohnheim für junge Flüchtlinge, die sich in Ausbildung befinden
  • Einrichtungsleitung stellt das Konzept vor

Obersendling - Die meisten Zimmer sind noch leer, es riecht nach frischer Farbe. Bald werden hier 156 junge Flüchtlinge leben, die sich in Ausbildung befinden. Ein Projekt, das es so noch nie in München gegeben hat.

Obersendling: Projekt des Kinderschutzes ist vergleichbar mit einem Studentenwohnheim

„Unsere pädagogischen Fachkräfte unterstützen die jungen Menschen während ihrer Ausbildung und zeigen ihnen Möglichkeiten für ihre Zukunft auf. Das Ambiente hier ist vergleichbar mit einem Studentenwohnheim“, erklärt Einrichtungsleitung Claudia Rüger das Konzept.

Claudia Rüger leitet das Wohnheim des Kinderschutzes München im Jungen Quartier Obersendling.

Die Bewohner zahlen regulär Miete, sind selbst für sich und ihre Finanzen verantwortlich. Grundbedingung um an der Schertlinstraße einziehen zu können, ist eine Ausbildung. Sowie eine Duldung, Gestattung oder ein Aufenthaltstitel.

Wohnheim im Jungen Quartier Obersendling: Zehn Männer sind bereits eingezogen

Zehn junge Männer haben ihre Zimmer bereits bezogen. 52 sollen es irgendwann pro Flur sein. Es gibt Gemeinschaftsräume, große Küchen, Beratungszimmer. Auch ein Lernzimmer soll entstehen.

Pädagogen sind tagsüber vor Ort, abends pädagogische Hilfskräfte. „Der Fokus liegt auf der Ausbildung, aber es ist für die jungen Menschen auch wichtig, dass wir uns im Viertel vernetzen“, sagt Rüger.

Wohnheim Leiterin Rüger: „Die Menschen haben kaum oder gar keine Familie hier."

So soll Kontakt zu Sportvereinen und Nachbarschaftstreffs entstehen. „Die Menschen haben kaum oder gar keine Familie hier. Da kann man am Wochenende nicht einfach einmal die Eltern besuchen.“ Deshalb sind Feste und Ausflüge geplant: „Unser Ziel ist es, dass die Bewohner hier im Viertel und in der Stadt Fuß fassen – damit sie als Teil unserer Gesellschaft wahrgenommen werden.“

soph

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