Graffiti-Künstler wie Z-Rok hübschen die Brudermühlbrücke auf

Frischer Anstrich

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Er ist der Kurator der Graffiti-Galerie unter der Brudermühlbrücke: Wolfgang Lehnerer, besser bekannt als Z-Rok. Die neuesten Kunstwerke stammen von den Graffiti-Künstlern Start, der Sprayer-Gruppe Blauer Vogel, Z-Rok sowie Won zusammen mit dem Gast-Sprayer Jason aus Griechenland.
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Graue Brückenpfeiler und kahle Betonwände? Nicht an der Brudermühlbrücke! Hier leuchten schon von Weitem Graffiti in bunten Farben. Dahinter steckt das Kunstprojekt „Isart“, bei dem Sprayer wie Z-Rok die Pfeiler jedes Jahr aufs Neue verschönern. Jetzt wurde wieder gesprüht – Hallo zeigt die Werke hier

Ein lebensgroßer Dino, bunte Tribals oder ein abstraktes Stadtpanorama in leuchtenden Farben – bei „Isart“ ist der Name Programm. Denn die Graffiti-Aktion verbindet die Isar und die Kunst. Einmal jährlich wechselt die Brudermühlbrücke ihr Gesicht – dann werden Wände und Betonpfeiler an der Isar von verschiedenen Graffiti-Künstlern und Gruppen legal mit den farbenprächtigen Motiven besprayt. Eine der größten Freiluftgalerien Südbayerns ist dort über die Jahre entstanden. Jetzt ist es wieder soweit:

Aktuell zieren einige neue Graffiti die Wände unter der Brudermühlbrücke. Sie wurden in den vergangenen Wochen von verschiedenen Sprayern angefertigt. Graffiti-Künstler Wolfgang Lehnerer, der in der Szene besser als Z-Rok bekannt ist, war von Anfang an bei Isart dabei. Zusammen mit dem Künstler Cemnoz rief er das Spray-Projekt 1994 ins Leben. „Legale Flächen zum Graffiti sprayen sind in München absolute Mangelware“, erklärt Z-Rok. Gerade deshalb sei es wichtig, dass hier zahlreiche lokale Künstler im Wechsel die Chance bekommen, ihre Ideen zu verwirklichen.

2014 feierte das Projekt sein 20-jähriges Jubiläum. Von der Polizei werden die Sprayer jedoch immer noch ab und an nach der Genehmigung der Stadt zum legalen Sprayen gefragt. Und auch Passanten und Spaziergänger sind oft neugierig, berichtet Z-Rok. „Sie interessieren sich aber eher dafür, wie genau unsere Graffiti entstehen und wie lange es dauert, bis ein kompletter Pfeiler fertig bemalt ist“, sagt Z-Rok.

Im Frühjahr kann es dann, nach einer kurzen Zwangspause, mit neuen Projekten weitergehen. „Im Winter ist es zu kalt für die Graffiti – sowohl für die Farben, als auch für die Künstler“, erzählt Z-Rok schmunzelnd. Dass die Kunstwerke nicht für die Ewigkeit sind und irgendwann wieder übersprayt werden, stört die Sprayer nicht. „Das gehört einfach dazu“, meint Z-Rok. Und an der Brudermühlbrücke wisse man, ganz im Gegensatz zu anderen Flächen, dass das eigene Werk zumindest für einige Monate Bestand haben wird.

Vanessa Hahn

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