Archiv Geiger in der Muttenthalerstraße 26

Farbrausch gegen den Winterblues

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Bunte Pigmenttöpfe sind im Archiv Rupprecht Geiger zu sehen. Die Enkelin des Künstlers, Julia Geiger, ist Kuratorin der Ausstellung.

Das Archiv Geiger öffnet wieder seine Pforten und bietet kostenlose Führungen für Kunst-Fans.

Pink. Orange. Rot. Ein Tupfer Gelb und wieder Pink – es ist ein prächtiges, leuchtendes Ensemble, das Besucher im Archiv Geiger in der Muttenthalerstraße 26 in Solln erwartet. Nach einer Winterpause öffnet das ehemalige Atelier des Künstlers und Architekten Rupprecht Geiger (1908-2009) wieder – mit kostenlosen Führungen (siehe Info unten). 

Geiger verbrachte während seines Lebens jeden Tag mehrere Stunden im Atelier, das bis heute weitestgehend im Originalzustand zu besichtigen ist. Nach einigen Jahren im surrealistischen und kubistischen Stil trennte sich der Künstler zwischen den Jahren 1948/49 von festen Formen und widmete sich der Abstraktion und Farbe. Das Spezielle an Geigers Arbeiten sind Tagesleuchtfarben, die durch Lichteinfall strahlend und intensiv wirken. „Mich fasziniert besonders die Kontinuität und die Konsequenz, mit der mein Großvater an dem Thema Farbe über sieben Jahrzehnte arbeitete“, sagt Kuratorin und Enkelin Julia Geiger (Foto). „Mit ihm teile ich die Auffassung, dass Farbe ein Lebenselixier ist und jeden Tag neu entdeckt werden kann.“

Kunst zieht sich schon immer durch das Leben der ganzen Familie Geiger. Für Julia Geiger war der Schritt, Kunstgeschichte zu studieren, nur eine Frage der Zeit: „Kunst ist in unserer Familie fast ein Familienmitglied und ich sehe die Erhaltung und Förderung der Kunst meines Großvaters mittlerweile als meine Lebensaufgabe an.“ Sie organisiert beispielsweise Ausstellungsteilnahmen im In- und Ausland sowie wechselnde Veranstaltungen und Workshops.

Außerdem ist es ihr wichtig, Geigers Kunst auch bei Führungen zu zeigen. „Ich würde mich freuen, wenn Menschen neugierig auf die Arbeiten werden und in unsere farbenfrohe Welt eintauchen.“ Julia Langhof

Geiger in München

Kunstwerke von Rupprecht Geiger befinden sich im Lenbachhaus und in öffentlich zugänglichen Räumen wie dem Gasteig, der TU und über dem Haupteingang am Hauptbahnhof. Außerdem gibt es im Archiv Geiger, Muttenthalerstraße 26, die kostenlosen Führungen „Morgen Rot“ immer montags (16., 23. und 30. Januar, 10 bis 14 Uhr) und „Abend Rot“ immer dienstags (17., 24. und 31. Januar, 17 bis 20 Uhr).

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