Machtkampf um Kanzlerkandidatur

Ende im Machtkampf und Entscheidung zur K-Frage ‒ Söder akzeptiert Kanzlerkandidatur von Laschet

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder gibt ein Statement ab.
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Söder äußerte sich nach dem CDU-Vorstandsvotum für Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidat. 

Zwölf Stunden nach dem klaren CDU-Beschluss steht CSU-Chef Söder zu seinem Wort und gratuliert Laschet zur Kanzlerkandidatur.

  • Entscheidung zur Kanzlerkandidatur der Union
  • Sowohl Markus Söder als auch Armin Laschet bekundeten Interesse.
  • Söder akzeptiert CDU-Beschluss für Kanzlerkandidatur von Laschet

Update: 20. April 2021

Söder akzeptiert CDU-Beschluss für Kanzlerkandidatur von Laschet

CSU-Chef Markus Söder hat das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union akzeptiert. „Mein Wort, das ich gegeben habe, gilt“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag in München. „Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union.“

Er werde Laschet ohne Groll und mit voller Kraft unterstützen. Nun gehe es darum zusammenzustehen. Söder zieht damit rund zwölf Stunden nach dem Beschluss des CDU-Führungsgremiums seinerseits einen Schlussstrich unter den seit mehr als einer Woche bestehenden Machtkampf mit Laschet um die Kandidatur.

In einer digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands hatten in der Nacht zum Dienstag 31 von 46 stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern in geheimer Wahl für den eigenen Parteivorsitzenden Laschet als Kanzlerkandidaten plädiert (77,5 Prozent). Nur 9 stimmten für Söder (22,5 Prozent), 6 enthielten sich.

Söder und die CSU hatten die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur erst am Montagnachmittag nach einem einwöchigen nervenaufreibenden Machtkampf in die Hand der CDU gelegt. Dies entscheide die CDU jetzt „souverän“, hatte er gesagt. „Wir als CSU und auch ich respektieren jede Entscheidung.“

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Update: 19. April 2021

Kanzlerkandidatur der Union - Söder nach Treffen mit Laschet wieder auf Rückweg nach Bayern

Nach dem ergebnislosen Treffen von CDU-Chef Armin Laschet und Markus Söder zur Kanzlerkandidatenfrage in der Union ist der CSU-Chef bereits wieder auf dem Weg zurück nach Bayern. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagmorgen aus Kreisen.

Söder und Laschet hatten sich am späten Sonntagabend für rund dreieinhalb Stunden im Bundestagsgebäude in Berlin getroffen. Dem Vernehmen nach konnten sie sich aber noch immer nicht darauf einigen, wer von beiden als Kanzlerkandidat für die Union zur Bundestagswahl am 26. September antritt. Über das weitere Vorgehen in dem seit einer Woche andauernden Machtkampf war zunächst nichts zu erfahren.

CSU-Präsidium berät am Mittag über ungelöste K-Frage

Im Machtkampf in der Union über die Kanzlerkandidatur will die CSU-Spitze am Montag kurzfristig über den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen beraten. Um 13.00 Uhr werde es Beratungen des CSU-Präsidiums geben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen. Um 14.00 Uhr wollen CSU-Chef Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume eine Pressekonferenz geben.

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Update 18. April:

Der Machtkampf zwischen dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur spitzt sich zu.

Markus Söder (CSU) oder Armin Laschet (CDU)? Kanzlerkandidatur der Union noch nicht entschieden

Beide Parteichefs führten am Wochenende nach AFP-Informationen vertrauliche Gespräche mit dem Ziel, ihren Parteien einen einvernehmlichen Vorschlag für einen Kandidaten vorzulegen. Sollte keiner der beiden zum Verzicht bereit sein, könnte die Entscheidung am Dienstag der Bundestagsfraktion zufallen.

Der niedersächsische CDU-Vorsitzende Bernd Althusmann rief die Mitglieder seines Landesvorstands sowie die Bezirks- und Kreisvorsitzenden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur für Sonntag um 20 Uhr zu Online-Beratungen zusammen. Er begründete die Sondersitzung mit „der aktuellen Lage zur K-Frage“. Es wurde erwartet, dass es um ein Stimmungsbild gehen dürfte, ob die Basis in der Frage der Kanzlerkandidatur zu Laschet oder zu Söder tendiert.

Auch der Unions-Nachwuchs wollte sich am Sonntagabend positionieren. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland wollten sich die Landesvorsitzenden der Jungen Union (JU) um 20 Uhr in einer Videokonferenz zusammenschalten.

Markus Söder (CSU) oder Armin Laschet (CDU)? Bayerns Ministerpräsident wirft seinen Hut in den Ring

Update 11. April:

München - Noch ist unklar, wer für die CDU/CSU in der anstehenden Bundestagswahl im Herbst antritt. Fest steht jetzt allerdings: Die Frage der Kanzlerkandidatur der Union wird zum offenen Machtkampf zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Beide erklärten am Sonntag in einer Klausurtagung der Fraktionsspitze ihre Bereitschaft zur Übernahme der Kandidatur, wie AFP von Teilnehmern der Sitzung erfuhr. Eine Entscheidung fiel am Sonntag noch nicht; ein Gespräch der beiden Parteichefs habe noch kein Ergebnis gebracht, hieß es.

Söder: „Wenn die CDU es nicht will, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit.“

Söder sagte nach AFP-Informationen in der Sitzung: „Wenn die CDU bereit wäre, mich zu unterstützen, wäre ich bereit. Wenn die CDU es nicht will, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit.“ Auch Laschet erklärte seine Bereitschaft. „Es gibt zwei potenzielle Kandidaten“, wurde er zitiert. Die beiden Parteichefs sprachen nach Söders Angaben am Samstag über die Kandidatur. Es habe sich um „kein abschließendes Gespräch“ gehandelt, zitierten Teilnehmer den CSU-Chef gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Ähnlich äußerte sich Laschet: „Markus und ich sind im Gespräch.“

Kanzlerkandidatur der Union: Laschet und Söder derzeit im Gespräch

Laschet habe in der Sitzung weiter gesagt, er und Söder trauten sich die Kandidatur gegenseitig zu, berichteten Teilnehmer. „Wir haben uns gegenseitig attestiert, dass wir es beide können“, wurde Laschet von Teilnehmern zitiert. Über das weitere Vorgehen zur Kür des Unionskandidaten sei er mit Söder „im Gespräch“ . Laschet habe hinzugefügt: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst. Wir werden die Frage gut, miteinander auch in persönlicher Wertschätzung, die es gegenseitig gibt, beantworten.“ Wichtig sei „die Rückendeckung der Parteien und die Geschlossenheit der Union“.

Quelle: afp/kf

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