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Spezi-Streit in München vor Gericht ‒ Darf die Paulaner Brauerei den Namen des Kult-Getränks weiter verwenden?

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Von: Jonas Hönle

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Paulaner Spezi
Spezi-Streit in München vor Gericht - Verliert die Paulaner Brauerei die Namensrechte am Kult-Getränk? © Lennart Preiss/dpa

Spezi - Im Streit um den Namen des Kult-Getränks zieht die Paulaner Brauerei in München vor Gericht. Bei dem Rechtsstreit geht um mehrere Millionen Euro.

Update: 16.49 Uhr

Paulaner und die Brauerei Riegele streiten sich in München vor Gericht um Spezi.

Die Augsburger Brauerei sieht sich als Erfinderin des Kult-Getränks und will Lizenzgebühren für die Verwendung des bekannten Namens. Dafür sieht Paulaner keine rechtliche Grundlage.

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Streit um Kult-Getränk vor Gericht in München - Paulaner gegen Augsburger Brauerei um den Namen Spezi

Nach dem Auftakt wollen die Parteien nun über eine Einigung beraten. Der Streitwert liegt bei 10 Millionen Euro. Ein Urteil könnte am 30. August verkündet werden.

„Das ist unbestritten, dass Riegele den Spezi erfunden hat“, sagte Sebastian Priller-Riegele, der die Brauerei mit seinem Vater leitet.

Mitte der 1950er Jahre ließen die Augsburger das Warenzeichen „Spezi“ eintragen und prägten den Slogan: „Ein Spezi muss dabei sein“, in Anspielung auf die in Süddeutschland verbreitete Bedeutung „guter Freund“.

1977 gründete Riegele einen Verband, um die Produktion mit Hilfe anderer Brauereien in Lizenz zu erweitern.

Kern des aktuellen Streits ist eine Vereinbarung von 1974 zwischen Riegele und der damaligen Paulaner Salvator Thomas-Bräu-AG, die beide Parteien unterschiedlich werten.

Riegele spricht von einem Lizenzvertrag, den man nun gekündigt habe, verbunden mit dem Angebot für einen neuen Vertrag. Bei einem Absatz von 900 000 Hektolitern jährlich könnten bei Paulaner dafür bis zu 5 Millionen Euro pro Jahr fällig werden, rechnete das Gericht vor.

Nach Ansicht Paulaners ist eine Lizenz dagegen gar nicht notwendig. Man habe 1974 nur vereinbart, die beiden Spezi-Getränke voneinander abzugrenzen und nebeneinander zu existieren. Von einem Lizenzvertrag sei keine Rede gewesen, so die Münchner Brauerei.

Zudem habe sich Spezi mittlerweile zu einer Gattungsbezeichnung für diese Art von Cola-Limo-Mischungen entwickelt.

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Spezi-Streit in München - Paulaner Brauerei streitet um Namen des Kult-Getränks vor Gericht

Erstmeldung: 28. Juni, 10.39 Uhr

Spezi gehört in München zum Sommer wie Eis-Essen oder Baden an der Isar. Das Mischgetränk aus Cola und Limonade ist längst Kult und wird von zahlreichen Brauereien unter verschiedenen Namen angeboten.

Vor dem Landgericht München I streiten sich nun zwei Brauereien aus Augsburg und München ab Dienstag (10.00 Uhr) über das alkoholfreie Getränk.

Spezi-Streit in München - Paulaner zieht gegen Augsburger Brauerei wegen Name des Kult-Getränks vor Gericht

Das Münchner Unternehmen Paulaner will dort gerichtlich feststellen lassen, dass es sein Mischgetränk auch in Zukunft „Spezi“ nennen darf. Die Augsburger Brauerei zieht das jedoch in Zweifel.

Es geht auf jeden Fall um viel Geld: Der Streitwert soll bei 10 Millionen Euro liegen.

Die Corona-Inzidenz in München, Bayern und Deutschland steigt am Dienstag weiter an.

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