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Spritpreise in Deutschland sinken wieder ‒ An der Tankstelle kostet der Liter Diesel unter zwei Euro

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Von: Jonas Hönle

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Ein Zapfhahn an einer Tankstelle
Die Spritpreise an der Tankstelle für Super E10 und Diesel nach der Steuersenkung in Deutschland. (Symbolbild) © Matthias Bein/dpa

Die Spritpreise in Deutschland sinken, der Liter Diesel kotetet wieder unter zwei Euro. Die Mineralölkonzerne führen das auf die Steuersenkung zurück.

Update: 06. Juli

Zum Start der Urlaubssaison in Deutschland sind die Spritpreise wieder gesunken. Laut Zahlen des ADAC kostet auch der Liter Diesel wieder weniger als zwei Euro.

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt verlangten Tankstellen für einen Liter Super E10 demnach am Dienstag 1,843 Euro. Das sind 2,1 Cent weniger als vor einer Woche. Diesel verbilligte sich um 3,8 Cent auf 1,989 Euro pro Liter.

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Liter Diesel und Super E10 an der Tankstelle - Spritpreise in Deutschland sinken wieder

Zu Beginn des Ukraine-Krieges waren die Spritpreise auf Rekordniveau geklettert. Jetzt ist Diesel rund 30 Cent günstiger als beim Höchststand Anfang März, Super E10 ist etwa 35 Cent günstiger. Sprit bleibt aber teurer als vor dem Krieg.

Aus Sicht des ADAC gibt es jedoch großes Potenzial dafür, die Preise an den Zapfsäulen noch deutlicher zu senken. Für geringere Tankrechnungen empfiehlt der Autofahrerclub, abends zu tanken und die Preise mit Hilfe von Apps zu vergleichen.

Zur aktuellen leichten Entspannung dürfte die Entwicklung beim Ölpreis beigetragen haben, der zuletzt nachgegeben hat. Normalerweise gilt er als wichtigster Treiber von Preisbewegungen an den Tankstellen. In den vergangenen Monaten haben sich die Preise allerdings ein Stück weit entkoppelt.

Steuersenkung in Deutschland gilt noch bis Ende August

Die Mineralölkonzerne führten die niedrigeren Preise auf die Energie-Steuersenkung zurück. Die von Juni bis August geltende Entlastung beträgt bei Benzin 35,2 Cent pro Liter, bei Diesel 16,7 Cent. Die Maßnahme soll bis Ende August gelten.

„Entgegen der vielfach geäußerten Auffassung geben Tankstellenunternehmen die Energiesteuersenkung an Verbraucherinnen und Verbraucher weiter“, teilte der Branchenverband En2X mit.

Weil das Anfang Juni an den Zapfsäulen aber kaum spürbar war, arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium an Möglichkeiten, um gegen Mineralölkonzerne schärfer vorgehen zu können. Wettbewerbshüter sollen neben schlagkräftigeren Sektoruntersuchungen auch Gewinne abschöpfen können, wenn Unternehmen ihre Marktmacht missbrauchen. Als letztes Mittel sollen Entflechtungen möglich sein.

Die Mineralölbranche hob hervor, dass der sogenannte Tankrabatt in eine Phase fällt, in der Benzin und Diesel auf dem Weltmarkt knapp sei.

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Update: 20. Juni

Verbraucher müssen an der Tankstelle erneut tief in die Tasche greifen - Der Liter Diesel ist wieder teurer als vor der Steuersenkung am 1. Juni.

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Spritpreise in Deutschland - Diesel kostet mehr als vor Steuersenkung

Mit 2,054 Euro pro Liter im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags übertraf der Preis den Wert des 31. Mai, als ein Liter 2,044 Euro gekostet hatte, wie der ADAC am Montag auf Anfrage mitteilte.

Damit ist der Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter durch die Preissteigerung komplett aufgefressen.

Der Kraftstoff hatte die Marke vom 31. Mai bereits am vergangenen Freitag erreicht und am Samstag erstmals wieder überschritten - dies wurde aber erst jetzt mitgeteilt.

Super E10 kostete am Sonntag 1,913 Euro pro Liter, anders als Diesel hat es sich in den vergangenen Tagen verbilligt.

Steuersenkung sollte Spritpreise in Deutschland senken und Verbraucher entlasten

Die von Juni bis August geltende Steuerentlastung auf Sprit soll die Verbraucher angesichts der hohen Spritpreise entlasten. Inklusive Mehrwertsteuer geht es dabei um 35,2 Cent bei Superbenzin und 16,7 Cent bei Diesel.

Der Rückgang der Preise nach Inkrafttreten erreichte aber nie diese Höhen. Super E10 war am Sonntag um 23,8 Cent billiger als am Tag vor der Steuersenkung, die nach Berechnungen der Bundesregierung für Mindereinnahmen von 3,15 Milliarden Euro sorgt.

Die Steuersenkung stand und steht nach wie vor in der Kritik

Zuletzt gab es zudem Vorwürfe, dass ein großer Teil der Maßnahme nicht den Autofahrern sondern der Mineralölkonzerne zugute komme. Das Münchner Ifo-Institut kam nach einem Vergleich mit den Preisen in Frankreich dagegen darauf, dass der Rabatt bei Diesel komplett und bei Benzin großenteils weitergegeben werde.

Die Mineralölwirtschaft verwies zuletzt auf gestiegene Einkaufspreise und Kosten. Das Bundeskartellamt untersucht die Entwicklung der Spritpreise. Allerdings hat es bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass man hohe Preise alleine nicht verbieten könne.

Nach Beginn des Ukraine-Krieges waren die Spritpreise in Deutschland in bisher nie gekannte Höhen gestiegen. Diesel erreichte sein bisheriges Maximum laut ADAC-Daten am 10. März mit 2,321 Euro pro Liter im bundesweiten Tagesdurchschnitt und E10 mit 2,203 Euro am 14. März.

Im April lagen beide Kraftstoffe dann vorübergehend wieder unter zwei Euro, bevor ein neuer Aufwärtstrend einsetzte, der von der Steuersenkung zu Monatsbeginn nur kurz aufgehalten wurde.

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Update: 10. Juni

Der Preis bei Superbenzin ist vorerst nicht weiter gestiegen. Die Sorte E10 verbilligte sich sogar binnen eines Tages um 0,6 Cent, wie der ADAC am Freitag mitteilte. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags kostete sie 1,942 Euro pro Liter.

Es war der erste Rückgang seit der Entlastung durch die Steuersenkung vergangene Woche. Von Dienstag auf Mittwoch hatte der Preis schon stagniert.

Diesel verteuerte sich dagegen weiter: Am Donnerstag kostete der Kraftstoff 2,012 Euro pro Liter. Das sind 0,5 Cent mehr als am Mittwoch.

Liter Diesel und Super E10 an der Tankstelle seit Steuersenkung in Deutschland wieder teurer

Beide Kraftstoffe haben sich nach der Steuersenkung am Mittwoch vergangener Woche deutlich verteuert. Ein Liter Diesel ist inzwischen nur noch 3,2 Cent billiger als am Tag vor der Steuersenkung um 16,7 Cent. Bei Super E10 sind es 20,9 Cent - bei einer Steuersenkung um 35,2 Cent

Die Corona-Inzidenz in München, Bayern und Deutschland steigt am Freitag weiter an.

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Update: 09. Juni

Der Liter Diesel an der Tankstelle kostet erstmals seit der Steuersenkung wieder mehr als zwei Euro im bundesweiten Tagesdurchschnitt. Für den Mittwoch meldete der ADAC am Donnerstag einen Wert von 2,007 Euro pro Liter. Das sind 1,5 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für E10 stagnierte dagegen bei 1,948 Euro pro Liter.

Hohe Spritpreise trotz Steuersenkung - Diesel kostet wieder über 2 Euro an der Tankstelle

Diesel ist damit schon fast wieder so teuer wie vor der Steuersenkung seit 1. Juni, die bei dem Kraftstoff 16,7 Cent pro Liter ausmachte.

Zum Preis des 31. Mai fehlten am Mittwoch nur noch 3,7 Cent. Die Entwicklung gehe in die absolut falsche Richtung, sagte ein ADAC-Sprecher. „Die Preise sollten runter, nicht rauf.“

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Spritpreise steigen weiter an ‒ Steuersenkung kommt nicht beim Verbraucher an der Tankstelle an

Erstmeldung: 08. Juni

Seit Tagen steigen die Spritpreise und die Verbraucher spüren immer weniger von der milliardenteuren Steuersenkung. Diese ist in der vergangenen Woche in Kraft getreten und hatte am ersten Tag tatsächlich für niedrigere Preise an der Tankstelle gesorgt. Seit dem 1. Juni steigen sie jedoch täglich nach oben.

ADAC: Spritpreise an Tankstelle für Super E10 und Diesel steigen - Steuersenkung kommt nicht beim Verbraucher an der Tankstelle an

Laut ADAC kommt die prognostizierten Senkungen von 35 Cent bei Super E10 und 17 Cent beim Diesel nicht bei den Verbrauchern an. Das zeige nun der Wochenvergleich der Kraftstoffpreise. Der gestiegene Ölpreis könne den Anstieg nur bedingt erklären.

So sank der Preis bei E10 im Vergleich zur Vorwoche nur um 20,2 Cent auf ein bundesweite Mittel von 1,948 Euro je Liter. Auch der Preis für Diesel ist im Vergleich zur Vorwoche nur um 5,2 Cent zurückgegangen und kostet im Bundesschnitt 1,992 Euro je Liter.

Hinzu komme, dass das Preisniveau an den Tankstellen bereits in den Wochen vor der Steuersenkung immer weiter gestiegen sei. Laut ADAC gibt es bei beiden Kraftstoffen unabhängig von der Energiesteuersenkung nach wie vor ein deutliches Potenzial für Preissenkungen.

Weiterhin gelte: Wer abends tankt, könne regelmäßig mehrere Euro gegenüber den Morgenstunden sparen.

Steuersenkung zum Vorteil der Mineralölkonzerne und Übergewinnsteuer als Gegenmaßnahme?

Die Steuersenkung sei ein Fehler gewesen, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, der Deutschen Presse-Agentur. „Denn der größte Teil der drei Milliarden Euro an Steuergeldern wird in den Taschen der Mineralölkonzerne landen.“

Als Gegenmaßnahme schlug er vor: „Die Bundesregierung sollte dem Beispiel Italiens und Großbritanniens folgen und eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne einführen.“ Diese könne „auf die zusätzlichen Umsätze im Vergleich zu 2021 erhoben werden und eine 50-prozentige Steuer auf zusätzliche Gewinne beinhalten.“ Die Einsparung könne die Regierung an alle Bürger in Form einer Energiepauschale zurückgeben.

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, dämpfte im Bayerischen Rundfunk die Erwartungen, Absprachen der Mineralölkonzerne nachweisen zu können. Der Markt sei sehr transparent. Dadurch könnten die Unternehmen „blitzschnell“ auf Preisänderungen der Konkurrenz reagieren. „Dadurch kann natürlich für die Autofahrer oder Autofahrerinnen der Eindruck entstehen: Das kann nur eine Absprache sein, wenn ich überall ähnliche Preise vorfinde.“

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