Neues rund um die Weißenburger Straße

Shoppingtour durch die Weißenburger Straße

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Ein Ort zum Verweilen – der Weißenburger Platz mit seinem historischen Brunnen.

Urbanes Dorf mitten in der Stadt – Bummeln im Franzosenviertel

Gerade einmal neun Minuten dauert es theoretisch bis ein Fußgänger die Weißenburger Straße im schönen Stadtteil Haidhausen von einem Ende zum anderen entlang gegangen ist – das behauptet zumindest der Routenplaner von Google Maps. In Wirklichkeit jedoch braucht man wesentlich länger für die rund 750 Meter, denn die Strecke führt nicht nur über vier interessante Plätze, sondern auch entlang vieler kleiner Läden, die es geradezu unmöglich machen, einfach vorbeizugehen. Hübsch dekorierte, einladende Schaufenster zeigen das vielfältige Angebot, das den Haidhausern hier tagtäglich zur Verfügung steht. Ja, wer in Haidhausen lebt, braucht sein Stadtviertel nicht zu verlassen, um seinen täglichen Bedarf zu decken. 

Nahversorgung und Raritäten 

Die Nahversorgung ist dank zahlreicher Lebensmittelläden mit unterschiedlichen Angebotsrichtungen gesichert – von Bäckerei, Metzgerei, Delikatessen- und Bioladen. Auch Par- Ein Ort zum Verweilen – der Weißenburger Platz mit seinem historischen Brunnen. fümerie, Drogerie, Haarpflege, Kosmetik ist zu finden. Für die medizinische Versorgung gibt es neben Ärzten und Apotheken auch Optiker und Akustiker. Der Lesestoff geht dann Kiosk und Buchhandlung auch nicht aus und damit man auch bezahlen kann, ist Bank und Post nicht weit. Haidhausen zeichnet sich auch aus durch viele Fashionstores für Damen, Herren und Kinder. So mancher Laden hat Mode oder Einrichtungsgegenstände von Designern im Angebot, die es nur hier im Viertel zu kaufen gibt. Und wer lieber ins Kaufhaus geht, hat mit dem ehemaligen Kaufhaus Horn (Kaufring) am Orleansplatz, auch dafür die richtige Anlaufstelle vor Ort.

Denkmalgeschützte Fassaden 

Wer nur ans Shoppen denkt und eilig von einem Laden zum nächsten läuft verpasst allerdings einiges. Ein Blick nach oben lohnt sich in jedem Fall, denn in Haidhausen –und speziell auch in der Weißenburger Straße – entstand Ende des 19. Jahrhunderts besonders viel Wohnraum. Viele Gebäude haben die Kriegsjahre überstanden. Ihre Fassaden überwiegend im Stil der Neurenaissance und des Neubarocks sind nicht nur erhalten, sondern wurden im Laufe der Jahre schonend saniert. Viele Häuser stehen unter Denkmalschutz. 

Ein Hauch von Frankreich weht am Pariser Platz.

Plätze zum Ausruhen

Wenn die Shoppingtour anstrengend wird, laden die hübschen Plätze, die die Weißenburger Straße unterbrechen, zum Ausruhen und Verweilen ein. Zugegeben: der Rosenheimer Platz nur bedingt. Er ist eher der Verkehrsknotenpunkt im Stadtviertel, aber nur ein paar Schritte in östliche Richtung trifft man auf den Weißenburger Platz mit seinem prächtigen „Glaspalastbrunnen“ in der Mitte. Der von August von Voit im Jahr 1853 entworfene Brunnen stand zunächst im Glaspalast im Alten Botanischen Garten – daher der Name. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde der Brunnen an den Orleansplatz versetzt. Als der dort befindliche Ostbahnhof umgebaut wurde, musste er erneut weichen und wurde auf den nahe gelegenen Weißenburger Platz versetzt. 

Ausgehen im Viertel 

Nach Einbruch der Dunkelheit ist das Wasserspiel des Brunnens beleuchtet und bietet für die Nachtschwärmer einen willkommenen Ruhepol. Ja, auch ein Nachtleben findet hier statt, denn es gibt sehr viele kleine Restaurants und Bars aus aller Herren Länder, die nicht nur für die Haidhauser verlockend sind. Auch Münchner aus anderen Stadtteilen und Besucher aus dem Umland schätzen das breite gastronomische Angebot im Franzosenviertel, wie Haidhausen gerne genannt wird. Wer schon einmal am Pariser Platz eine Pause eingelegt hat, fühlt sich tatsächlich ein wenig wie in der französischen Hauptstadt. Mit hübsch angelegter Blumenrabatte und dem kleinen Kiosk lädt der Platz ein mit einer Zeitung und einem Kaffee das bunte Treiben zu betrachten. Nur wenige Meter weiter endet die Shoppingtour durch die Weißenburger Straße auf dem Orleansplatz.

Kleine und große Schlachten 

Namensgebung und Gestaltung des Franzosenviertel haben übrigens einen historischen Hintergrund: Als das Viertel 1872 nach dem deutschen Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 angelegt wurde, beschlossen die Planer Plätze und Straßen nach französischem Vorbild zu gestalten und so laufen die Straßen sternförmig auf die Plätze zu und die Straßennamen sind nach Orten benannt, an denen während des Deutsch-Französischen Krieges deutsche Armeen Schlachten gewannen. Heutige Auseinandersetzungen beziehen sich eher auf Verkehrsfragen, Mietpreise und Infrastrukturen. Aber auch wenn das Stadtviertel durch zahlreiche Neubauten und Zuzüge in den letzten Jahren stark gewachsen ist, hat es sich mancherorts zum Glück seinen Charakter erhalten und mutet an einigen Plätzen und Straßen, nicht zuletzt auch dank seiner hübschen Infrastruktur mit kleinen Läden und Cafés, auch heute noch an wie ein urbanes Dorf.

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