Bezirksausschuss will Partnachplatz aufhübschen – mit Hilfe der Bürger

Viel Platz für Verbesserung

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Der Partnachplatz ist kein Schmuckstück im Viertel. Das soll sich ändern, wünscht sich der BA.
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Der Partnachplatz ist kein Schmuckstück im Viertel. Das soll sich ändern, wünscht sich der BA.
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Der Partnachplatz ist kein Schmuckstück im Viertel. Das soll sich ändern, wünscht sich der BA.
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Der Partnachplatz ist kein Schmuckstück im Viertel. Das soll sich ändern, wünscht sich der BA.

Lieblos gestaltete Flächen und ein Radl-Chaos am U-Bahneingang: Ein Schmuckstück im Viertel ist der Partnachplatz wahrlich nicht. Geht es nach den Mitgliedern des BA Sendling-Westpark soll sich das ändern. Sie fordern eine Neugestaltung – und hoffen dabei auf die Mithilfe der Bürger.

Eine nicht besonderes attraktive Grünfläche, daneben eine Betonwüste, auf der oft auch noch Radlchaos herrscht: Der Partnachplatz gehört nicht zu den Glanzpunkten im Stadtbezirk Sendling-Westpark. Geht es nach dem Bezirksausschuss, soll sich das ändern. Die Mitglieder wünschen sich eine Umgestaltung – und jeder Bürger soll mitreden und Vorschläge einbringen können.

Im Rahmen des Programms „Bürgerinnen und Bürger gestalten ihre Stadt“ hat das Gremium eine Bürgerbeteiligung gestartet. Ihr zu Grunde liegt ein Angebot der Stadt, wonach jeder Bezirksausschuss die Möglichkeit hat, bis zu 10 000 Euro pro Jahr für Projekte mit Bürgereinbeziehung zu bekommen, vorausgesetzt er zahlt mindestens ein Viertel davon aus seinem eigenen Budget.

In Sendling-Westpark schlug Maria Hemmerlein (Grüne) vor, sich an der Aktion zu beteiligen. Auch die anderen Fraktionen standen dem positiv gegenüber, einstimmig stimmte der Bezirksausschuss der Idee zu.

„Wir haben schon länger darüber gesprochen, dass der Partnachplatz umgestaltet werden soll“, erklärt BA-Vorsitzender Günter Keller. „So wie er jetzt aussieht ist er denkbar unattraktiv.“ Auch zu einem Ortstermin hat sich der BA schon getroffen, konkrete Maßnahmen sind dabei aber noch nicht entworfen worden.

Dafür sind jetzt die Bürger an der Reihe. „Es ist noch alles offen, jeder kann sagen, was ihm gefällt und was er gerne hätte“, verspricht Keller. Mit der Hilfe eines Professors und Studenten von der Hochschule Weihenstephan sollen daraus die Pläne erstellt werden.

Ziel ist es, einen homogenen Platz mit besserer Aufenthaltsqualität zu schaffen, der womöglich sogar zu einem neuen Treffpunkt im Viertel werden könnte. Dazu müssten die Grünfläche schöner gestaltet und geordnete Abstellmöglichkeiten für die derzeit noch kreuz und quer herumstehenden Fahrräder geschaffen werden. „Vielleicht könnte man auch die Zuwege zum U-Bahn-Haus mit Grünanpflanzungen kombinieren“, regt Keller an. Denn: „Die U-Bahnausgänge sind momentan nicht optimal“, erklärt Keller. Die Fahrgäste müssten oft Umwege in Kauf nehmen, außerdem werde viel Raum verschwendet: „Wenn man einen Ausgang verlegen würde, müsste man nicht immer ums Gebäude herumgehen und gleichzeitig wäre mehr Platz frei.“ Zum Beispiel für eine Toilette. Schon seit Jahrzehnten kämpfen Bürger dafür, dass der Bahnhof endlich ein WC bekommt, bisher aber ohne Erfolg. Auch in der vergangenen Bürgerversammlung kam das Thema wieder auf.

Wie schnell es mit der Umgestaltung des Partnachplatzes voran geht, dazu möchte Keller keine Prognose abgeben. Der Bezirksausschuss hofft aber, im Jahr 2017 zumindest die Bürgerbeteiligung und die Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan starten zu können.

Wie es dann weitergeht, hängt davon ab, wie die finanzielle Situation der Stadt ist und wie sie die Wichtigkeit des Vorhabens einschätzt. Das ist noch völlig unklar. Claudia Schuri

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