Gedankenlesen – keine Hexerei...

Thorsten Havener (36): In "Hallo München" verrät der Pullacher Top-Magier seine Tricks

München Anderen hinter die Stirn zu schauen – das ist sein Metier: Millionen von Menschen sahen die TV-Show „Der Gedankenleser“ und waren begeistert von Thorsten Havener – seither verzaubert der Pullacher bei verschiedensten Veranstaltungen mit seinem Können. „Ich weiß, was du denkst“, behauptet der 36-Jährige auch in seinem neuen Buch – aber wie schafft er das? Wir wollten es genau wissen und besuchten den Magier vor seinem Auftritt im kleinen Schwabinger „Theater und so fort“. „Mit Hellsehen oder Hokuspokus hat Gedankenlesen nichts zu tun“, stellt er gleich mal fest, und: „Ich bin einfach ein sehr guter Beobachter und kann an körperlichen Veränderungen sehen, wie jemand denkt.“ Eine Portion Intuition gehöre natürlich dazu – aber noch mehr Training: „Wenn man im Alltag genau hinschaut, lässt sich viel über die Menschen und ihre Gedanken lesen und lernen“, sagt er. Schwer zu glauben? Einfach ausprobieren: Hier sind Gedankenleser-Grundsätze, die uns Thorsten Havener mit auf den Weg gegeben hat – so wissen Sie demnächst vielleicht, was Ihr Gegenüber denkt... sd/hm Gedankenleser-Grundkurs: Was Mimik und Gestik verraten 1. Der Mund spricht ohne Worte Bände: Wer den Mund öffnet, staunt, ist überrascht, will Information – wer nichts mehr aufnehmen, sagen will, presst unwillkürlich die Lippen zusammen. Deutliche Signale! 2. Was der Mund nicht sagt, verrät der Körper: Man kann nicht pauschal sagen, dass eine spezielle Geste immer dieselbe Bedeutung hat – wenn aber im Verlauf eines Gesprächs jemand beginnt, sich plötzlich anders zu verhalten, ist das von großer Bedeutung. Auf Pupillen achten– werden sie größer, gefällt etwas. Auf Füße achten – zeigen die Spitzen in Richtung des Gesprächspartners, ist Interesse, Einverständnis gegeben. Auf Hände achten – wer seine Handflächen zeigt, signalisiert Offenheit, suggeriert Vertrauen. Handrücken nach außen erzeugt Distanz. 3. Erkennen, worauf man nicht achtet: Nehmen Sie sich 30 Sekunden Zeit und sehen Sie sich in dem Raum um, in dem Sie sich befinden – merken Sie sich dann so viele blaue Gegenstände, wie Sie können. Haben Sie viele blaue Gegenstände gesehen? Gut – dann nennen Sie jetzt, ohne sich erneut umzuschauen, drei grüne Dinge aus dem Raum... Bedeutet: Nicht zu stark auf nur eine Sache konzentrieren, sondern auf Ihr Gegenüber insgesamt achten, damit Veränderungen auch wirklich wahrgenommen werden! 4. Der Mensch ist nicht das, wofür wir ihn halten: Unsere Erfahrung schafft Erwartungen an unsere Umwelt – wir rechnen damit, dass diese erfüllt werden. Falsch! Kinder denken nicht so, deswegen funktioniert ihre Intuition noch viel besser.

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