Aktuelle Lage

Piazolo verteidigt Corona-Absage der Faschingsferien in Bayern ‒ und lobt Distanzunterricht der Schulen

Die 14 Jahre alte Lilli hat auf einem Laptop die Lernplattform „mebis“ für bayerische Schulen geöffnet. Mit dieser Anwendung können Kinder auch bei Schulschließungen digital unterrichtet werden. In der Coronakrise konnten viele Schülerinnen und Schüler in Deutschland digital nicht erreicht werden.
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Zum Start in den Corona-Lockdown gab es Probleme mit der Lernplattform Mebis.
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  • Benedikt Strobach
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Die Faschingsferien in Bayern bleiben wegen Corona abgesagt. Kultusminister Piazolo lobt den mittlerweile funktionierenden Distanzunterricht - Ziel ist jedoch Unterricht in Schulen.

  • Schulen und Kitas sind im Corona-Lockdown geschlossen.
  • Die Abschlussprüfungen an allen Schulen in Bayern werden verschoben.
  • Nach Bund-Länder Konferenz berät das Kabinett über Öffnung von Schulen und Kitas in Bayern.

Update: 18. Februar 2021

Schulen in Bayern starten nach Corona-Lockdown wieder mit Präsenzunterricht

Seit dem 1. Februar sind in Bayern  die Abschlussklassen von GymnasienFachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie Klassen beruflicher Schulen, die zeitnah ihre Abschlussprüfungen schreiben, zurück an den Schulen.

Am Montag, den 22. Februar, folgen Grundschüler sowie die Abschlussjahrgänge aller anderen allgemeinbildenden Schulen wie Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche, die entsprechende Stufen an Förderschulen besuchen.

Ein Start, der mit vielen Fragen verbunden ist. Was für Masken, Wechselunterricht, Leistungsnachweise und Tests an den Schulen gilt...

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Update: 17. Februar 2021

Corona an Schulen in Bayern: Piazolo über Distanz- und Präsenzunterricht

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (FW) hat den Distanzunterricht der vergangenen Wochen gelobt. „Zu Hause zu lernen, das ist eine besondere Herausforderung, das ist eine Revolution“, sagte er beim politischen Aschermittwoch der Freien Wähler in Deggendorf.

Inzwischen laufe dieser Unterricht über das Internet richtig gut im Freistaat, sagte er im Hinblick auf die technischen Probleme mit der staatlichen Lernplattform Mebis am Ende des vergangenen Jahres.

Piazolo sagte, dass der Unterricht daheim inzwischen so gut funktioniere, dass manche nicht so schnell zum Unterricht in den Schulen zurückkehren wollten.

„Da bleiben wir auf dem Teppich“, betonte er. Der Präsenzunterricht im Klassenzimmer sei weiterhin das Ziel, betonte der Minister. Nach und nach würden die Jahrgangsstufen zurückkommen. „Kinder brauchen Kinder, Jugendliche brauchen Jugendliche.“

Piazolo verteidigt die Streichung der Faschingsferien in Bayern

Die Woche Unterricht sei nötig, um Unterrichtslücken aufzufangen. „Da wird großartiges geleistet“, sagte er über den Unterricht in diesen Tagen. Gerade die Absage der Ferienwoche hatte bei vielen Eltern, Schülern und Lehrern für viel Kritik gesorgt.

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Letztes Update: 11. Februar 2021, 14. 37 Uhr

Corona in Bayern - Grundschul- und Kita-Öffnungen ab 22. Februar - bei Inzidenz unter 100

In Bayern sollen Grundschulklassen ab dem übernächsten Montag (22. Februar) an die Schulen zurückkehren - aber nur im Wechselunterricht und nur in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100.

Auch Kitas sollen an diesem Termin wieder im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München an.

In Regionen, in denen es dann weiterhin nur Notbetreuung gebe, aber auch für Eltern, die aus freien Stücken ihre Kinder nicht in die Betreuungseinrichtungen bringen, sollen die Gebühren vorläufig weiter erstattet werden, wie Söder sagte.

Zudem sollen nach den Abschlussjahrgängen an Gymnasien und beruflichen Schulen dann auch die Abschlussklassen an Real- und Mittelschulen wieder Präsenzunterricht bekommen. Wann auch für alle anderen Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen wieder Wechselunterricht starten könnte, bleibt dagegen weiter offen.

Bei den Schulöffnungen ist Söder im Ländervergleich zwar nicht vornedran. Der CSU-Chef, der im Anti-Corona-Kampf sonst eng an der Seite der Kanzlerin steht, öffnet aber schneller weitere Schulkassen, als sich das Angela Merkel (CDU) nach eigener Aussage gewünscht hätte. Merkel hatte nach Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch gesagt, sie hätte für Schul- und Kita-Öffnungen erst zum 1. März plädiert.

Andererseits gibt es weitere Öffnungen an den Schulen in Bayern nun erst in der Woche nach den ursprünglich geplanten Faschingsferien. Die kurzfristige Streichung der Ferien hatte Söder Anfang Januar unter anderem damit begründet, dass man in dieser Zeit ausgefallenen Präsenzunterricht nachholen könne.

Dies gilt nun also lediglich für die Abschlussjahrgänge an Gymnasien und beruflichen Schulen, die inzwischen wieder Präsenzunterricht bekommen. Die Rücknahme der Streichung der Ferien hatte die Staatsregierung ungeachtet breiter Proteste von Lehrern, Eltern und Schülern wiederholt abgelehnt.

Beurlaubung bei Angst vor Ansteckung im Präsenzunterricht möglich

Kinder und Jugendliche, die große Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Präsenzunterricht haben, sollen in Bayern beurlaubt werden können.

„Es wird immer Schülerinnen und Schüler geben, die in einer besonderen Risikosituation sind - objektiv, vielleicht aber auch subjektiv. Weil es in der Familien entsprechende Fälle gibt, weil sie selbst vielleicht gefährdet sind oder weil sie Angst haben vor Ansteckung.

Michael Piazolo

„Da machen wir wie auch in der Vergangenheit großzügige Regelungen, großzügige Regelungen auch der Beurlaubung.“ Betroffene sollten sich an die jeweilige Schulleitung wenden. „Und dann werden wir auch entsprechend großzügige Regelungen finden“, versprach Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler)

Staatsregierung empfiehlt Schülern medizinische Masken

Bei der schrittweisen Rückkehr zum Präsenzunterricht an den Schulen empfiehlt die Staatsregierung auch Schüler*innen das Tragen medizinischer Masken. Damit sind sogenannte OP-Masken gemeint - also keine FFP2-Schutzmasken oder ähnliches.

Für das Personal an Schulen stellt die Staatsregierung laut Kabinettsbeschluss medizinische Masken unentgeltlich zur Verfügung - und für das Kita-Personal als „einmalige und freiwillige Leistung“.

Geplant sind zudem mehr Corona-Selbsttests: Sobald diese zur Verfügung stehen, soll das Personal an Schulen und Kitas damit
ausgestattet werden, und zwar für zwei freiwillige Testungen pro Woche.

Schüler*innen und Schüler ab dem Alter von 15 Jahren sollen dann ebenfalls einen freiwilligen Selbsttest pro Woche bekommen. Bis dahin werde es regelmäßige Reihentestangebote geben, hieß es.

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Kabinett berät über Öffnung für Schulen und Kitas in Bayern

Nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch will das bayerische Kabinett am Donnerstag (11.00 Uhr) über konkrete Öffnungstermine für die Schulen und Kitas im Freistaat entscheiden. Zuvor berät darüber dem Vernehmen nach der Koalitionsausschuss.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte Zeitpunkte und einzelne Öffnungsschritte am Mittwochabend völlig offen gelassen. Er sagte allerdings, Bayern werde im Vergleich mit anderen Ländern „eher etwas vorsichtig und zurückhaltend“ sein - damit scheinen erste Öffnungen mindestens für kommenden Montag eher ausgeschlossen zu sein. Als frühestmögliches Datum hatte zuletzt der kommende Mittwoch gegolten.

Priorität bei der Rückkehr an die Schulen sollen Grund- und Förderschüler sowie die Abschlussklassen aller Schularten haben.
Insgesamt dürfte es noch länger auf Wechselunterricht hinauslaufen. Bislang durften lediglich die Abschlussjahrgänge an Gymnasien und beruflichen Schulen schon wieder in den Präsenzunterricht einsteigen.

Impfung für Grundschul- und Kita-Personal vor dem Sommer

Kita- und Grundschulpersonal könnte nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch vor dem Sommer mindestens die erste Corona-Impfung bekommen. Das sagte sie am Mittwoch nach Beratungen mit den Ländern über das weitere Vorgehen in der Pandemie.

Bund und Länder hatten dabei vereinbart, zu prüfen, ob die Impfverordnung so geändert wird, dass Kita-Personal und Grundschullehrerinnen und -lehrer früher als bisher vorgesehen geimpft werden könnten.

Diese Berufsgruppen hätten nicht die Chance, in ihrer Berufsausübung die notwendigen Abstände einzuhalten, sagte Merkel. Es gehe um ein Signal, dass Kita und Schule wichtig seien und „dass wir eine besondere Schutzpflicht für diese Beschäftigten haben, das wollen wir damit ausdrücken.“

Geprüft werden soll dem Beschluss von Bund und Ländern zufolge nun, ob die genannten Gruppen in der „Kategorie zwei mit hoher Priorität“ geimpft werden können. Beschlossen ist also noch nichts.

Corona-Impfung für Lehrer und Kita-Personal

In der Impfverordnung zählen Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte bisher zur Gruppe drei - zusammen mit Über-60-Jährigen. Derzeit laufen Impfungen der Gruppe eins, zu der Über-80-Jährige, Personal und Bewohner in Pflegeheimen sowie Gesundheitspersonal mit höchstem Ansteckungsrisiko zählen. Angestrebt wird, die Impfungen in dieser Gruppe gegen Ende März abzuschließen. Dann könnte die zweite Prioritätsgruppe folgen.

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Letztes Update: 10. Februar 2021, 15.40 Uhr

Entwurf vor Corona-Konferenz - Länder sollen über Öffnung von Schulen und Kitas entscheiden

Die Länder sollen nach einem neuen Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Beratungen am Nachmittag eigenständig über die Öffnung von Schulen und Kitas bestimmen. „Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung“, heißt es im dem Papier, das am Mittwochmorgen vom Kanzleramt an die Länder verschickt wurde.

Es trägt die Uhrzeit 7.40 Uhr und lag der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren voneinander unabhängigen Quellen vor. Grundsätzlich wird darin eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. März vorgeschlagen.

Das Papier soll nach dpa-Informationen vorabgestimmt sein mit den Ländern Berlin und Bayern. Berlin hat derzeit den Vorsitz den Ministerpräsidentenkonferenz, Bayern die Stellvertretung. Auch mehrere Medien berichteten über den neuen Beschlussvorschlag.

Merkel schlägt höhere Impfpriorität für Lehrer und Erzieher vor

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bei den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Coronakrise dafür eingesetzt, dass Lehrer und Erzieher eine höhere Priorität beim Impfen erhalten.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern schlug Merkel am Mittwoch in der Runde mit den Ministerpräsidenten der Länder eine entsprechende Prüfung vor. Angesichts der bevorstehenden Schulöffnungen habe die Kanzlerin in der Ministerpräsidentenkonferenz darauf hingewiesen, dass gerade Erzieherinnen und Erzieher keine Möglichkeit hätten, die notwendigen Abstände einzuhalten, hieß es weiter. Deshalb müsse geprüft werden, wann Erzieher und Lehrer so in die Reihenfolge eingefügt werden könnten, dass sie bald geimpft werden könnten.

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Update: 08. Februar 2021

Hoffnung auf Öffnung der Schulen in Bayern - Entscheidung erst nach Corona-Konferenz von Bund und Ländern

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hofft auf eine möglichst rasche Rückkehr zum Präsenzunterricht an Grund- und Förderschulen - genaue Öffnungsschritte und Termine sind aber weiterhin offen. Das sagte Piazolo am Montag nach einer
Videoschalte mit Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern in München.

Konkrete Entscheidungen werden erst in den Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch, im bayerischen Kabinett am Donnerstag und endgültig am Freitag im Landtag erwartet.

„Ich persönlich halte gerade bei den Grundschülern für wichtig, dass alle in absehbarer Zeit wieder in die Schule kommen“, sagte Piazolo. Bei den Grundschülern sei der soziale Kontakt noch wichtiger - und die Eltern seien hier zu Hause noch viel stärker involviert. Er ließ offen, ob an einem bestimmten Datum sofort alle Grundschüler wieder die Schule besuchen oder ob dies schrittweise geschieht. „Ob wir das schaffen in einen Schritt, das müssen wir diskutieren.“

Klar scheint allerdings schon jetzt, dass es am Anfang lediglich Wechselunterricht mit geteilten Klassen geben wird.

Eine Priorität solle darüber hinaus auf die Abschlussklassen auch an Mittel- und Realschulen gelegt werden, sagte Piazolo.

Es werde zudem ein Konzept für Masken und Tests geben - dieses befinde sich gerade in der Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsministerium.

Eine Rücknahme der Streichung der Faschingsferien dürfte es trotz vielfältiger Proteste indes nicht geben. „Bei den Faschingsferien ist die Position bekannt, da gibt es nichts Neues“, sagte Piazolo.

Corona-Lockdown an Schulen in Bayern - Piazolo trifft Schüler, Lehrer und Eltern

Wie geht es weiter mit Distanz-, Wechsel- und Präsenzunterricht an den Schulen in Bayern? Die einen wollen unbedingt so schnell wie möglich in die Klassenzimmer zurück, die anderen halten das für völlig unverantwortlich.

Inmitten vehement geführter Diskussionen zur Form des Unterrichts in Bayern trifft sich Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag (9.00 Uhr) in München mit Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern. Diese zum Austausch gedachten Runden finden derzeit in regelmäßigen Abständen statt.

Angesichts des bislang bis zum 14. Februar befristeten Corona-Lockdowns und sinkender Infektionszahlen dürfte diesmal besonders rege über die Frage diskutiert werden, ob - und wenn ja, ab wann - welche Schülerinnen und Schüler wieder in den Schulgebäuden unterrichtet werden.

Piazolo hatte bereits angekündigt, dass dies relativ kurzfristig je nach Entwicklung der Infektionszahlen entschieden werde. Er hoffe, dass es vor allem an Grund- und Förderschulen wieder mehr Präsenzunterricht geben werde, sagte Piazolo vor knapp einer Woche.

Wie geht es mit Distanz-, Wechsel- und Präsenzunterricht weiter?

Bayernweit lernen die Kinder und Jugendlichen seit Beginn des zweiten Lockdowns zu Hause - mit einer Ausnahme:

Zum 1. Februar sind die meisten Abschlussklassen in den Wechselunterricht zurückgekehrt, das sind insgesamt 2,4 Prozent der Lernenden. Dieser Schritt hatte zu harscher Kritik geführt.

Landesschülersprecher Moritz Meusel etwa sagte: „Die Politik spielt hier mit dem Leben von Schülern, Lehrern und deren Umfeld.“

Lehrerverbände wiesen zudem darauf hin, dass eine Mischung aus Wechselunterricht für die einen und gleichzeitigem Distanzunterricht für die anderen praktisch unmöglich sei.

Streit gibt es auch um die Faschingsferien, die die Staatsregierung in diesem Jahr gestrichen hat, damit die Lernrückstände nicht allzu groß werden. Nahezu sämtliche Vertreter der sogenannten Schulfamilie beklagen jedoch, dass die Kinder und Jugendlichen sowie ihre durch die ständige Betreuung neben der eigenen Arbeit oftmals extrem gestressten Eltern diese Pause dringend bräuchten.

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Update: 02. Februar 2021

Corona in Bayern - Entscheidung über weitere Schul- und Kita-Öffnungen erst kurzfristig

Kinder und Eltern, Lehrer und Erzieher in Bayern müssen sich weiterhin in Geduld üben, ob und welche weiteren Öffnungsschritte es ab dem 15. Februar an Schulen und Kitas geben wird.

Entscheidungen dazu würden erst kommende Woche, also wieder relativ kurzfristig, gefällt, sagten Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München.

Man müsse dazu die weitere Entwicklung der Corona-Zahlen abwarten. „Corona lässt nicht immer Planungssicherheit zu“, sagte Piazolo.

Die Staatsregierung arbeitet nach Worten von Piazolo und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) aber an verschiedenen Szenarien - und an einem Testkonzept für die Schulen. Man sei bei diesem Testkonzept aber noch im Diskussionsprozess, sagte Holetschek. Offen ist demnach beispielsweise, wer genau getestet werden könnte, die Frage der Freiwilligkeit oder die Frage nach den Inzidenzwerten.

Seit Montag befinden sich Abschlussklassen etwa an Gymnasien wieder im Wechselunterricht - laut Piazolo 2,4 Prozent aller Schüler.

Bayern finanziert Zusatz-Schulbusse bis zu den Sommerferien

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen finanziert die Staatsregierung zusätzliche Schulbusse nun bis zum Beginn der Sommerferien. Für das entsprechende Sonderprogramm werden weitere 20 Millionen Euro bereitgestellt.

Damit übernimmt der Freistaat weiterhin hundert Prozent der Kosten, die den Kommunen für die Bereitstellung zusätzlicher Schulbusse entstehen. Bislang waren in diesem Jahr 20 Millionen Euro, aber nur für die Zeit bis zu den Osterferien, vorgesehen gewesen. Man wolle für Sicherheit für die Schüler*innen sorgen, sagte Staatskanzleichef Herrmann nach der Videoschalte des Kabinetts in München.

Das gelte vor allem vorausschauend für die Zeit, wenn es wieder mehr Präsenzunterricht geben werde. Man lasse die Kommunen mit dieser Aufgabe und den Kosten nicht alleine.

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Letztes Update: 01. Februar 2021, 13.04 Uhr

Erste Schüler in Bayern wieder in den Klassen - Abschlussklassen im Wechselunterricht

Dank sinkender Corona-Neuinfektionen dürfen die ersten Schüler in Bayern an diesem Montag wieder in der Schule lernen. Fast sieben Wochen waren sie nun zu Hause - Treffen nur noch im digitalen Klassenzimmer, Übungen in Lernplattformen, der Lehrer
auf Distanz.

Nun heißt es zumindest in Abschlussklassen wieder: Maske auf und Abstand halten, soweit es geht.

Seit dem 16. Dezember vergangenen Jahres waren Bayerns Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossen, nur Notbetreuung möglich.

Jetzt dürfen zunächst die Abschlussklassen an Gymnasien sowie Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) in den Wechselunterricht - also mal Lernen zu Hause, dann wieder mit verminderter Schülerzahl im Klassenraum.

„Schriftliche Leistungsnachweise können auch in voller Klassen- bzw. Kursstärke durchgeführt werden, wenn im Prüfungsraum durchgängig ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann“, teilte das Kultusministerium mit.

Auch für Schüler*innen anderer Schulformen, die vor der Abitur- beziehungsweise Fachabiturprüfung stehen - etwa an den Abendgymnasien - soll vom 1. Februar an Wechselunterricht stattfinden. Dazu zählen auch diejenigen in den beruflichen Schulen, bei denen noch vor Ostern die Abschluss- oder Kammerprüfungen geplant sind.

Insgesamt betrifft es aber nur rund 2,3 Prozent der 1,65 Millionen Schüler im Land.

Zur Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfungen kehren auch Auszubildende in Handwerksberufen in den Präsenzunterricht zurück.

Weil die Prüfungen der Abschlussklassen bei den Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen später beginnen als beispielsweise die der Gymnasien, dürfen deren Schüler noch nicht zurück in die Klassenzimmer.

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) möchte erst nach dem 14. Februar wieder die Schulen für weitere Klassenstufen öffnen. Vor dieser Entscheidung soll es allerdings einen Bildungsgipfel mit allen Beteiligten geben. Der blickt dann natürlich auch auf das Infektionsgeschehen.

Corona-Tests für Bayerns Lehrer und Schüler vor Rückkehr in Präsenzunterricht gefordert

Vor ihrer Rückkehr in den Präsenzunterricht an den Schulen sollten Schüler und Lehrer in Bayern nach Ansicht von SPD-Bildungspolitikerin Simone Strohmayr auf Corona getestet werden.

Österreich geht hier mit gutem Beispiel voran. Dort gibt es fünf Millionen einfach zu handhabende Antigen-Schnelltests für die Schulen. Ein solcher freiwilliger Test wäre auch für Bayern geeignet

Simone Strohmayr

Zudem müssten Lehrkräfte mit sicheren FFP2-Masken ausgestattet werden, betonte Strohmayr. Auch für Schüler, die ihre eigenen Masken vergessen haben, müsse Ersatz zur Verfügung gestellt werden. Wie es mit dem Schulbetrieb weitergeht, ist offen. Die aktuellen Beschränkungen gelten vorerst bis zum 14. Februar.

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Update: 28. Januar 2021

Corona an Schulen in Bayern: Piazolo spricht zur aktuellen Lage zu Distanz- und Wechselunterricht

Kultusminister Michael Piazolo betonte heute in einem Pressegespräch, dass auch während der Zeit des Distanzunterrichts kein Kind zurückgelassen werden darf.

Nicht alle Kinder haben die gleichen Voraussetzungen und wir müssen dafür sorgen, dass deshalb die Schulen die gleichen Standards gewährleisten. Wir dürfen die Bildungsgerechtigkeit nicht aus dem Blick verlieren. Bei Schule geht es um mehr als um bloße Wissensvermittlung.

Michael Piazolo

Deswegen sei es wichtig, dass die Lehrkräfte Kontakt zu den Schüler*innen halten und kontinuierlich Feedback geben. Wo dies nicht geschieht, gehe die Schulaufsicht eventuellen Hinweisen gezielt nach.

Das Kultusministerium habe entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen, etwa mit den rechtlichen Grundlagen für Distanzunterricht, dem pädagogischen Rahmenkonzept und der finanziellen Unterstützung der Schulaufwandsträger.

Ferner bestätigte Minister Piazolo, dass ab dem 1. Februar 2021 für folgende Jahrgangsstufen Wechselunterricht stattfindet:

  • der Abiturjahrgang 2021 (Gymnasien und FOSBOS) sowie
  • die Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen, bei denen bis Ostern die Abschluss- bzw. Kammerprüfungen anstehen.

Piazolo betonte, dass die aktuelle Corona-Lage derzeit keinen Präsenzunterricht für alle zulasse. Man wolle jedoch möglichst schon ab Mitte Februar, möglichst viele der übrigen Schüler*innen zumindest für einen Wechselunterricht wieder in die Schulen holen.

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Update: 27. Januar 2021

Corona in Bayern - Abschlussklassen starten zum 1. Februar mit Wechselunterricht

Die ersten Schüler kehren an Bayerns Schulen zurück: Zum 1. Februar starten die Abschlussklassen an Gymnasien sowie FOS und BOS mit dem Wechselunterricht.

Wie ein Sprecher des Kultusministeriums am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte, gehören dazu auch Schülerinnen und Schüler anderer Schulformen, die vor der Abitur- beziehungsweise Fachabiturprüfung stehen - etwa an den Abendgymnasien.

Auch diejenigen in den beruflichen Schulen, bei denen noch vor Ostern die Abschluss- oder Kammerprüfungen anstehen, dürfen ab Februar wieder abwechselnd am heimischen Schreibtisch und im Klassenzimmer lernen. Die übrigen Klassen sollen nach aktuellem Stand Mitte Februar in die Schulgebäude zurückkommen.

Für die Rückkehrer gelten die Abstandsregeln und eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer. Der vorzeitige Start der Abschlussklassen war zwar vergangene Woche bereits angekündigt worden, stand aber zunächst unter dem Vorbehalt des Infektionsgeschehens.

Nachdem die Zahlen im Lockdown nun weiter nach unten gingen, gab das Kultusministerium nun endgültig grünes Licht für den Wechselunterricht.

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Update: 26. Januar 2021

Corona in Bayern - Eltern bekommen Gebühren für Kita und Mittagsbetreuung erstattet

Eltern, die ihre Kinder derzeit gar nicht oder nur an wenigen Tagen in die Notbetreuung in den Kitas geben, sollen finanziell entlastet werden.

Die Elternbeiträge für Krippen, Kindertageseinrichtungen, -pflegestellen und die Mittagsbetreuung sollen rückwirkend zum 1. Januar und vorausschauend für den Februar übernommen werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag.

Die Kosten übernehmen zu 30 Prozent die Kommunen und zu 70 Prozent der Freistaat.

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Update: 25. Januar 2021

Umfrage an Münchner Schulen - Es fehlt an digitalen Endgeräten in der Corona-Pandemie

Laut einer Blitz-Umfrage des Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. (MLLV) fehlen für den Distanzunterricht an Schulen in München Leihgeräte für Schüler und Dienst-Laptops für Lehrer.

Auf Anfrage des MLLV zur aktuellen Situation meldeten sich 110 Schulleitungen innerhalb von zwei Tagen zurück. Dabei meldeten fast zwei Drittel Ausstände bei den digitalen Endgeräten für Schüler*innen. Außerdem gaben alle Schulleitungen an, keine Endgeräte für Lehrer zu haben.

Der MLLV kritisiert, dass trotz der enormen Investition der Stadt München, noch immer Versorgungslücken beständen und warnt vor weitreichenden Folgen. Die Grundvoraussetzungen für sinnvollen Distanzunterricht seien dadurch nicht gewährleistet. Vor allem könnten Schüler*innen aus benachteiligten Familien nicht am Unterricht teilnehmen und Lehrer*innen müssten ihr „Homeoffice“ auf eigene Kosten ausstatten.

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Update 21. Januar 2021

Corona Lockdown an Schulen in Bayern: Erweiterung des Förderprogramms für Luftfilter in Schulen

Das Kultusministerium erweitert sein Förderprogramm für mobile Luftreinigungsgeräte. Ab heute können die Schulaufwandsträger für alle Klassen und Fachräume weitere staatliche Fördermittel für die Beschaffung mobiler Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion beantragen.

Kultusminister Michael Piazolo: „Gesundheitsschutz für die Schüler und Lehrkräfte hat für mich höchste Priorität. Ich danke den Kommunen, die in der ersten Antragsrunde mobile Luftreiniger für über 4.000 Klassenzimmer bestellt haben, die sich nicht gut lüften lassen.

Mit der zweiten Antragsrunde können sie ab sofort noch weitere mobile Luftfilter beschaffen – jetzt für alle Räume. Mit umfassenden Hygieneregeln, Maskenpflicht, Lüftungskonzepten, CO2-Messgeräten und Luftreinigungsgeräten haben wir ein umfassendes Konzept für den Gesundheitsschutz an den Schulen.“

Der staatliche Förderanteil in der zweiten Antragsrunde für mobile Luftreinigungsgeräte liegt bei 50 Prozent, der Förderhöchstbetrag pro Raum beträgt 1.750 Euro. Anträge können bis zum 31. März 2021 gestellt werden. Die Richtlinie ist ab sofort unter www.km.bayern.de/lueften-schulen abrufbar.

Update 18. Januar 2021

Corona Lockdown an Schulen in Bayern: Alle Abschlussprüfungen werden verschoben - Klausuren und Probearbeiten reduziert

Nach den Abiturprüfungen werden wegen der Corona-Pandemie in Bayern auch an allen anderen Schulen die Abschlussprüfungen verschoben: an Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen um zwei, an den Fachoberschulen und Berufsoberschulen sogar um gut drei Wochen. Das teilte das Kultusministerium am Montag in München mit. In der Oberstufe der Gymnasien und in der Grundschule wird zudem die Zahl der Klausuren und Probearbeiten nochmals reduziert - eine logische Folge der derzeitigen, bislang bis Monatsende befristeten Schulschließungen.

„Dieses Schuljahr im Zeichen der weltweiten Corona-Pandemie erfordert besondere Maßnahmen“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). „Wichtig ist mir: Wir ermöglichen allen Jugendlichen in den jeweiligen Abschlussklassen faire Bedingungen für ihre anstehenden Prüfungen.“ Auch in Klasse vier, wenn der Übertritt auf weiterführende Schulen ansteht, nehme man zeitlichen Druck heraus.

Corona Lockdown an Schulen in Bayern: Der Zeitplan für die Abschlussprüfungen an allen Schulen

Konkret bedeutet die Corona-bedingte Verschiebung der Abschlussprüfungen aller Schulen in Bayern:

  • In der Grundschule wird die Zahl der Probearbeiten erneut reduziert: von 18 auf 14 Probearbeiten. Der Termin für das Übertrittszeugnis auf die weiterführenden Schulen wird vom 3. auf den 7. Mai verschoben.
  • In der Mittelschule beginnen die Prüfungen für den mittleren Schulabschluss statt wie geplant am 22. Juni nun am 6. Juli - im Fach Muttersprache bleibt es beim 23. Juni als Prüfungstermin. Beim Quali starten die Prüfungen statt am 28. Juni nun am 12. Juli - im Fach Muttersprache bleibt es weiter beim 25. Juni als Prüfungstermin.
  • In der Realschule geht es mit den schriftlichen Prüfungen statt am 22. Juni am 6. Juli los. Die zentralen mündlichen Prüfungen in den Fremdsprachen werden laut Ministerium ebenso nach hinten verschoben.
  • In der Wirtschaftsschule beginnen die schriftlichen Prüfungen statt wie ursprünglich geplant am 18. Juni nun am 2. Juli.
  • In den Fachoberschulen und Berufsoberschulen (FOS/BOS) starten die schriftlichen Prüfungen statt am 17. Mai nun erst am 10. Juni.
  • Die Abiturprüfungen am Gymnasium beginnen statt am 30. April am 12. Mai. In den Klassenstufen 11 und 12 wird das erste Halbjahr verlängert, und die Zahl der Klausuren im zweiten Halbjahr wird deutlich reduziert: Schulaufgaben werden in der Q11 laut Ministerium nur in Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache beziehungsweise in der Q12 in den drei schriftlichen Abiturfächern geschrieben.

„Ich weiß, dass sich viele eine schnelle Rückkehr zur Normalität wünschen - Corona lässt dies aber nicht zu“, sagte Piazolo. „Unsere Maßnahmen schaffen die Grundlage, dass die Schülerinnen und Schüler trotz der außergewöhnlichen Situation faire Bedingungen vorfinden und gut durch das Schuljahr kommen.“ Dabei sind, sollte dies notwendig werden, nochmalige Änderungen nicht ausgeschlossen. „Falls nötig, werden wir weitere Anpassungen vornehmen“, kündigte Piazolo an.

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Update: 11. Januar 2021

Corona Lockdown an Schulen in Bayern: Lernplattform Mebis bei Beginn von Distanzunterricht nahezu störungsfrei

Nach viel Ärger um Bayerns digitale Lernplattform Mebis hat der durch den Corona-Lockdown bedingt digitale Schulstart nach den Weihnachtsferien laut Kultusministerium weitgehend störungsfrei funktioniert. Bei Mebis wurden demnach bis 16.00 Uhr 468.000 erfolgreiche Logins registriert. Erst nach dem regulären Unterrichtsschluss an den meisten Schularten habe es mittags kurzzeitig Verbindungsstörungen gegeben. Diese seien aber sofort identifiziert und innerhalb weniger Minuten behoben worden. Bei privaten Programmen hakte es ebenfalls zeitweise.

„Wegen der weiter hohen Infektionszahlen sind alle 1,65 Millionen bayerischen Schüler im Distanzunterricht“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler), der unter anderem wegen der Mebis-Probleme vor Weihnachten massiv in die Kritik geraten war. Die 6200 Schulen in Bayern hätten sich sehr gut vorbereitet und hätten die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler im Blick. „Wir sind für den Distanzunterricht breit aufgestellt mit verschiedenen digitalen Tools, haben aber gegebenenfalls auch analoge Methoden, gerade wenn es um die Jüngsten geht“, erklärte Piazolo.

Zuletzt hatte der Minister wiederholt erklärt, im Distanzunterricht müsse ein großer Fundus an Lerninstrumenten genutzt werden, vom Schulbuch über das Telefon bis zu Messengerdiensten und Videoangeboten wie Microsoft Teams. Viele Schulen und Kommunen hätten auch eigene Möglichkeiten und Konzepte geschaffen, bis hin zu Cloud-Lösungen.

Corona Lockdown an Schulen in Bayern: Distanzunterricht kann Präsenzunterricht nicht ersetzen - Kritik an Mebis-Vorzug

„Aber eines ist klar: Kein noch so guter Distanzunterricht kann Präsenzunterricht gleichwertig ersetzen. Wir müssen besonders auf die Schüler achten, die sich beim Lernen schwerer tun und die in der Familie keine so guten Voraussetzungen haben“, sagte Piazolo. „Auch deswegen ist es mir persönlich wichtig, dass die Schulen neben dem Distanzunterricht Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern halten.“

Der FDP-Bildungspolitiker Matthias Fischbach kritisierte, Mebis habe nur mit Hilfe eines „ministeriellen Bettelbriefs“ einigermaßen stabilisiert werden können. Dafür hätten andere Kommunikations-Tools zeitweise erhebliche Probleme bekommen. Fischbach forderte deshalb „eine ehrliche Bestandsaufnahme sämtlicher ungelöster Probleme“ in einer Sondersitzung des Bildungsausschusses im Landtag. „Nicht nur unsere Schülerinnen und Schüler, sondern auch alle Lehrkräfte und Eltern verdienen eine klare Perspektive, unter welchen Bedingungen das restliche Schuljahr 2020/21 zu Ende gebracht werden kann.“ Es müsse nun auch rasch die Termine für die Abschlussprüfungen geben.

Schüler in Bayern müssen bis mindestens 31. Januar von zu Hause aus lernen, weil wegen des Corona-bedingten Lockdowns auch die Schulen geschlossen sind - lediglich eine Notbetreuung findet statt.

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Update: 08. Januar 2021

Verschärfter Corona-Lockdown in Bayern - Das gilt für Kitas und Schulen ab kommenden Montag

Nach der Verlängerung des Corona-Lockdowns durch die Vereinbarung der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsident*innen hat der Bayerische Ministerrat am 6. Januar beschlossen, auch die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen weiterhin geschlossen zu halten.

Des Weiteren wird an den Schulen kein Präsenzunterricht stattfinden, stattdessen erhalten die Schüler*innen Distanzunterricht.

An den Kitas und Schulen wird jedoch eine Notbetreuung angeboten. Dies ist verbunden mit dem gleichzeitigen Appell an die Eltern, die Notbetreuung nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn eine Kinderbetreuung im häuslichen Umfeld nicht möglich ist.

Corona Lockdown in Bayern: Einschränkungen bei den Kitas

Die Regelungen, die bereits seit dem 16. Dezember 2020 in den Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen gelten, bleiben bis zum 31. Januar 2021 in Kraft. Das bedeutet, dass der Betrieb der Einrichtungen weiterhin untersagt ist.

Eine Notbetreuung wird angeboten für...

  • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen,- Kinder, deren Betreuung zur Sicherstellung des Kindeswohls von den zuständigen Jugendämtern angeordnet worden ist,
  • Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung haben,
  • Kinder mit Behinderung und Kinder, die von wesentlicher Behinderung bedroht sind.

Eltern und Erziehungsberechtige werden gebeten, sich bei Bedarf für eine Notbetreuung mit der jeweiligen Einrichtungsleitung in Verbindung zu setzen. Spezielle Berufsgruppen sind dabei nicht festgelegt und die Einrichtungen sollen grundsätzlich keine Nachweise einfordern − etwa für nicht gewährten Urlaub. Sie können sich jedoch von den Eltern mit einem einfachen Formblatt bestätigen lassen, dass die Betreuung nicht auf andere Weise möglich ist.

Corona Lockdown an den Schulen: Distanzunterricht bleibt erhalten

An den Schulen findet bis Freitag, 29. Januar, ausschließlich Distanzunterricht statt. Dies gilt für alle Schulen und alle Jahrgangsstufen. Die Schulen leiten dazu alle notwendigen Schritte auf Basis der in der Zwischenzeit erarbeiteten Rahmenkonzepte für den Distanzunterricht in die Wege. Schriftliche Leistungsnachweise sind in dieser Zeit nicht möglich.

Hinzu kommen weitere Anpassungen etwa bei den Lehrplaninhalten oder durch die Verschiebung des Termins für das Zwischenzeugnis vom 12. Februar auf den 5. März. Die im Präsenzunterricht bestehenden Rechte und Pflichten für Schüler*innen sowie für Lehrkräfte gelten im Wesentlichen jedoch auch im Distanzunterricht.

Die Schulen bieten eine Notbetreuung an für Schüler*innen der Jahrgangsstufen 1 bis 6, Schüler*innen mit Behinderung und Schüler*innen von Förderzentren und Förderschulen einschließlich der Schulvorbereitenden Einrichtungen. Detaillierte Informationen zur Notbetreuung erhalten die Eltern und Erziehungsberechtigten direkt von ihrer jeweiligen Schule.

Ergänzend stehen Beratungslehrkräfte sowie Schulpsycholog*innen weiterhin über Telefon oder E-Mail zur Verfügung.

Sofern es das Infektionsgeschehen bis dahin erlaubt, soll Anfang Februar zumindest in bestimmten Jahrgangsstufen zum Wechsel- oder Präsenzunterricht übergegangen werden. Zudem sollen die Einschränkungen beim Unterrichtsbetrieb im Januar ausgeglichen werden.

Im Ministerrat wurde daher entschieden, anstelle der vom 15. bis 19. Februar geplanten Faschingsferien eine zusätzliche Unterrichtswoche stattfinden zu lassen. Der Bayerische Landtag muss den Regelungen am Freitag, 8. Januar, noch zustimmen.

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Letztes Update: 07.01.2021, 13.40 Uhr

Bayerns Schüler erhalten Zeugnisse später - Prüfungen verschoben

München - Für Bayerns Schüler wird es die Zwischenzeugnisse für die erste Hälfte des Schuljahres 2020/21 wegen der Folgen der Corona-Pandemie erst am 5. März geben. Die eigentlich für den 12. Februar geplante Zeugnisausgabe wurde damit um drei Wochen nach hinten verschoben, wie Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München bekannt gab.

So können sich Eltern und Schüler darauf verlassen, dass sie einen aussagekräftigen Zwischenbericht über den Leistungsstand erhalten

Kultusminister Piazolo

Zudem sollen in allen Schularten die Abschlussprüfungen verschoben werden - vom Abitur bis zum Hauptschulabschluss. Die genauen Termine müssen noch geprüft werden. Der Termin für das Übertrittszeugnis von den vierten Klassen aufs Gymnasium werde um eine Woche nach hinten geschoben. Für die Viertklässler werde zudem die Zahl der Proben für den Übertritt reduziert.

Piazolo über Leistungsnachweise, Chancengerechtigkeit und Zeitdruck

Der Freistaat Bayern will es den Schülern in der Corona-Pandemie ein wenig leichter machen: Es werde verbindliche Hinweise für Schwerpunktsetzungen im Lehrplan geben, damit Lehrkräfte und Schüler nicht unter Zeitdruck gerieten, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München.

An Realschulen und Gymnasien könne die vorgegebene Zahl der Schulaufgaben in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn reduziert werden, um eine Ballung von Leistungsnachweisen und übermäßigen Zeitdruck zu vermeiden. Die Lehrkräfte sollen dabei alle Spielräume nutzen.

Es müsse aber auch die Chancengerechtigkeit, etwa mit Schülern und Schülerinnen aus anderen Bundesländern beim Rennen um Studienplätze oder Lehrstellen gewährleistet bleiben. Dies gelte besonders für die Abschlussklassen. Schülerinnen und Schüler sollen sich darauf verlassen können, dass nicht prüfungsrelevante Themengebiete auch wirklich nicht in der Prüfung abgefragt werden.

Die Lehrkräfte sollen sich ihrerseits darauf verlassen können, dass genügend Zeit für eine angemessene Prüfungsvorbereitung bestehe und nicht jedes Detail im Lehrplan durchgepaukt werden müsse

Letztes Update: 05. Januar 2021, 13.59 Uhr

Verlängerung des Corona-Lockdown an Schulen in Bayern

Wegen der weiterhin viel zu hohen Corona-Zahlen steht Bayern vor einer Verlängerung des harten Lockdowns bis Ende Januar. Vor der mit Spannung erwarteten Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin am Dienstag dürften sich auch die Schüler im Freistaat wohl kaum Hoffnungen auf baldige Schulöffnungen machen.

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in den vergangenen Tagen bereits strikte Beschränkungen für weitere drei Wochen bis zum Monatsende gefordert und davor gewarnt, dass vorschnelle Lockerungen das Land wieder weit zurückwerfen könnten.

Final beschlossen werden soll das Vorgehen für Bayern aller Voraussicht nach am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Ministerrats in München.

Ärger mit Lernplattform Mebis an bayerischen Schulen im Corona-Lockdown

Bayerns Schüler, Lehrer und auch Eltern erwarten aber nach den Ferien auch noch eine andere Antwort auf ein seit langem bestehendes Problem: Wird die fehleranfällige Online-Lernplattform Mebis endlich stabiler laufen?

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) kann dies kurz vor dem Ferienende nicht sagen. Auch im Dezember hätten Experten gesagt, dass es mit dem Teufel zugehen müsse, damit es noch mal Probleme gebe, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er sei aber „zuversichtlich“, dass es einen guten Distanzunterricht geben werde.

Um das System vor Überlastung zu schützen, seien sowohl zusätzliche Speicher- und Serverkapazitäten eingerichtet worden, zur Handhabung solle es aber auch eine zeitliche Entzerrung bei der Nutzung geben.

Die Corona-Lage an Schulen in Bayern - Werden die Winterferien vorgezogen?

Für Gesprächsstoff sorgen dürfte in jedem Fall eine andere Idee, um den Lehrplan besser mit der Pandemie besser in Einklang zu bringen:

So mehren sich die Stimmen, die dem Vorziehen der Winterferien von Mitte Februar (15. bis 19.2.) direkt an das Ende der Weihnachtsferien offen gegenüberstehen. „Das ist sicher eine Überlegung, die durchaus Sinn machen kann. Auf diese Weise würden wir Zeit gewinnen, da dann im Februar ein längerer Block Unterricht ohne erneute Unterbrechungen möglich wäre“, sagte Piazolo.

Der Landesvorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv) Jürgen Böhm lehnt diesen Vorschlag ab.

Eine permanente Verlängerung und Verschiebung von Ferien nutzen den Schülerinnen und Schülern nicht und stiften zusätzliche Verwirrung. Bildung muss auf jeden Fall stattfinden. Wenn es die Inzidenzwerte jenseits der 50 nicht zulassen, muss man an den Schulen mit Distanz- oder Wechselunterricht beginnen.

Jürgen Böhm

Die Schulen vor Ort seien nicht allein auf die Lernplattform Mebis angewiesen, sondern hätten mehrere andere Möglichkeiten geschaffen. Es sei wichtig, dass ab dem 11. Januar 2021 eine klare Struktur erkennbar ist.

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Letztes Update: 04. Januar 2021, 15.50 Uhr

Corona-Lockdown an Schulen - Kultusminister setzten auf Drei-Stufen-Plan

Nach den Beratungen der Kultusminister der 16 Bundesländer gibt es in Bayern wenig Hoffnung auf eine rasche Öffnung der Schulen zum Präsenzunterricht.

Die Kultusministerkonferenz beschloss am Montag im Kern, die Schließung der Schulen von dem jeweiligen Corona-Infektionsgeschehen in den einzelnen Bundesländern abhängig zu machen.

Bayern hat vergleichsweise hohe Inzidenzwerte von derzeit rund 160 im Durchschnitt. Zielmarke ist eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner von höchstens 50.

Bayerns Ressortchef Michael Piazolo (Freie Wähler) verteidigte am Montag eine stark unterschiedliche Vorgehensweise innerhalb Deutschlands. Die Corona-Inzidenzwerte in einigen Gegenden seien vier Mal so hoch wie in anderen.

„Daher ist es weiter sinnvoll und richtig, dass die Länder bei unterschiedlichen Ausgangslagen auch teilweise unterschiedlich agieren“, sagte Piazolo am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir tun dies aber innerhalb eines gemeinsamen Rahmens, den wir in der Kultusministerkonferenz gemeinsam abstimmen.“

Ein Entscheidung soll am Mittwoch im bayerischen Ministerrat gefällt werden.

Kultusminister: Jüngere Jahrgänge sollen zuerst zurück in Schule

Die Kultusministerkonferenz hatte am Montag beschlossen, nur dort, wo es die Situation erlaube, die Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach einem Stufenplan zu ermöglichen, der sich am jeweiligen Infektionsgeschehen orientiert.

  • In der ersten Stufen würden demnach zunächst die Jahrgänge 1 bis 6 wieder in Präsenz unterrichtet, alle anderen blieben im Distanzunterricht.
  • In Stufe 2 würde ab Klasse 7 Hybridunterricht im sogenannten Wechselmodell mit einer Halbierung der Klassen eingeführt.
  • In der dritten Stufe gäbe es dann wieder Präsenzunterricht für alle.
  • Für Schüler in Abschlussklassen sollen weiterhin Ausnahmen gelten.

Am Dienstag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs erneut über die Corona-Lage und weitere Maßnahmen beraten.

Kultusminister beraten über Corona-Lage und Lockdown an Schulen

Die Menschen in Deutschland müssen wegen der Corona-Pandemie mit noch längeren Einschränkungen ihres Lebens und weiterhin geschlossenen Schulen nach den Weihnachtsferien rechnen.

Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montag), eine vollständige Rückkehr zum Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei aufgrund der derzeitigen Infektionslage „nicht vorstellbar“.

Weniger eindeutig scheint die Lage bei Grundschulen und Kitas, über deren Wiederöffnung die Meinungen stärker auseinander gehen als bei weiterführenden Schulen.

Am Montag beraten die Kultusminister der Länder über die Lage, am Dienstag dann Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten.

Reaktionen auf das Treffen der Kultusminister zum voraussichtlichen Corona-Lockdown an Schulen

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, plädierte in der „Passauer Neuen Presse“ (Montag) für eine Verlängerung des eingeschränkten Präsenzbetriebs um drei weitere Wochen bis Ende Januar. Vorrangig sollten Grundschulkinder, Unterstufenschüler und Schüler der Abschlussklassen in den Wechselbetrieb zurückgeholt werden.

Die Bundesschülerkonferenz fordert einen Start der Schulen nach dem 10. Januar im Wechselmodell. „Wir müssen die Schulen jetzt auf Wechselmodelle vorbereiten und jüngere Schülerinnen und Schüler sowie Abschlussklassen hierbei bevorzugen“, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, am Montag anlässlich der Beratungen der Kultusminister zur Corona Lage. Außerdem forderte er einen Nachteilsausgleich für die anstehenden Abschlussprüfungen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, den Lockdown in den Schulen mindestens so lange zu verlängern, bis klar ist, wie sich Silvester auf die Corona-Infektionszahlen auswirkt. Außerdem pocht die GEW darauf, dass in Grundschulen derselbe Schutz gelten müsse wie in anderen Altersstufen. „Ich erwarte von den Kultusministern und den Ministerpräsidenten, dass sie den Lockdown in den Schulen um mindestens eine Woche verlängern“, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag): „Das ist dringend notwendig, weil momentan noch nicht seriös eingeschätzt werden kann, wie sich Silvester bei den Infektionszahlen auswirkt.

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hat ein fehlendes Gesamtkonzept für Schulen und Kitas in der Corona-Pandemie beklagt. Das Treffen der Kultusminister an diesem Montag sei „die letztmalige Chance, für mehr Klarheit zu sorgen“, sagte Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Vor allem die Schulen bräuchten ein Gesamtkonzept, „das über das Hangeln von Feiertag zu Feiertag hinausgeht“. Die Diskussion um gesicherten Schulunterricht und zum Betreiben von Kitas in der Corona-Pandemie sei „seit dem Sommer kein Stück weitergekommen“, kritisierte Hilgers. „Wenn wir das Vertrauen in die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung nicht zerstören wollen, brauchen wir einen Plan.“

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Letztes Update: 03. Januar 2021, 14.33 Uhr

Corona-Lockdown an Schulen und Kitas soll verlängert werden

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Verlängerung des Corona-Lockdowns um weitere drei Wochen und eine längere Schließung von Schulen und Kitas. „Der Lockdown muss bis Ende Januar verlängert werden. Vorschnelle Lockerungen würden uns wieder weit zurückwerfen“, sagte er „Bild am Sonntag“ vor der Bund-Länder-Runde am Dienstag.

Es dürfe „keine überstürzte Öffnung von Schulen und Kitas geben“, denn es wäre aus seiner Sicht „angesichts der hohen Infektionszahlen verantwortungslos, Lehrer und Schüler einfach wieder komplett in die Schulen zu schicken“, so Söder weiter. Es habe sich gezeigt, dass sich das Virus auch in den Schulen verbreite.

Gerade nach den Ferien ist die Gefahr am höchsten. Viele haben das in Deutschland lange unterschätzt.

Markus Söder

Längerer Corona-Lockdown für Schüler und Lehrer in Bayern?

Zugleich will der Ministerpräsident dafür sorgen, dass den Schülern keine Nachteile entstehen: „Digitale Angebote müssen funktionieren und Lehr- und Klausurenpläne flexibel angepasst werden. Wir wollen die Qualität der Bildung erhalten, ohne einen zusätzlichen Stress für die Schüler aufzubauen.“

Zudem sollten die Ferienplanungen angepasst werden, forderte Söder weiter: „Natürlich wird das kein normales Schuljahr werden, aber sicher auch kein verlorenes.

Auch Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat sich gegen eine Öffnung von Bayerns Schulen nach Ferienende am 10. Januar ausgesprochen. „Wenn ich mir die aktuellen Infektionszahlen ansehe, gehe ich nicht von einem allgemeinen Präsenzunterricht für alle aus“, sagte Piazolo der „Augsburger Allgemeinen“ (Montag).

Piazolo kündigte auch die Möglichkeit eines bayerischen Sonderwegs an, sollten die Beratungen und Beschlüsse der Kultusministerkonferenz aller Bundesländer an diesem Montag sowie der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag nicht den bayerischen Vorstellungen entsprechen.

Bildung ist Ländersache, es kann durchaus sein, dass Bayern am Ende eigene schulpolitische Vorstellungen umsetzt.

Michael Piazolo

Realschullehrerverband fordert klare Regeln für Wechsel- und Distanzunterricht an Schulen

Der Deutsche Realschullehrerverband in München fordert in der Corona-Pandemie klare Regeln etwa beim Wechselunterricht. „Die Verantwortlichen müssen endlich erkennen, dass Inzidenzwerte und Abstandsregeln auch an den Schulen umgesetzt und eingehalten werden müssen“, sagte der Bundesvorsitzende Jürgen Böhm dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Sonntag).

Die Forderungen seien klar: „Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 50, Distanzunterricht ab 100, eindeutige Abstandsregeln auch an Schulen.“

Dazu kommen Böhm zufolge die Forderungen nach rechtssicheren und zuverlässigen Lernplattformen und kein Abrücken von der Qualität der Abschlüsse. Die Schulen seien zum Großteil auf diese Situation vorbereitet und könnten Unterricht im Wechselmodell oder in Distanz gut organisieren.

Der Präsenzunterricht in den Schulen ist im Zuge der verschärften Corona-Maßnahmen, die bis zum 10. Januar gelten, derzeit ausgesetzt. Über das weitere Vorgehen wollen Bund und Länder am kommenden Dienstag (5. Januar) beraten.

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Update: 30 Dezember 2020

Vorbereitungen zum Unterrichtsstart an Schulen in Bayern laufen

Die Vorbereitungen auf den Unterrichtsstart nach den Weihnachtsferien laufen laut Kultusministerium auf Hochtouren. Man sei auf die verschiedenen Szenarien vorbereitet und habe die Schulen noch einmal dafür sensibilisiert, die entsprechenden digitalen Werkzeuge für möglichen Distanz- oder Wechselunterricht bereit zu halten.

Die Schulen verfügten über eine große Bandbreite an digitalen Instrumenten, wie etwa Videokonferenz-Tools wie MS Teams, eigene Schulportale, Cloud-Speicher, Web-Office-Programme und Lernplattformen.

Probleme mit Lernplattform Mebis an Schulen in Bayern

Die mebis-Lernplattform, die täglich von rund einem Achtel der Schülerinnen und Schüler genutzt wird, werde derzeit während der Weihnachtsferien mit hohem Ressourceneinsatz optimiert. Mit externen IT-Dienstleistern und Partnern werde regelmäßig eng getaktete Lasttests durchgeführt.

Vor den Weihnachtsferien führten die punktuell hohen Zugriffszahlen rund um den Unterrichtsbeginn gegen 8 Uhr morgens zu vorübergehenden Erreichbarkeitsproblemen der Lernplattform.

Im Rahmen der Ursachenforschung seien zwei potentielle Handlungsfelder identifiziert worden: Zum einen seien die erweiterten Speicherkapazitäten noch besser an das mebis-Betriebssystem angepasst worden und zum anderen werde mit einem neuen Plug-in der Anmeldeprozess vereinfacht und damit beschleunigt.

Um Störungen aufgrund von Belastungsspitzen zu vermeiden, werde den Schulleitungen je nach Schulstart gestaffelte Nutzungsstarts nahegelegt. Zudem soll mebis in erster Linie für das Einstellen und Austauschen von Lerninhalten verwendet werden. Für synchrone Konferenzen und unmittelbare virtuelle Interaktion eigneten sich andere Instrumente besser.

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Update: 23. Dezember 2020

Piazolo will Mebis für besseren Distanzunterricht in Bayern verbessern

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) ist optimistisch, dass der Schulunterricht in Bayern technisch besser wird. „Ich bin auf jeden Fall zuversichtlich, dass wir einen guten Distanz-Unterricht hinbekommen“, sagte der Minister der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwoch).

Das umstrittene und zuletzt stark absturzgefährdete System Mebis solle in den bevorstehenden drei Ferienwochen weiter ertüchtigt werden, sagte Piazolo. Zudem solle es nach den Ferien eine zeitliche Entzerrung bei der Nutzung geben, damit nicht alle gleichzeitig darauf zugreifen.

Zudem solle es eine Erweiterung des Instrumenten-Kastens geben: „Wir wollen die ganze Bandbreite an digitalen und analogen Möglichkeiten nutzen“, betonte der Minister. Er wies zudem darauf hin, dass nur ein Achtel aller Schulen in Bayern mit der Online-Lernplattform Mebis arbeite. Andere Hilfsmittel zum Distanzunterricht hätten einwandfrei gearbeitet.

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Update: 21. Dezember 2020

Bayerns Schulen können Zahl der Prüfungen wegen Corona senken

„Mir ist vor allem sehr wichtig, dass wir eine Ballung von Leistungsnachweisen verhindern. Deswegen schaffen wir faire und flexible Regelungen zur Reduzierung von Leistungsnachweisen“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag in München.

Es dürfe nicht sein, dass die Schüler wegen längerer Phasen von Wechsel- oder Distanzunterricht unter Druck geraten.

Konkret sieht die Neuregelung für Gymnasien und Realschulen vor, dass die Lehrer an den Schulen für sich entscheiden können, ob und wie sie die vorgeschriebene Zahl an sogenannten großen Leistungsnachweisen senken. „Die konkrete Entscheidung trifft das Lehrkräfteteam unter genauer Abwägung der Situation in der einzelnen Klasse“, teilte das Ministerium mit.

Bei den Leistungsnachweisen könne die Ausgangslage auch an einer Schule von Klasse zu Klasse sehr unterschiedlich sein.

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Letztes Update: 18. Dezember 2020, 16:01

Lasttest für die mebis Lernplattform am Wochenende

Um die mebis Lernplattform zu stabilisieren, werden gleich zu Beginn der Ferienzeit die Systeme einem umfangreichen weiteren Lasttest unterzogen. Am Samstag und Sonntag werden mit externen IT-Firmen die Systeme nochmals unter hohen Lastbedingungen umfassend durchleuchtet, um auf dieser Basis weitere Optimierungsmaßnahmen umzusetzen. Innerhalb der Weihnachtsferien ist der große Lasttest der erste Schritt zu weiteren Maßnahmen, um die Erreichbarkeit der Plattform für den ab 11. Januar zu erwartenden Distanz- oder Wechselunterricht zu verbessern.

Die mebis Lernplattform war aufgrund des hohen Ansturms an Nutzern in den letzten Tagen insbesondere am frühen Vormittag zeitweise nicht oder nur nach Wartezeiten erreichbar.

Letztes Update: 17. Dezember 2020, 12.21 Uhr

Lernplattform Mebis startet erneut mit Schwierigkeiten an Schulen in Bayern

Bei der Lernplattform Mebis hat es am Donnerstag erneut Schwierigkeiten gegeben. Aktuell meldeten sich viele Nutzerinnen und Nutzer gleichzeitig an, teilte das Service-Team am Morgen auf Twitter mit. „Dadurch kommt es leider zu langen
Wartezeiten.“

Bereits am ersten Tag des Lockdowns am Mittwoch mussten sich die Schüler*innen über Mebis ärgern. Es kam zu langen Wartezeiten beim Einloggen. Andere Nutzer flogen kurzerhand wieder aus dem System raus.

Dass sich viele Schüler*innen morgens gleichzeitig anmelden, liegt in Bayern auch daran, dass manche Lehrer verlangen, dass die Schüler innerhalb eines relativ kurzen Zeitfensters - beispielsweise 8.00 Uhr bis 8.15 Uhr - auf der Plattform ihre „Anwesenheit“ bestätigen.

Am Donnerstag gab es zudem einen Hackerangriff auf das IT-Dienstleistungszentrum, der nach Angaben des Ministeriums jedoch rasch abgewehrt werden konnte. Der Angriff sei aber nicht ursächlich für die Probleme bei Mebis gewesen, sagte ein Sprecher.

In Bayern gibt es rund 1,65 Millionen Schüler, die spätestens mit dem harten Lockdown vom Mittwoch nicht mehr in die Schule gehen dürfen.

Verpflichtend vorgeschrieben ist Distanzunterricht in den drei Tagen bis zu den vorgezogenen Weihnachtsferien zwar nur für die Abschlussklassen, aber auch in den anderen Jahrgangsstufen können die Schulen aktiven Distanzunterricht anstelle von selbstständigem „Distanzlernen“ anbieten.

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Lernplattform Mebis für Schulen fällt zum Start des Corona-Lockdown aus

Letztes Update: 16. Dezember 2020, 11.17 Uhr

Die störanfällige Lernplattform Mebis ist zum Start des bayernweiten Lockdowns am Mittwochmorgen ausgefallen. Die Ursache sei aufgrund der stark gestiegenen Nutzung entstanden. Probleme äußeren sich in Form von langen Wartezeiten und und vorübergehender Nichterreichbarkeit.

Bei Mebis hatte es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben. Über die staatliche digitale Plattform sollen Bayerns Schüler eigentlich Lerninhalte abrufen, vor allem, wenn wie seit Mittwoch in den meisten Schulen kein Unterricht vor Ort
stattfindet.

Leider zeigt sich seit letzter Woche unter erhöhter Last: Alle umgesetzten Maßnahmen zeigen bislang nicht die Wirkung, die ich mir wünsche. Das ist für mich nicht akzeptabel. Schulen, die im Distanzunterricht auf die mebis-Lernplattform zugreifen wollen, müssen zuverlässig arbeiten können. Ich gehe davon aus, dass wir nach Weihnachten Wechselunterricht haben werden. Bis dahin wird es für die Schulen, die mebis nutzen, eine Lösung geben.

Michael Piazolo

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) steht in der Kritik, weil die Lernplattform zu Stoßzeiten nach wie vor immer wieder in die Knie geht.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte Lehrer, Schüler und Eltern am Dienstag auf einen längeren Ausnahmezustand an den Schulen auch nach den Weihnachtsferien eingestimmt. Auch er gehe davon aus, dass es wegen Corona auch nach dem 10. Januar noch Wechselunterricht geben werde, sagte er.

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Schulen im Corona-Lockdown - Distanzunterricht, Distanzlernen und Notbetreuung

Update: 15. Dezember 2020

In Bayern wurde ein harter Corona-Lockdown verkündet. Neben dem Einzelhandel hat dies auch Auswirkungen auf Schulen. Vor allem gab es anfänglich Verwirrungen um die Begrifflichkeiten Distanzunterricht und Distanzlernen und deren Auswirkungen.

Die Verwirrung, die jetzt an den Schulen herrscht, ist groß und verunsichert alle Beteiligten in diesen schwierigen Zeiten zusätzlich. Anstatt auf die Eigenverantwortung der Schule vor Ort zu setzen, hat das Kultusministerium ohne Not Verunsicherung verbreitet und über Monate erarbeite und gut funktionierende Konzepte zum Distanzunterricht an den Realschulen scheinbar ignoriert.

Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv)

Jetzt hat das Kultusministerium in einer Pressemitteilung Stellung bezogen.

Ab dem 16. Dezember gibt es in Bayern keinen Präsenzunterricht an den Schulen, der Betrieb werde jedoch nicht eingestellt.

Die Schüler*innen der Abschlussklassen wechseln in den Distanzunterricht bis zum Beginn der Weihnachtsferien am 18. Dezember. In dieser Zeit können auch noch mündliche Leistungsnachweise erbracht werden.

Für die restlichen Klassen gibt es keinen verpflichtenden Distanzunterricht und keine mündlichen Leistungsnachweise. An den Schule kann vor Ort entschieden werden, ob der Unterricht digital weitergeführt wird. Ist dies nicht möglich, soll auf alle Fälle für ein sogenanntes Distanzlernen gesorgt werden. Dabei stellen Lehrer Materialen zum Vertiefen, Üben und Wiederholen bereit und stehen für Nachfragen zur Verfügung.

Die Notbetreuung an Schulen soll nach Aussagen des Kultusministeriums großzügig ausfallen und nach Möglichkeit nach Klassen getrennt werden. Sie wird vom 16. bis 18. Dezember und am 21. und 22. Dezember angeboten und gilt für  Schüler*innen der Jahrgangsstufen 1 bis 6 und für alle Schüler*innen von Förderzentren.

Ihr Kind kann an der Notbetreuung teilnehmen, wenn

Sie Ihren Jahresurlaub bereits aufgebraucht haben bzw. Ihr Arbeitgeber Sie an diesen Tagen nicht freistellen kann oder

beide Elternteile (bzw. die oder der Alleinerziehende) in einem sog. systemrelevanten Beruf arbeiten oder

Sie z. B. selbstständig bzw. freiberuflich tätig sind und daher dringenden Betreuungsbedarf haben oder

Sie alleinerziehend sind und keine andere Betreuungsmöglichkeit finden.

Die jetzt getroffenen Regelungen gelten ausdrücklich nur für die kommenden Tage vor Weihnachten. Für die Zeit nach den Weihnachtsferien sind verschiedene Szenarien möglich – je nach Infektionslage gehört dazu auch verpflichtender Distanzunterricht in allen Jahrgangsstufen.

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Corona-Lockdown auch an Schulen in Bayern

Update: 14. Dezember 2020

Der am Sonntag bereits verkündete Lockdown ab Mittwoch ist beschlossene Sache. In ihrer Kabinettssitzung hat die bayerische Staatsregierung eine weitgehende Schließung von Geschäften, Schulen und Kitas bis zum 10. Januar bestätigt.

Ob diese rund dreieinhalb Wochen ausreichen, um die Corona-Inzidenzzahlen ausreichend zu senken, weiß niemand. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist davon offenbar nur mäßig überzeugt: „Ich glaube nicht, dass das am 10. Januar alles vorbei ist.“ Corona sei „außer Kontrolle“, man sei wieder im exponentiellen Wachstum.

Er jedenfalls glaube auch nicht, dass „die Schule ab dem 10. Januar einfach so weitergeht“. Seine Regierung werde aber alles dafür tun, die Bildungsqualität im Freistaat zu erhalten.

Die bayerischen Schulen wechseln ab 16. Dezember für drei Tage in den Distanzunterricht, der Freitag ist wegen der vorgezogenen Weihnachtsferien bereits der letzte Schultag.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sagte, ein harter, schneller Lockdown sei angesichts der besorgniserregend hohen Infektionszahlen auch an den Schulen notwendig: „Wir müssen gegensteuern.“

Aktuell befänden sich bereits rund 40 Prozent aller bayerischen Schüler im Wechsel- oder Distanzmodus, mit steigender Tendenz. Ab 16. Dezember werde der gesamte Präsenzunterricht eingestellt. „Wir hoffen, dass wir ab 11. Januar wieder loslegen können“, sagte er. Piazolo kritisierte die Forderungen an die Politik nach Planungssicherheit: „Wir haben diese Pläne, aber man kann nichts versprechen.“ Eine Sicherheit gebe es nicht, man könne maximal Planungsoptimierung bieten, wie es etwa auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gesagt habe.

Notbetreuung an Schulen in Bayern

Man werde bis zum letzten Schultag am 22. Dezember eine Notbetreuung anbieten, diese werde „großzügig ausgestaltet“. Details dazu nannte Piazolo nicht. Man werde aber „den Zielen der Kontaktbeschränkung“ dabei Rechnung tragen, sagte er.

Auch Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) nannte noch keine endgültigen Details zur Notbetreuung für den Kita-Bereich. Diese würden zeitnah durch eine Bekanntmachung geregelt. Anders als im Frühjahr wolle man aber bewusst auf die Definition einzelner Berufsgruppen verzichtet, die auf Notbetreuung Anspruch haben.

In erster Linie soll sich dieses Angebot jedoch an arbeitende Eltern richten, die nicht im Homeoffice arbeiten können und auch keinen Urlaub mehr übrig haben. Auch Kinder mit einer Behinderung oder Förderbedarf sollen in die Notbetreuung kommen dürfen.

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Forderung nach Distanzunterricht - Schulen sollen wegen Corona bis Weihnachten schließen

Update: 10. Dezember 2020

Der Präsenzunterricht an den Schulen sollte nach Ansicht des Deutschen Realschullehrerverbandes in der aktuellen Corona-Lage deutschlandweit bis zu den Weihnachtsferien ausgesetzt werden.

Jetzt muss es sehr schnell, sehr klare Entscheidungen geben und die Schülerinnen und Schüler müssen unter diesen Umständen so flächendeckend wie möglich in den Distanzunterricht wechseln. Es rächt sich nun, dass man in den Ländern und Kultusbehörden in den vergangenen Wochen die klaren Inzidenz- und Infektionswerte ignoriert hat und den Präsenzunterricht unter allen Umständen durchdrücken wollte.

 Verbandsvorsitzende Jürgen Böhm

Wer wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen ignoriere, mache sich mit schuldig an der Ausbreitung der Pandemie und damit an einer Verlängerung und Vertiefung der Krise, sagte Verbandsvorsitzende Böhm am Donnerstag laut einer Mitteilung. Böhm ist auch stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes.

Realschullehrerverband fordert flächendeckenden Fernunterricht

Die Diskussion über die Schulen wird mit zunehmenden Corona-Infektionszahlen immer schärfer geführt.

Die Kultusminister der Länder, die an diesem Donnerstag in einer Videoschalte über die Lage beraten, hatten nach den Sommerferien mit Blick auf die Erfahrungen der Schulschließungen im Frühjahr immer wieder betont, den Präsenzunterricht möglichst aufrechterhalten zu wollen.

Lehrerverbände werfen ihnen vor, Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu ignorieren, bei gestiegenen Ansteckungszahlen in den Wechselunterricht überzugehen. Sie weisen auf den Gesundheitsschutz von Lehrern und Schülern hin. Die Kultusminister befürchten dagegen, dass Schulschließungen zu Bildungsverlusten und sozialen Nachteilen für Schüler führen.

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Besondere Schutzmaßnahmen an den Schulen bis zu den Weihnachtsferien

Update: 08. Dezember 2020, 15.30 Uhr

Der Ministerrat hat am Sonntag weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Diese werden ab Mittwoch, den 9. Dezember bis zu den Weihnachtsferien wirksam.

„Der Schulbetrieb reagiert flexibel auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Ab Mittwoch 9. Dezember gehen rund 40% der Schüler in Bayern in den Wechselunterricht oder in den Distanzunterricht.“ 

Kultusminister Michael Piazolo

Hier die wichtigsten Neuerungen:

Allgemeinbildende Schulen, Wirtschaftsschulen und Förderschulen

In den Jahrgangsstufen 1 bis 7 der allgemeinbildenden Schulen und der Wirtschaftsschulen sowie in allen Jahrgangsstufen der Förderschule (einschl. berufliche Förderschulen und Schulvorbereitende Einrichtungen) sowie an der Schule für Kranke wird der Präsenzunterricht beibehalten.

In Landkreisen bzw. kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz kleiner bzw. gleich 200 gilt:

Ab der Jahrgangsstufe 8 wird auf den Wechselbetrieb von Präsenz- und Distanzunterricht umgestellt.

In Landkreisen bzw. kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 gilt:

Ab der Jahrgangsstufe 8 wird vollständig auf Distanzunterricht umgestellt.

Hiervon ausgenommen sind die jeweils letzten Jahrgangsstufen der jeweiligen Schularten (eine detaillierte Liste mit den ausgenommenen Klassen bzw. Jahrgangsstufen finden Sie unter www.km.bayern.de/coronavirus-faq, die Q11 am Gymnasium ist im Wechselunterricht). Ebenso ausgenommen sind die Förderschulen (einschl. berufliche Förderschulen, schulvorbereitende Einrichtungen, s. o.) und die Schulen für Kranke. Sie bleiben vollumfänglich im Präsenzunterricht.

Berufliche Schulen:

An den beruflichen Schulen gilt ab 09.12.2020 (unabhängig vom Inzidenzwert im jeweiligen Kreis) Distanzunterricht.

Ausnahmen bestehen wie folgt:

Für Wirtschaftsschulen gelten die Regelungen für allgemeinbildende Schulen (s. oben).

An FOS/BOS wird in der Vorklasse sowie in der Jahrgangsstufe 11 bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz kleiner bzw. gleich 200 auf den Wechselbetrieb von Präsenz- und Distanzunterricht umgestellt. Ab einer Inzidenz von mehr als 200 im Landkreis bzw. in der kreisfreien Stadt findet Distanzunterricht statt. In den übrigen Jahrgangsstufen ist durchgängig Präsenzunterricht erteilt.

Für Leistungsnachweise gilt Folgendes:

Mündliche Leistungsnachweise können im Wechselunterricht und im Distanzunterricht erbracht werden. Schriftliche Leistungsnachweise können in den Klassen bzw. Kursen, die sich im Wechselunterricht oder im Distanzunterricht befinden, bis Weihnachten nicht stattfinden. Details zu ggf. notwendigen Nachhol- oder Härtefallregelungen werden derzeit erarbeitet.

Kultusminister Michael Piazolo: „Die Pandemie stellt die Schulfamilie vor die große Herausforderung, Gesundheitsschutz und gute Bildungschancen für alle zu gewährleisten. Wir werden für faire Rahmenbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler sorgen.“

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Söder hält Verschiebung weiterer Schulabschlussprüfungen für möglich

Update: 07. Dezember 2020, 12.41 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält nach dem Abitur auch eine Verschiebung anderer Abschlussprüfungen für möglich. Man müsse schauen, dass auf Dauer alles angepasst werde, sagte er am Montag vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München mit Blick auf den Wechsel- und Distanzunterricht, der wegen der hohen Zahl an Corona-Infektionen spätestens ab Mittwoch geplant ist.

Das gelte etwa für Schulaufgaben und Leistungsnachweise, die nachgeholt werden müssten, aber auch für den zeitlichen Ablauf von Prüfungen im kommenden Jahr.

Im Januar werde man sehen, wie das weitere Verfahren sein werde. Söder dankte den Schüler*innen, aber auch den Lehrern und Schulleitungen. Sie müssten in kurzer Zeit immer wieder umorganisieren.

Aber ich bin der festen Überzeugung, dass das richtig ist. Wir reduzieren die Anzahl der Schüler im Unterricht insgesamt um ein Drittel.

Markus Söder

Am Sonntag hatte der Ministerrat in einer Videokonferenz beschlossen, den bisherigen Kurs des sanften Teil-Lockdowns zu beenden und stattdessen die Infektionsschutzauflagen massiv zu verschärfen.

Allerdings kündigte Söder (CSU) an, dass der Landtag am Dienstag das letzte Wort über die Maßnahmen habe.

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Verschärfte Corona Regeln in Bayern - Schulen mit Wechselunterricht und Distanzunterricht

Update: 07. Dezember 2020

Zweieinhalb Wochen vor Weihnachten steuert Bayern erneut auf einen strengen Anti-Corona-Kurs zu - mit Beschränkungen
auch über den Jahreswechsel. „Wenn man überzeugt ist, dass man handeln muss, dann muss man es zum richtigen Zeitpunkt tun. Und das tun wir jetzt“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in München.

Zuvor hatte der Ministerrat den neuen Kurs beschlossen, der am Dienstag aber zunächst auch noch vom Landtag beraten und beschlossen werden soll.

Für Schulen in Bayer haben die verschärften Corona-Regeln folgende Auswirkungen:

Klassen ab der achten Jahrgangsstufe werden bayernweit geteilt und gehen in den Wechselunterricht über. Dabei wird immer nur eine Hälfte der Schüler in den Schulen betreut, die andere Hälfte kann den Unterricht per Internet von zuhause verfolgen.

In Hotspots ab einer Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche sollen die Schüler ab der achten Klasse sogar komplett in den Distanzunterricht wechseln.

Einzig Grundschüler und die jeweiligen Abschlussklassen der Schulformen, Berufliche Oberschulen sowie Förderschulen werden wie bisher unterrichtet.

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Schüler können mit Test aus der Quarantäne

Update: 03. Dezember 2020

Schüler, die wegen eines Corona-Falles in ihrer Klasse in Quarantäne kommen, können diese jetzt mit einem negativen Corona-Test verlassen. Die entsprechende Regelung gilt in Bayern seit Donnerstag und schließt auch Schüler ein, die sich bereits in Quarantäne befinden. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Allgemeinverfügung hervor.

Konkret geht es um sogenannte „kohortenisolierte“ Schüler, bei denen die Quarantäne auf einen Fall in der Klasse zurückgeht. Statt wie bisher 14 Tage ab dem letzten möglichen Kontakt mit einem erkrankten Mitschüler in Quarantäne geschickt zu werden, können sie diese nun nach einem negativen Test verlassen.

Der Test darf allerdings frühestens am fünften Tag nach dem positiven Testergebnis des Mitschülers gemacht werden.

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Piazolo rechnet Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht an Schulen in Corona-Hotspots an

Update: 24. November 2020

In Bayern beginnen die Weihnachtsferien in diesem Jahr früher als geplant. Der Ferienbeginn wird vom 23. auf den 21. Dezember vorgezogen, der letzte Schultag ist damit der 18. Dezember, wie Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag in
München sagte.

Laut Piazolo wird für die ausfallenden zwei Schultage eine Notbetreuung sichergestellt. Der Minister rechnet zudem damit, dass in den kommenden Wochen mehr Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht an Schulen in Corona-Hotspots stattfinden wird.

Details ließ Piazolo zunächst offen und verwies auf das für Mittwoch geplante Bund-Länder-Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

In „besonderen Infektions-Hotspots“ soll es in älteren Jahrgängen außer Abschlussklassen schulspezifisch „weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung“ wie Hybridunterricht geben, hieß es in einer Beschlussvorlage der Länder-Ministerpräsidenten.

Aktuelle Corona-Lage der Schulen in Bayern

Derzeit sind Piazolo zufolge etwa 94 Prozent der Klassen in Bayern im Präsenzunterricht, während zwei Prozent der Schüler im Wechselunterricht und vier Prozent im Distanzunterricht lernen.

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuletzt Schüler, Eltern und Lehrer auf Klassenteilungen und Wechselunterricht zumindest in einigen Klassenstufen und in schweren Corona-Hotspots eingestimmt.

Die Schulen sollten zwar offenbleiben, allerdings nicht „auf Biegen und Brechen“, hatte Söder betont.

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Kapazität an Corona-Tests an Schulen und Kitas in München erhöht

Update: 20. November 2020

Die Kapazitäten für Corona-Tests in München im Bereich Schulen und Kitas sollen im Laufe der kommenden Woche aufgestockt werden, von bisher 1.000 auf bis zu 1.500 Tests pro Tag.

Damit keine wertvolle Zeit durch Anfahrten mobiler Teams zu einzelnen Schulen verloren geht, wird ein Großteil der Tests an der Alten Kongresshalle durchgeführt. Der Standort gleich hinter der Bavaria ist für jedermann gut zu erreichen und es gibt dort ausreichend Parkplätze

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek

1.000 Tests für Schulen und Kitas werden im Auftrag des Referates für Gesundheit und Umwelt (RGU) von der Firma Vitolus GmbH durchgeführt, die 500 zusätzlichen Tests von der Aicher Group.

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Corona an Schulen in München: Kultusminister Piazolo erklärt neue Regeln zu Erkältung und Attest - Maskenpause möglich

Update: 15. November 2020

Der Ton wird rauer, der Gegenwind deutlicher: Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sieht sich zunehmender Kritik von Lehrern und Eltern ausgesetzt. Am Freitag forderte die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände samt entsprechender Elternverbände die Abkehr von der „Strategie des Offenhaltens der Schulen um jeden Preis“. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern teilte mit, dass dringend ein Gesamtkonzept für den Unterricht unter Pandemiebedingungen benötigt werde. „Der Schlingerkurs des Kultusministeriums muss aufhören!“

Piazolo zeigte Verständnis. „Wir nehmen das sehr, sehr ernst. Es ist viel Nervosität da im Moment“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe eine ganze Reihe von Herausforderungen, etwa beim Gesundheitsschutz. Für ihn und das Ministerium gelte: „Man muss immer wieder kommunizieren, man muss aber auch die Themen aufnehmen und einzeln angehen.“

Corona an Schulen in München: Attest oder negativer Test bei leichter Erkältung nicht mehr nötig - Maskenpausen möglich

Entsprechend verkündete er neue Regeln für erkältete Schüler und erfüllte damit einen weit verbreiteten Elternwunsch. Auch in den weiterführenden Schulen dürfen die Kinder und Jugendlichen künftig bei einer leichten Erkältung ohne Gang zum Arzt in den Unterricht zurückkehren - sofern sie 48 Stunden lang kein Fieber bekommen haben. Ein ärztliches Attest oder ein negativer Corona-Test sind auch bei höheren Fallzahlen in der jeweiligen Region nicht mehr erforderlich.

Piazolo wies zudem auf Maskenpausen hin. Unter Einhalten des Mindestabstandes dürfe der Mund-Nasen-Schutz auf den Pausenflächen abgesetzt werden. Dies gelte sowohl auf dem Pausenhof als auch innerhalb des Schulgebäudes - letzteres unter der Prämisse, dass der Raum dabei zugleich intensiv gelüftet werde.

Die Staatsregierung hatte das Beibehalten von Präsenzunterricht in den Schulgebäuden unabhängig von den Infiziertenzahlen in der jeweiligen Region zu einem der wichtigsten Ziele während der Corona-Pandemie erklärt. Einen vollständigen Wechsel in den Distanzunterricht soll es nur noch bei einem schweren Infektionsgeschehen in der Schule selbst geben.

Corona an Schulen in München: Verbände kritisieren Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts - klare Regeln gefordert

„Der derzeitig durchgeführte Vollunterricht auf „Biegen und Brechen“ unter den bestehenden Bedingungen und ständig steigenden Infektionszahlen ist nicht die richtige Lösung!“, kritisierten nun Philologenverband, Realschullehrerverband, der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen sowie die Katholische Erziehergemeinschaft gemeinsam mit den entsprechenden Elternverbänden.

Sie wiederholten eine Forderung, die sich seit Wochen durch die Diskussion zieht: „Die Schulen, Lehrkräfte und Eltern brauchen Klarheit und einheitliche Vorgehensweisen bei vergleichbaren Situationen und erreichten Infektionsgrenzwerten.“ Zudem müsse Präsenzunterricht mit maximalem Gesundheitsschutz einhergehen. Außerdem dürften den Kindern und Jugendlichen durch die Pandemie keine Nachteile entstehen: „Unterrichtsinhalte, Anzahl der Leistungsnachweise und Inhalte der jeweiligen Abschlussprüfungen müssen im Sinne einer Schwerpunktsetzung der Situation angepasst werden.“

Schon am Donnerstag hatten die großen bayerischen Elternverbände harsche Kritik geübt und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) um Hilfe gebeten. Sie forderten klare Regeln. Außerdem solle der Unterricht auf den Kern des Lehrplans reduziert werden. Einzelne Schüler, die sich in Quarantäne befinden, müssten Distanzunterricht erhalten. Ebenso solle ein freiwilliger Distanzunterricht möglich sein, indem der Unterricht live gestreamt werde.

Die Forderungen stießen auf Widerspruch des Philologenverbands. „Man hat fast das Gefühl, dass die Eltern nun alles selbst an den Schulen entscheiden wollen“, kritisierte der Vorsitzende Michael Schwägerl. „Eltern sind allerdings nicht der oberste Dienstherr der Lehrkräfte.“ Der Streit zeugt von der allgemeinen Anspannung, die am Freitag nach Teilnehmeraussagen auch auf einem „kleinen Schulgipfel“ mit Eltern, Schülern und Lehrern von Gymnasien zu spüren war.

Corona an Münchner Schulen: 84 Klassen geschlossen - Schüler*innen in Quarantäne

Update: 12. November 2020

Münchner Schulen seien kein Treiber von Corona-Infektionen. Darauf weißt das Gesundheitsamt hin, um der zunehmenden Verunsicherung von Eltern über Schulschließungen entgegen zu wirken.

Von rund 6.600 Münchner Schulklassen seien derzeit 84 geschlossen, das entspricht einem Anteil von 1,3 Prozent. Wenn es wegen eines positiven Falls zu einer Schließung kommt, sei in der Regel jeweils nur ein einzelner Schüler oder eine einzelne Schülerin pro Klasse betroffen.

Ausschließlich in den höheren Jahrgangsstufen gebe es auch Fälle, bei denen 2 oder 3 Schüler*innen einer Klasse positiv getestet werden. Aktuell seien insgesamt 88 Fälle bekannt, die zu einer Klassenschließung führten – bei insgesamt rund 180.000 Münchner Schüler*innen.

Dabei stellt das Gesundheitsamt fest, dass die positiv getesteten Schüler*innen sich typischerweise im außerschulischen Bereich anstecken würden. Die Schulen selbst seien dagegen sichere Orte, da dort die AHAL-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften) konsequent eingehalten würden.

Corona in Schulen - Klassenschließung bei positivem Fall

Wenn es zur Infektion eines Schülers kommt, wird sofort die ganze Klasse prophylaktisch in Quarantäne geschickt. Mit diesem frühzeitigen Eingreifen sollen Ausbrüchen an den Schulen verhindert werden.

Auch wird die Gefahr, dass sich Lehrkräfte bei der Ausübung ihrer Arbeit mit dem Coronavirus infizieren, aufgrund der strikten Einhaltung der AHAL-Regeln an Schulen vom Gesundheitsamt als äußerst niedrig eingeschätzt. Insgesamt gebe es derzeit unter dem Schulpersonal 7 Fälle, die zu einer Klassenschließung geführt haben.

Das Gesundheitsamt beobachte die Lage an den Schulen sehr genau. Maßnahmen für einzelne Klassen, Kurse, Jahrgangsstufen oder Schulen werden nur angeordnet, wenn ein relevantes Infektionsgeschehen vor Ort vorliegt. Die hierfür maßgeblichen Details sind im Rahmen-Hygieneplan für die bayerischen Schulen geregelt.

Aufgrund der aktuellen Lage an den Münchner Schulen hält die Stadt es derzeit für infektiologisch begründet und pädagogisch geboten, nicht zum Block- oder Distanzunterricht zu wechseln.

Der frühere Drei-Stufen-Plan, nach dem sich Schulschließungen, Umstellung auf Distanzunterricht oder Klassenteilungen am Erreichen eines bestimmten 7-Tage-Inzidenzwerts orientiert hatten, wurde vom Kultusministerium zunächst bis 30. November ausgesetzt.

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Update 9. November 2020:

München - Dass die Lage angesichts einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 auch in München ernst ist, darüber herrscht bei OB Dieter Reiter und Ministerpräsident Markus Söder Einigkeit. Regelrechten Zoff gibt es nun allerdings bezüglich der Maskenpflicht für Grundschüler, die nun auch in München gilt. Bisher griff hier eine Ausnahmeregelung.

Maskenpflicht für Grundschüler gilt nun auch in München

Am Sonntagabend hat der Freistaat mitgeteilt, dass er die städtische Ausnahmegenehmigung für Münchner Grundschüler, am Platz keine Maske tragen zu müssen, nicht verlängert. Auch den Kompromissvorschlag, dass die Befreiung von der Maskenpflicht am Platz nur dann gilt, solange an der jeweiligen Grundschule kein Corona-positiver Fall auftritt, hat der Freistaat nicht genehmigt.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Ich – und mit mir viele Eltern und Schüler – bin mehr als nur enttäuscht von dieser Entscheidung. Die Münchner Ausnahmeregelung war für unsere Grundschüler und ihre Eltern eine echte Erleichterung in dieser schwierigen Zeit und infektiologisch gut begründet. Deshalb hatte sie das Gesundheitsministerium bislang ja auch mitgetragen.“

Überhaupt kein Verständnis habe er dafür, dass auch der von ihm mit der Staatsregierung auf höchster Ebene vereinbarte Kompromiss am Sonntagabend einfach aufgekündigt wurde. Da sei es „transparenter und ehrlicher“, die Möglichkeit einer fachlich begründeten Ausnahmegenehmigung ganz aus der Verordnung zu streichen.

Maskenpflicht in München: Diese Schulen sind aktuell ganz oder teilweise geschlossen

Grundschulen
Grundschule Bazeillesstraße 8: Klasse 3a bis einschließlich 10. November 2020
Volksschule der Republik Griechenland, Edmund Rumpler Straße 9: Klasse 3 bis einschließlich 10. November 2020
Grundschule Ernst-Reuter-Straße 4: Klasse 2a bis einschließlich 10. November 2020
Grundschule Fürstenrieder Straße 30: Klasse 3c bis einschließlich 12. November 2020
Grundschule Ilse-von-Twardowski-Platz 1: Klasse 1b und Religionsgruppe der Klasse 1b bis einschließlich 13. November 2020
Grundschule Manzostraße 79: Klasse 4b bis einschließlich 13. November 2020
Grundschule Ravensburger Ring 37: Klasse 3eG bis einschließlich 12. November 2020
Grundschule Stielerstraße 6: Klasse 1a bis einschließlich 13. November 2020
Grundschule Walliserstraẞe 5: Klasse 3a bis einschließlich 11. November 2020

München: Diese Mittelschulen sind aktuell ganz oder teilweise geschlossen

Mittelschule Blumenauer Straße: Klasse 9b und Ethikgruppe bis einschließlich 12. November 2020
Mittelschule Stuntzstraße: Klasse 9 b bis einschließlich 11. November 2020
Mittelschule Torquato-Tasso-Straße: Klasse 10V1 bis einschließlich 11. November 2020
Mittelschule Wiesentfelser Straße: Klasse 5b bis einschließlich 11. November 2020

München: Diese Realschulen sind aktuell ganz oder teilweise geschlossen

Adalbert-Stifter-Realschule: Klasse 10c bis einschließlich 10. November 2020
Anne-Frank-Realschule: Klasse 7b bis einschließlich 10. November 2020
Artur-Kutscher-Realschule: Klasse 10d bis einschließlich 11. November 2020
Balthasar-Neumann-Realschule: Klasse 9b bis einschließlich 12. November 2020
Erich Kästner-Realschule: Klasse 10a bis einschließlich 11. November 2020
Erzbischöfliche Maria-Ward-Mädchenrealschule Berg am Laim: Klasse 8c bis einschließlich 10. November 2020
Fridtjof-Nansen-Realschule: Klasse 8c bis einschließlich 10. November 2020
Helen-Keller-Realschule: Klasse 6 (Ganztag) bis einschließlich 11. November 2020
Maria-Probst-Realschule: Klasse 10b bis einschließlich 11. November 2020, Klasse 8a bis einschließlich 10. November 2020
Rudolf-Diesel-Realschule: Klasse 9a bis einschließlich 10. November 2020, Klasse 6g bis einschließlich 12. November 2020
Werner-von-Siemens-Realschule: Klasse 10 b bis einschließlich 12. November 2020

München: Diese Gymnasien sind aktuell ganz oder teilweise geschlossen

Adolf-Weber-Gymnasium: Klasse 7b bis einschließlich 10. November 2020
Elsa-Brandström-Gymnasium: Klasse 8d bis einschließlich 11. November 2020, Klasse Q11 bis einschließlich 9. November 2020
Gisela-Gymnasium: Klasse Q12 (Betroffene im nahen Umfeld der Schüler*in) bis einschließlich 10. November 2020
Gymnasium München-Trudering: Klasse 5a, Ethikgruppe (Betroffene) und Sportgruppe (Betroffene) bis einschließlich 10. November 2020
Gymnasium München-Moosach: Klasse 10d bis einschließlich 11. November 2020
Heinrich-Heine-Gymnasium: Klasse 10a und Klasse 5a bis einschließlich 10. November 2020, Klasse 9c bis einschließlich 13. November 2020
Louise-Schröder-Gymnasium: Q11 (betroffene Kurse) bis einschließlich 11. November 2020
Maria-Theresia-Gymnasium: Klasse 6c bis einschließlich 11. November 2020
Maximiliansgymnasium: Klasse 8a bis einschließlich 13. November 2020
Nymphenburger Schulen: Klasse 8 RA bis einschließlich 11. November 2020
Oskar-von-Miller-Gymnasium: Klasse Q12 (Betroffene) bis einschließlich 12. November 2020, Klasse Q11 (Betroffene) bis einschließlich 11. November 2020
Private Isar-Schulen: Klasse 10HG bis einschließlich 11. November 2020
Sophie-Scholl-Gymnasium: Klasse 10a bis einschließlich 13. November 2020
Theresia-Gerhardinger-Gymnasium am Anger: Klasse 9b bis einschließlich 9. November 2020
Werner-von-Siemens-Gymnasium: Klasse 6d bis einschließlich 11. November 2020, Klasse 10b bis einschließlich 10. November 2020
Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium: Jahrgangsstufe Q11 (Betroffene) bis einschließlich 13. November 2020

Update: 05. November 2020

Ungeachtet der drastisch gestiegenen Corona-Zahlen soll es an Schulen in Bayern auf absehbare Zeit keine automatischen Klassenteilungen oder gar Schulschließungen geben - weder in Landkreisen noch in kreisfreien Städten.

Selbst in Corona-Hotspots wie München sollen Schulen nicht automatisch auf einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht umstellen, sondern allenfalls einzelne, betroffene Schulen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München zu den Ergebnissen eines Spitzengesprächs mit Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter am Vortag.

Corona an Schulen in Bayern - Keine automatischen Klassenteilungen oder Schulschließungen

Bislang galten bei mehr als 35 beziehungsweise 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche offiziell noch klare Vorgaben bezüglich Maskenpflicht, Mindestabstand und dem daraus folgenden Wechsel in den Distanzunterricht, von denen nur unter bestimmten Bedingungen Abstand genommen werden sollte.

Doch nachdem der Inzidenz-Wert in weiten Teilen Bayerns inzwischen weit über 100 liegt, sollen nun die Gesundheitsämter vor Ort nach einer einheitlichen, aber an die örtlichen Gegebenheiten angepassten Linie entscheiden.

Und unabhängig von den Zahlen des jeweiligen Landkreises oder der jeweiligen Stadt nur dann einzelne Klassen oder gar eine ganze Schule nach Hause schicken, wenn es in der Schule selbst einen Infektionsfall gibt. Zuletzt gab es immer wieder Kritik daran, dass die Behörden bei gleicher Lage völlig unterschiedliche und somit nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen hatten.

Es gebe keine fixen Corona-Inzidenzwerte, bei denen Schulen geschlossen werden müssten, erklärte Söder. Entscheidend sei nur, ob es an einer Schule ein Infektionsgeschehen gebe oder nicht. Auch bislang hatte kein Automatismus bestanden. Ein Stufenplan des Kultusministeriums sah aber die Möglichkeit ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 explizit vor - das ist nun endgültig vom Tisch.

Corona an Schulen und Kitas in Bayern - Gesundheitsämter sollen über Vorgehen entscheiden


Schule und Kita bleiben in Bayern geöffnet“, unterstrich Söder. Das gelte so lange, bis ein Gesundheits- oder Schulamt feststelle, dass die Infektionsgefahr in einer bestimmten Einrichtung zu groß sei. Der Regierungschef forderte sehr deutlich, den Leistungsdruck an den Schulen angesichts der Corona-Krise nicht unnötig zu erhöhen und etwa im Eiltempo Proben schreiben zu lassen. Auch die Lehrpläne müssten, wo notwendig, an das Infektionsgeschehen angepasst werden.

Zugleich kündigte Söder an, auch nach diesem Schuljahr solle das Vorrücken in die nächste Klassenstufe großzügiger gehandhabt werden. Und wenn jemand nicht vorrücke, dann solle dies nicht auf die Schulkarriere angerechnet werden. „Ziel ist, dass aus einem nicht normalen Schuljahr trotzdem ein faires Schuljahr wird.“

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Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht an Grundschulen in München

Update: 21. Oktober 2020

Die Maskenpflicht am Platz für Münchner Grundschulen wird ab Mittwoch, 21. Oktober, aufgehoben.

Das Infektionsgeschehen ist in Grundschulklassen sehr gering, sie machen nur 5 Prozent der heute aktuell 83 geschlossenen Schulklassen aus. Grundschüler sind keine Infektionstreiber. Vor diesem Hintergrund habe ich entschieden, die Maskenpflicht aufzuheben, um die Einschränkungen gerade für die jüngsten Schülerinnen und Schüler durch das Tragen von Masken so gering wie irgend möglich zu halten.

Oberbürgermeister Dieter Reiter

Die Maskenpflicht im Unterricht an Schulen aller Jahrgangsstufen und somit erstmalig auch an Grundschulen ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 wurde vom Freistaat Bayern festgelegt, jedoch ist eine abweichende Regelung in begründeten Einzelfällen möglich. Davon macht die Landeshauptstadt München jetzt Gebrauch.

Der Betrieb an Schulen und Kitas mit insgesamt rund 5.000 Schulklassen und rund 3.000 Kitagruppen in München richtet sich nach einem Stufenplan mit drei Phasen. Welche Stufe aktuell gilt, entscheidet das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) je nach Infektionsgeschehen in enger Absprache mit dem Referat für Bildung und Sport und der staatlichen Schulaufsicht.

Es gebe keinen Automatismus, wonach mit dem Erreichen eines bestimmten Inzidenz-Werts sofort die nächste Stufe eingeleitet wird. Aktuell gilt weiterhin Stufe „gelb“.

Dies bedeutet, dass in München die Maskenpflicht im Unterricht ab der Jahrgangsstufe 5 für Schülerinnen und Schüler erhalten bleibt, soweit dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann.

An den Grundschulen und den Grundstufen der Förderzentren muss am Platz ab Mittwoch keine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.

Corona-Quarantäne - Geschlossene Schulen oder Klassen in München

Bei Corona-Verdachtsfällen oder bestätigten Infektionen in Klassen oder Schulen kann die Gesundheitsbehörde vorübergehend eine Schließung anordnen. Dann findet kein Präsenzunterricht statt.

Grundschulen und Betreuung

Grundschule am Gotzinger Platz: Klasse 2a bis einschließlich 29. Oktober 2020
Grundschule am Mariahilfplatz, ausgelagert an die Hochstraße 29: Klasse 3c bis einschließlich 21. Oktober 2020
Grundschule Ravensburger Ring: Gruppe 4 der Kooperativen Ganztagsbildung bis einschließlich 21. Oktober 2020, Klasse 4b bis einschließlich 22. Oktober 2020
Hort Chocolate Butterflies e.V., Gaißacher Straße 17: Betroffene Gruppe bis einschließlich 29. Oktober 2020
Hort des Kinderhauses München Süd, Würmtalerstraße 90: Gruppe 3 bis einschließlich 29. Oktober 2020
Hort Dominik-Brunner-Haus der Johanniter: Gruppe 2 bis einschließlich 23. Oktober 2020
Tagesheim Kinderhaus Kai Pasing: Hortgruppen 1 & 2 bis einschließlich 21. Oktober 2020

Mittelschulen

Mittelschule an der Fernpaßstraße: Klasse 9b bis einschließlich 23. Oktober 2020
Mittelschule an der Fromundstraße 5: Klasse 8a und Sportgruppe Jungs der Klasse 7c bis einschließlich 23. Oktober 2020
Mittelschule an der Fürstenrieder Straße: Klassen 5a und 5g bis einschließlich 21. Oktober 2020
Mittelschule Huber (privat): Klasse 7IVb bis einschließlich 21. Oktober 2020
Mittelschule Leipziger Straße: Klasse 9 cm bis einschließlich 23. Oktober 2020
Mittelschule Sambergerstraße: Klasse 9a bis einschließlich 30. Oktober 2020
Mittelschule an der Wiesentfelser Straße: Klasse 9g bis einschließlich 22. Oktober 2020

Realschulen

Adalbert-Stifter-Realschule: Klasse 10b bis einschließlich 22. Oktober 2020
Anne-Frank-Realschule: Klasse 9d bis einschließlich 29. Oktober 2020
Fridtjof-Nansen-Realschule: Klasse 6 a bis einschließlich 23. Oktober 2020
Hellen-Keller-Realschule: Klasse 10d bis einschließlich 26. Oktober 2020
Hermann-Frieb-Realschule: Klasse 9a bis einschließlich 21. Oktober 2020
Marieluise-Fleißer Realschule: Klasse 7c bis einschließlich 29. Oktober 2020
Ricarda-Huch-Realschule: Klasse 10c bis einschließlich 21. Oktober 2020
Werner-von-Siemens-Realschule: Klasse 8c bis einschließlich 21. Oktober 2020

Gymnasien

Asam-Gymnasium: Klasse 8c und Latein Gruppe bis einschließlich 23. Oktober 2020, Klasse 6b und Klasse 10d bis einschließlich 28. Oktober 2020
Albert-Einstein-Gymnasium: Studienseminar bis einschließlich 28. Oktober 2020
Bertolt-Brecht-Gymnasium: Klasse 9a bis einschließlich 23. Oktober 2020
Erasmus-Grasser-Gymnasium: Klasse Q11 (teil) bis einschließlich 2. November 2020
Erzbischöfliches Edith-Stein-Gymnasium: Klasse Q11 bis einschließlich 22. Oktober 2020
Gymnasium Freiham: Klasse 6e bis einschließlich 22. Oktober 2020
Gymnasium München-Trudering: 1M3, 1D3, 2S1, 1E1, 1EKO1, 1KU2, 1B1, 1SK1, WSeminar Native Americans, P Seminar Lesereise bis einschließlich 28. Oktober 2020
Heinrich-Heine-Gymnasium: Klasse Q11 bis einschließlich 26. Oktober 2020
Käthe-Kollwitz-Gymnasium: Klasse 9c bis einschließlich 21. Oktober 2020
Klenze-Gymnasium: Klasse 10 B bis einschließlich 27. Oktober 2020
Lehrinstitut Derksen: Klasse 5b und evangelische Gruppe der Klasse 4a bis einschließlich 20. Oktober 2020
Louise-Schroeder-Gymnasium: Klasse 7a bis einschließlich 28. Oktober 2020
Luitpoldgymnasium: Klasse 8 D bis einschließlich 29. Oktober 2020
Lycée Francais Jean Renoir: Klasse 12 A (Terminale A) bis einschließlich 29. Oktoober 2020
Pestalozzi Gymnasium: Klasse 5a und katholische Klasse 5c bis einschließlich 29. Oktober 2020
Sankt-Anna-Gymnasium: Klasse Q12 bis einschließlich 28. Oktober 2020, Klasse 6a und Französisch-Gruppe der Klasse 6b bis einschließlich 26. Oktober 2020
Willi-Graf-Gymnasium: Q 11 bis einschließlich 27. Oktober 2020

Berufliche Schulen

Adolf-Kolping-Berufsschule: Klasse 10 Fachpraktiker Holztechnik bis einschließlich 23. Oktober 2020
Bayerische Landesschule für Körperbehinderte: Berufsschulstufe bis einschließlich 28. Oktober 2020
Berufsfachschule für Kinderpflege: Klasse 10SVC bis einschließlich 22. Oktober 2020, Klasse 10 I bis einschließlich 27. Oktober 2020
Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung: Klassa 1a bis einschließlich 23. Oktober 2020
Berufsfachschule für Notfallsanitäter BRK: Klasse Notsan 20a bis einschließlich 28. Oktober 2020
Berufsschule für das Bau- und Kunsthandwerk: Klasse Zimmerer 12b bis einschließlich 29. Oktober 2020, Klasse BZ10D bis einschließlich 26. Oktober 2020
Berufsschule für das Holzbildhauerhandwerk: Klasse Hobi 11 bis einschließlich 27. Oktober 2020
Berufsschule für das Hotel-, Gaststätten- und Braugewerbe: Klasse 10d bis einschließlich 23. Oktober 2020
Berufsschule für Fachkräfte in Arzt- und Tierarztpraxen und pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte: Klasse 10mn bis einschließlich 21. Oktober 2020
Berufsschule für Fertigungstechnik: Klasse 12A-IM bis einschließlich 20. Oktober 2020
Berufsschule für Finanz-, Immobilien- und Automobilwirtschaft: Klasse I11B92 bis einschließlich 23. Oktober 2020
Berufsschule für Informationstechnik: Klasse 1FA101 bis einschließlich 22. Oktober 2020
Berufsschule für Lagerlogistik, Groß- und Außenhandel: Klasse 11GT33 bis einschließlich 21. Oktober 2020, Klasse 12 LO 35 bis einschließlich 26. Oktober 2020
Berufsschule für medizinische Fachangestellte am Ostbahnhof: Klasse 13W bis einschließlich 20. Oktober 2020. Klasse 12mp bis einschließlich 23. Oktober 2020
Berufssschule für Metall, Design und Mechatronik: Klasse 11B-MT bis einschließlich 27. Oktober 2020
Berufsschule für Rechts- und Verwaltungsberufe: Klasse 114001 bis einschließlich 20. Oktober 2020
Berufsschule zur Berufsintegration: Klasse A4 bis einschließlich 28. Oktober 2020
Berufsschule zur Berufsvorbereitung: Klasse BVJ4 bis einschließlich 26. Oktober 2020
Bildungszentrum für Augenoptik und Optometrie: Klasse 2a bis einschließlich 23. Oktober 2020
Chemieschule Dr. Elhardt GmbH: Klasse B 14 bis einschließlich 22. Oktober 2020
Eurokolleg FOS: Klasse 12 bis einschließlich 30. Oktober 2020
Fachakademie für Sozialpädagogik: Klasse RO8 bis einschließlich 28. Oktober 2020
Fachoberschule für Gestaltung: Klasse 11e bis einschließlich 29. Oktober 2020
Fachoberschule für Sozialwesen und Gesundheit München Nord, Klasse G 12 A bis einschließlich 26. Oktober 2020
Fachschule für Heizungs-Sanitär- und Klimatechnik: Klasse AV10d bis einschließlich 23. Oktober 20
Friedrich-Oberlin-Fachoberschule: Klasse 11c bis einschließlich 23. Oktober 2020, Klasse 13 b bis einschließlich 26. Oktober 2020
Kosmetikschule Norkauer: Klasse FKO H20 bis einschließlich 21. Oktober 2020
Meisterschule für das Gold- und Silberschmiedehandwerk: Meisterklasse bis einschließlich 30. Oktober 2020
Meisterschule für Schreinerhandwerk: Klasse KL42F1 bis einschließlich 30. Oktober 2020
Montessori Fachoberschule München: Klasse 12a2 bis einschließlich 28. Oktober 2020
Rainer-Werner-Fassbinder-Fachoberschule für Sozialwesen: Klasse 12f bis einschließlich 29. Oktober 2020, Klasse 12M bis einschließlich 22. Oktober 2020
Robert Bosch Fachoberschule: Klasse 11K und 12Hwv bis einschließlich 30. Oktober 2020
Technikerschule der Städtischen Fachschule für Maschinenbau-, Metallbau-, Informatik- und Elektrotechnik: Klasse DTM2c bis einschließlich 22. Oktober 2020
Therese-von-Bayern-Schule FOS-BOS Wirtschaft: Klasse F12w14 bis einschließlich 23. Oktober 2020, Klasse B12iA bis einschließlich 28. Oktober 2020

Förderzentren

Sonderpädagogisches Förderzentrum München-Mitte 4: Klasse 7 und Klasse 8 bis einschließlich 20. Oktober 2020

Sonstige Einrichtungen

Friedel-Eder-Schule: Klasse 8 bis einschließlich 27. Oktober 2020
Internationaler Sprach Campus München: Intake-Schulgruppe bis einschließlich 26. Oktober 2020
Rudolf-Steiner-Schule München-Dagling: Klasse 13 bis einschließlich 28. Oktober 2020, Klasse 12a bis einschließlich 30. Oktober 2020
Stiftung ICP München: Klasse Insel 4 sowie betroffener Ethikunterricht bis einschließlich 23. Oktober 2020
Waldorfschule München Südwest: Klasse 13 bis einschließlich 27. Oktober 2020

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Trotz Corona sollen Schulen in Bayern flächendeckend offen bleiben

Update: 16. Oktober 2020

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo sieht derzeit trotz der teils stark steigenden Corona-Zahlen in Bayern keine akute Gefahr für flächendeckende Schulschließungen. „Wir wollen in diesem Schuljahr die Schulen offen halten. Wir haben einen guten Hygieneplan, um den Präsenzunterricht sicherzustellen“, sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Hierüber bestehe in der gesamten Schulfamilie große Einigkeit. Piazolo reagierte damit auf die teils große Verunsicherung, die in der Frage bei Eltern, Lehrern und auch Schulleitern besteht.

Maskenpflicht auch im Hort - Mehr Corona-positive Schüler in Bayern

Kinder im Hort und in der Mittagsbetreuung in Bayern müssen bei hohen Corona-Zahlen nun auch eine Maske tragen.

Da in unseren Horten meist Kinder aus unterschiedlichen Klassen, oft sogar aus unterschiedlichen Schulen, zusammenkommen, führen wir auch in den Horten eine Maskenpflicht ein. Damit vermeiden wir auch weiterhin, dass dort, wo es zu einer Infektion kommt, diese innerhalb der Einrichtungen weitergetragen wird

Familienministerin Carolina Trautner (CSU)

Dabei gilt: Bei einem Überschreiten der 7-Tage-Inzidenz von 50, also in der roten Phase, müssen die Kinder auch in den Gruppenräumen und in Mehrzweckräumen eine Maske tragen.

Liegen die Zahlen darunter - also in der sogenannten gelben oder grünen Phase -, müssen sie diese nicht in den Betreuungsräumen tragen. Die Maskenpflicht gilt auch für Betreuer.

In Grundschulen müssen Kinder schon jetzt eine Maske aufhaben, bis sie im Klassenzimmer sind. Dort dürfen sie sie abnehmen. Sollten die Infektionszahlen aber über dem Grenzwert liegen, droht den Schülern auch im Unterricht eine Maskenpflicht.

Die Zahl der Schüler und Lehrer in Quarantäne nimmt derweil stetig zu. Etwa 19 000 Schüler (von rund 1,65 Millionen in Bayern) und 1705 Lehrer (von 155 000) waren Stand Freitag isoliert. Das geht aus Zahlen des Kultusministeriums hervor.

Rund 800 Schüler sind an Corona erkrankt - in der Vorwoche waren es noch etwa 330. Bei den Lehrern sind 93 erkrankt, in der Vorwoche waren es 62.

Hoher Corona-Wert in München - Diese Schulen und Klassen sind zurzeit in Quarantäne

Grundschulen und Betreuung

Grundschule Margarethe-Danzi-Straße: Klasse 1b bis einschließlich 16. Oktober 2020, Tagesheimgruppe Rot Rechts bis einschließlich 16. Oktober 2020
Grundschule am Mariahilfplatz, ausgelagert an die Hochstraße 29: Klasse 3c bis einschließlich 21. Oktober 2020
Grundschule Ravensburger Ring: Gruppe 4 der Kooperativen Ganztagsbildung bis einschließlich 21. Oktober 2020, Klasse 4b bis einschließlich 22. Oktober 2020
Grundschule Knappertsbuschstraße, Außenstelle Ruth-Drexel-Straße: Klasse 3b und Ethikklasse bis einschließlich 16. Oktober
Grundschule an der Simmernstraße: Klasse 4c bis einschließlich 19. Oktober 2020
Hort Dominik-Brunner-Haus der Johanniter: Gruppe 2 bis einschließlich 23. Oktober 2020
Tagesheim Kinderhaus Kai Pasing: Hortgruppen 1 & 2 bis einschließlich 21. Oktober 2020

Mittelschulen

Mittelschule an der Fernpaßstraße: Klasse 9 b bis einschließlich 23. Oktober 2020
Mittelschule an der Fürstenrieder Straße: Klassen 5a und 5g bis einschließlich 21. Oktober 2020
Mittelschule Huber (privat): Klasse 7IVb bis einschließlich 21. Oktober 2020
Mittelschule Leipziger Straße: Klasse 9 cm bis einschließlich 23. Oktober 2020
Mittelschule an der Situlistraße: Klasse 5b bis einschließlich 19. Oktober 2020
Mittelschule an der Wiesentfelser Straße: Klasse 9g bis einschließlich 22. Oktober 2020
Mittelschule an der Wörthstraße: Klasse 9b bis einschließlich 19. Oktober 2020
Realschulen
Adalbert-Stifter-Realschule:
 Klasse 10b bis einschließlich 22. Oktober 2020
Anne-Frank-Realschule: Klasse 7a und Ethikunterricht bis einschließlich 16. Oktober 2020, Klasse 9d bis einschließlich 29. Oktober 2020
Carl-Spitzweg-Realschule: Klasse 6g bis einschließlich 19. Oktober 2020
Fridtjof-Nansen-Realschule: Klasse 6 a bis einschließlich 23. Oktober 2020
Hellen-Keller-Realschule: Klasse 10d bis einschließlich 26. Oktober 2020
Hermann-Frieb-Realschule: Klasse 9a bis einschließlich 21. Oktober 2020
Ricarda-Huch-Realschule: Klasse 10c bis einschließlich 21. Oktober 2020
Werner-von-Siemens-Realschule: Klasse 8c bis einschließlich 21. Oktober 2020

Gymnasien

Asam-Gymnasium: Klasse Q11 bis einschließlich 19. Oktober 2020,  Klasse 8 c und Latein Gruppe bis einschließlich 23. Oktober 2020
Adolf-Weber-Gymnasium: Klasse Q12 (Betroffene) bis einschließlich 16. Oktober 2020
Bertolt-Brecht-Gymnasium: Klasse 9a bis einschließlich 23. Oktober 2020
Erzbischöfliches Edith-Stein-Gymnasium: Klasse Q11 bis einschließlich 22. Oktober 2020
Gymnasium Freiham: Klasse 6e bis einschließlich 22. Oktober 2020
Gymnasium Fürstenried: Klasse 10d bis einschließlich 16. Oktober 2020
Heinrich-Heine-Gymnasium: Klasse Q11 bis einschließlich 26. Oktober 2020
Käthe-Kollwith-Gymnasium: Klasse 9c bis einschließlich 21. Oktober 2020
Lehrinstitut Derksen: Klasse 5b und evangelische Gruppe der Klasse 4a bis einschließlich 20. Oktober 2020
Lion-Feuchtwanger-Gymnasium: Q 12 (Betroffene) bis einschließlich 16. Oktober 2020
Luisengymnasium: Klasse 7a bis einschließlich 19. Oktober 2020
Michaeli-Gymnasium: Klasse 10e bis einschließlich 16. Oktober 2020
Sankt-Anna-Gymnasium: Klasse 8a und Klasse 8k bis einschließlich 19. Oktober 2020
Wilhelmsgymnasium: Klasse Q12 (Betroffene) bis einschließlich 16. Oktober 2020

Berufliche Schulen

Adolf-Kolping-Berufsschule: Klasse 10 Fachpraktiker Holztechnik bis einschließlich 23. Oktober 2020
Anita-Augspurg-Berufsoberschule: Klasse 12gs bis einschließlich 19. Oktober 2020
Bayerische Landesschule für Körperbehinderte: Berufsschulstufe bis einschließlich 28. Oktober 2020
Berufsfachschule für Altenpflegehilfe: Klasse APH022 bis einschließlich 16. Oktober 2020
Berufsfachschule für Kinderpflege: Klasse 10SVC bis einschließlich 22. Oktober 2020
Berufsfachschule für Kommunikationsdesign: Klasse G1C bis einschließlich 19. Oktober 2020
Berufsfachschule für Pflege Münchenklinik Akademie: Klasse B2020 bis einschließlich 19. Oktober 2020
Berufsschule für das Hotel-, Gaststätten- und Braugewerbe: Klasse 10d bis einschießlich 23. Oktober 2020
Berufsschule für Fachkräfte in Arzt- und Tierarztpraxen und pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte: Klasse 10mn bis einschließlich 21. Oktober 2020, Klasse 12 M/B bis einschließlich 19. Oktober 2020
Berufsschule für Fertigungstechnik: Klasse 12A-IM bis einschießlich 20. Oktober 2020
Berufschule für Finanz-, Immobilien- und Automobilwirtschaft: Klasse I11B92 bis einschließlich 23. Oktober 2020
Berufsschule für Informationstechnik: Klasse 1FA091 bis einschließlich 16. Oktober 2020, Klasse 1FA101 bis einschließlich 22. Oktober 2020
Berufsschule für Lagerlogistik, Groß- und Außenhandel: Klasse 11GT33 bis einschließlich 21. Oktober 2020
Berufsschule für medizinische Fachangestellte am Ostbahnhof: Klasse 13W bis einschließlich 20. Oktober 2020. Klasse 12mp bis einschließlich 23. Oktober 2020
Berufsschule für Rechts- und Verwaltungsberufe: Klasse 114006 bis einschließlich 16. Oktober 2020, Klasse 114001 bis einschließlich 20. Oktober 2020
Berufsschule zur Berufsintegration: Klasse A4 bis einschließlich 23. Oktober 2020
Berufsschule zur Berufsvorbereitung: Klasse BVJ4 bis einschließlich 26. Oktober 2020
Bildungszentrum für Augenoptik und Optometrie: Klasse 2a bis einschließlich 23. Oktober 2020
Chemieschule Dr. Elhardt GmbH: Klasse B 14 bis einschließlich 22. Oktober 2020
Fachoberschule für Sozialwesen und Gesundheit München Nord, Klasse G 12 A bis einschließlich 23. Oktober 2020
Fachschule für Heizungs-Sanitär- und Klimatechnik: Klasse AV10d bis einschließlich 23. Oktober 20
Friedrich-Oberlin-Fachoberschule: Klasse 11c bis einschließlich 23. Oktober 2020, Klasse 13 b bis einschließlich 26. Oktober 2020
Kosmetikschule Norkauer: Klasse FKO H20 bis einschließlich 21. Oktober 2020
Münchenkolleg: Klasse K11 bis einschließlich 16. Oktober 2020
Rainer-Werner-Fassbinder-Fachoberschule für Sozialwesen: Klasse 12f bis einschließlich 29. Oktober 2020, Klasse 12M bis einschließlich 22. Oktober 2020
Technikerschule der Städtischen Fachschule für Maschinenbau-, Metallbau-, Informatik- und Elektrotechnik: Klasse DTM2c bis einschließlich 22. Oktober 2020
Therese-von-Bayern-Schule FOS-BOS Wirtschaft: Klasse F12w14 bis einschließlich 23. Oktober 2020

Förderzentren

Förderzentrum Förderschwerpunkt Hören München: Klasse 9a, b, c bis einschließlich 16. Oktober
Sonderpädagogisches Förderzentrum München-Mitte 4: Klasse 7 und Klasse 8 bis einschließlich 20. Oktober 2020

Sonstige Einrichtung

Friedel-Eder-Schule: Klasse 8 bis einschließlich 27. Oktober 2020
Internationaler Sprach Campus München: Intake-Schulgruppe bis einschließlich 26. Oktober 2020
Stiftung ICP München: Klasse Insel 4 sowie betroffener Ethikunterricht bis einschließlich 23. Oktober 2020

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Hoher Corona-Wert in München - Diese Schulen und Klassen sind zurzeit in Quarantäne

Update: 12. Oktober 2020

In München ist der Inzidenz-Wert über 50 gestiegen. Das hat das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag gemeldet. OB Dieter Reiter hat daraufhin die Corona-Maßnahmen in der Landeshautstadt drastisch verschärft.

An den Schulen und bei der Kinderbetreuung in München bleibt es zunächst wie bisher bei Stufe Gelb, da hier derzeit kein erhöhtes Ausbruchsgeschehen zu verzeichnen sei.

Von den rund 5.000 Münchner Schulklassen sind derzeit 39 in Quarantäne und bei der Kinderbetreuung sind von den 4.500 Gruppen aktuell 30 in Quarantäne. Das Infektionsgeschehen soll hier weiterhin genau beobachtet werden, um auf eine eventuelle Verschlechterung der Situation frühzeitig reagieren zu können.

Bei Verdachtsfällen oder bestätigten Infektionen in einer Klasse oder Schule kann die Gesundheitsbehörde vorübergehend eine Schließung anordnen. Dann findet kein Präsenzunterricht statt.

Folgende Schulen und Klassen in München sind zurzeit aufgrund Corona geschlossen:

Grundschulen und Betreuung in München

Grundschule Margarethe-Danzi-Straße: Klasse 1b bis einschließlich 16. Oktober 2020, Ethikklasse bis einschließlich 14. Oktober 2020, Tagesheimgruppe Rot Rechts bis einschließlich 16. Oktober 2020
Grundschule Knappertsbuschstraße, Außenstelle Ruth-Drexel-Straße: Klasse 3b und Ethikklasse bis einschließlich 16. Oktober
Grundschule an der Simmernstraße: Klasse 4c bis einschließlich 19. Oktober 2020
Mittelschulen
Mittelschule Allach: Klasse 5b bis einschließlich 14. Oktober 2020
Mittelschule an der Situlistraße: Klasse 5b bis einschließlich 19. Oktober 2020

Realschulen in München

Anne-Frank-Realschule: Klasse 7a und Ethikunterricht bis einschließlich 16. Oktober 2020
Hermann-Frieb-Realschule: Klasse 9a bis einschließlich 21. Oktober 2020
Rudolf-Diesel-Realschule: Klasse 7a bis einschließlich 12. Oktober 2020
Gymnasien
Adolf-Weber-Gymnasium: Klasse Q12 (Betroffene) bis einschließlich 16. Oktober 2020
Gymnasium Fürstenried: Klasse 10d bis einschließlich 16. Oktober 2020
Käthe-Kollwith-Gymnasium: Klasse 9c bis einschließlich 21. Oktober 2020
Lion-Feuchtwanger-Gymnasium: Q 12 (Betroffene) bis einschließlich 16. Oktober 2020
Michaeli-Gymnasium: Klasse 6d bis einschließlich 12. Oktober 2020, Klasse 10e bis einschließlich 16. Oktober 2020
Nymphenburger Gymnasium: Klasse 6c bis einschließlich 8. Oktober 2020, Klasse 9a bis einschließlich 13. Oktober 2020
St.-Anna-Gymnasium: Klasse 8a und Klasse 8k bis einschließlich 19. Oktober 2020
Wilhelmsgymnasium: Klasse Q12 (Betroffene) bis einschließlich 16. Oktober 2020

Berufliche Schulen in München

Anita-Augspurg-Berufsoberschule: Klasse 12gs bis einschließlich 19. Oktober 2020
Berufsfachschule für Altenpflegehilfe: Klasse APH022 bis einschließlich 16. Oktober 2020
Berufsfachschule für Kommunikatiosdesign: Klasse G1C bis einschließlich 19. Oktober 2020
Berufsfachschule für Pflege Münchenklinik Akademie: Klasse B2020 bis einschließlich 19. Oktober 2020
Berufsfachschule Heimerer: Klasse Aph021 bis einschließlich 14. Oktober 2020
Berufsschule für das Spenglerhandwerk, Umwelt- und Versorgungstechnik: Klasse AV 12d bis einschließlich 14. Oktober 2020
Berufsschule für Farbe und Gestaltung: Klasse x_B1B bis einschließlich 12. Oktober 2020
Berufsschule für Fertigungstechnik: Klasse 12A-IM bis einschießlich 20. Oktober 2020
Berufsschule für Industrieelektronik: Klasse EBT 221 bis einschließlich 14. Oktober 2020, Klasse 1FA091 bis einschließlich 16.Oktober 2020
Berufsschule für Kraftfahrzeugtechnik: Klasse K10R und K10T bis einschließlich 13. Oktober 2020, Klasse K11U bis einschließlich 14. Oktober 2020
Berufsschule für medizinische Fachangestellte am Ostbahnhof: Klasse 13W bis einschließlich 20. Oktober 2020
Berufsschule für Rechts- und Verwaltungsberufe: Klasse 114006 bis einschließlich 16. Oktober 2020, Klasse 114001 bis einschließlich 19. Oktober 2020
Fachoberschule für Gestaltung: Klasse 11e bis einschließlich 14. Oktober 2020 
Fachoberschule für Sozialwesen und Gesundheit München Nord: Klasse S 13 bis einschließlich 12. Oktober 2020 
Friedrich-Oberlin-Fachoberschule: Klasse 12b bis einschließlich 15. Oktober 2020, Klasse 11c bis einschließlich 23. Oktober 2020
Münchenkolleg: Klasse K11 bis einschließlich 16. Oktober 2020
Private Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung der EuroKolleg: Klasse 12 wb bis einschließlich 15. Oktober 2020

Förderzentren in München

Förderzentrum Förderschwerpunkt Hören München: Klasse 9a, b, c bis einschließlich 16. Oktober, Klasse 7a, b bis einschließlich 15. Oktober 2020
Sonderpädagogisches Förderzentrum München-Mitte 4: Klasse 7 und Klasse 8 bis einschließlich 20. Oktober 2020

Sonstige Einrichtung in München

Stiftung ICP München: Klasse Insel 4 sowie betroffener Ethikunterricht bis einschließlich 23. Oktober 2020

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Corona-Tests an Schulen wird durch externe Firma unterstützt

Update: 07. Oktober 2020

Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) wird von von der externen Firma Vitolus/allgäuLab bei den Corona-Tests in den Schulen in München unterstützt.

Die Firma kontaktiert künftig Schulen, in denen Klassen geschlossen werden müssen, und vereinbart Ort und Termin, um rasche Testungen des Klassenverbandes zu ermöglichen. So können an einem Tag auch mehrere Klassen verschiedener Schulen an einem zentral gelegenen Ort ressourcenschonend gebündelt getestet werden. Die Kosten für diese Testungen werden bis auf weiteres vom Freistaat Bayern übernommen.

Schultestungen können durch die Beauftragung einer Firma durch das Gesundheitsamt für alle Beteiligten effektiv und zeitnah organisiert und umgesetzt werden. Dies bringt Erleichterung für Schulen, Eltern und Kinder sowie das Gesundheitsamt, das aufgrund der hohen Anzahl an Schul- und Kitaschließungen stark belastet wurde. Wir freuen uns über das Angebot des Freistaats, die Kosten für Schultestungen vorerst zu übernehmen.

Stadtschulrätin Beatrix Zurek

Corona in München: Diese Klassen und Schulen sind aktuell geschlossen oder im „Home-Schooling“

Update: 7. Oktober

Folgende Schulen oder Klassen sind geschlossen:

Grundschulen und Betreuung
Grundschule Bad-Soden-Straße 27: Klasse 2a bis einschließlich 8. Oktober
Grundschule an der Haldenbergstraße 27: Klasse 2a bis einschließlich 7. Oktober 2020
Grundschule Knappertsbuschstraße, Außenstelle Ruth-Drexel-Straße: Klasse 3b und Ethikklasse bis einschließlich 16. Oktober
Grundschule Margarethe-Danzi-Straße: Klasse 1b bis einschließlich 16. Oktober 2020, Ethikklasse bis einschließlich 14. Oktober 2020, Tagesheimgruppe Rot Rechts bis einschließlich 16. Oktober 2020


Mittelschulen
Mittelschule Allach: Klasse 5b bis einschließlich 14. Oktober 2020
Mittelschule an der Fernpaßstraße: Klasse 6g bis einschließlich 7. Oktober 2020

Realschulen
Balthasar-Neumann-Realschule: Klasse 10b bis einschließlich 8. Oktober 2020
Erzbischöfliche Maria-Ward-Mädchenrealschule Berg am Laim: Klasse 8a bis einschließlich 9. Oktober 2020
Ricarda-Huch-Realschule: Klasse 7a bis einschließlich 7. Oktober 2020
Rudolf-Diesel-Realschule: Klasse 7a bis einschließlich 12. Oktober 2020
Anne-Frank-Realschule: Klasse 7a und Ethikunterricht bis einschließlich 16. Oktober 2020

Gymnasien
Lion-Feuchtwanger-Gymnasium: Klasse 9p bis einschließlich 7. Oktober 2020
Luitpoldgymnasium: Q12 (Betroffene) bis einschließlich 7. Oktober 2020
Michaeli-Gymnasium: Klasse 6d bis einschließlich 12. Oktober 2020
Nymphenburger Gymnasium: Klasse 6c bis einschließlich 8. Oktober 2020, Klasse 9a bis einschließlich 13. Oktober 2020
Werner-von-Siemens-Gymnasium: Klasse 6d bis einschließlich 8. Oktober 2020
Wilhelmsgymnasium: Klasse Q12 (Betroffene) bis einschließlich 16. Oktober 2020

Berufliche Schulen
Berufsfachschule Heimerer: Klasse Aph021 bis einschließlich 14. Oktober 2020
Berufsfachschule für PTA München: Klasse 11d bis einschließlich 7. Oktober 2020
Berufsschule für Büromanagement und Industriekaufleute: Klasse B10m bis einschließlich 7. Oktober 2020
Berufsschule für Informationstechnik: Klasse 3fs13.3 bis einschließlich 7. Oktober 2020
Berufsfachschule für Altenpflegehilfe: Klasse APH022 bis einschließlich 16. Oktober 2020
Berufsschule für das Spenglerhandwerk, Umwelt- und Versorgungstechnik: Klasse AV 12d bis einschließlich 14. Oktober 2020
Berufsschule für Farbe und Gestaltung: Klasse x_B1B bis einschließlich 12. Oktober 2020
Berufsschule für Industrieelektronik: Klasse EBT 221 bis einschließlich 14. Oktober 2020
Berufsschule für Kraftfahrzeugtechnik: Klasse K10R und K10T bis einschließlich 13. Oktober 2020, Klasse K11U bis einschließlich 14. Oktober 2020
Berufsschule für zahnmedizinische Fachangestellte: Klasse 10M bis einschließlich 8. Oktober 2020
Fachoberschule für Gestaltung: Klasse 11e bis einschließlich 15. Oktober 2020 
Fachoberschule für Sozialwesen und Gesundheit München Nord: Klasse S 13 bis einschließlich 12. Oktober 2020 
Friedrich-Oberlin-Fachoberschule: Klasse 12b bis einschließlich 15. Oktober 2020
Private Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung der EuroKolleg: Klasse 12 wb bis einschließlich 15. Oktober 2020

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Bayern will Maßnahmen zum infektionsgerechten Lüften finanziell unterstützen

Update: 02. Oktober 2020

Das Bayerische Kultusministerium will Schulen bei der Umsetzung technischer Maßnahmen zum corona-gerechten Lüften finanziell unterstützen. Dafür sollen 37 Millionen Euro für die Beschaffung von CO2-Sensoren für jeden Klassen- und Fachraum und von mobilen Luftreinigungsgeräten mit Filterfunktion für Räume, die nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen oder durch eine raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) gelüftet werden können, bereitgestellt werden.

Kultusminister Michael Piazolo sieht dies als wichtige Maßnahme für den Infektionsschutz.

Dem infektionsschutzgerechten Lüften kommt gerade in den bevorstehenden Herbst- und Wintermonaten enorme Bedeutung zu. Aus der bewährten AHA-Formel - Abstandhalten, Hygienemaßnahmen und Alltagsmasken - wird nun AHA-L. Lüften ist nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen ein wichtiges Element, um Infektionen vorzubeugen. Unser Förderprogramm hilft den Schulaufwandsträgern schnell und unbürokratisch dabei, die Schulen dafür auszurüsten.

Michael Piazolo

Knapp 12 700 Schüler und Lehrer in Bayern müssen derzeit in Quarantäne bleiben. Zudem sind 400 Schülerinnen und Schüler sowie knapp 50 Lehrer positiv auf das Corona-Virus getestet worden, wie aus aktuellen Daten des Kultusministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Mit Blick auf größere Quarantäne-Maßnahmen sind rund 0,54 Prozent der Klassen derzeit wegen einer entsprechenden Anordnung des Gesundheitsamts nicht im Präsenzunterricht. Komplett geschlossen sind aktuell nur zwei der mehr als 6000 Schulen in Bayern.

Auch in München kommt es zu Corona-bedingten Schließungen von Klassen und Schulen. Die Stadt München veröffentlich die aktuelle Einrichtungen, in den zur Zeit kein Präsenzunterricht stattfindet.

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Schulen und Klassen in München wegen Corona geschlossen

Update: 24. September 2020

In München wurden neue Maßnahmen wegen der steigenden Corona-Infektionen und der Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz erlassen. Diese beinhalten ein Alkoholverbot, Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen und Kontaktbeschränkungen.

Wegen Corona bleibt die Maskenpflicht an Schulen im Unterricht weiterhin bestehen. Auch mussten Schulen und einzelne Klassen wegen Infektionen schließen. Hier finden Sie einen Überblick über geschlossene Schulen und Klassen in München.

Corona in München: Einzelne Schulen und Klassen sind geschlossen

Update: 21. September 2020

Die Corona-Fälle in München steigen weiter an und die 7-Tage -Inzidenz hat den Schwellwert von 50 überschritten. In diesem Fall würde die dritte Stufe des für Schulen ausgearbeiteten 3-Stufen-Plans greifen. Am Montag hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) weitreichende Corona-Maßnahmen für München bekannt gegeben.

Diese Maßnahmen betreffen jedoch nicht die Schulen in München. Diese sollen nach dem jetzigen Stand noch geöffnet bleiben. Schüler und Lehrer müssen im Unterricht weiterhin eine Maske tragen Jedoch gab es seit Schulstart schon Corona-Fälle in Klassen und Schulen, weswegen einzelne Einrichtungen geschlossen wurden.

Folgende Schulen und Klassen in München sind zur Zeit wegen Corona geschlossen.

  • Europäische Schule München, Elise-Aulinger-Straße 21: Schließung der Klasse S7DEA bis einschließlich 21. September 2020
  • Anita-Augspurg-BOS für Sozialwesen, Brienner Straße 37: Schließung der Klasse VKA bis einschließlich 22. September 2020
  • Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium: Klasse 6G bis einschließlich 22. September 2020
  • Rainer-Werner-Fassbinder FOS: Klasse 12D bis einschließlich 22. September 2020
  • Grundschule Bad-Soden-Straße: Klasse 3c bis einschließlich 22. September 2020
  • Luitpold-Gymnasium: Klasse 6c bis einschließlich 22. September 2020
  • Maximiliansgymnasium München: Klasse 9c bis einschließlich 22. September 2020
  • Maximiliansgymnasium: Klasse 9c bis einschließlich 22. September 2020
  • Mittelschule Fürstenrieder Straße 30: Klasse 7a bis einschließlich 23. September 2020
  • Theresia-Gerhardinger-Gymnasium: Klasse 5c bis einschließlich 23. September 2020
  • Städtische Berufsschule zur Berufsvorbereitung: Klasse BVJ2 bis einschließlich 23. September 2020
  • Mittelschule an der Fernpaßstraße: Klasse 8b bis einschließlich 23. September 2020
  • Rainer-Werner-Fassbinder-FOS für Sozialwesen: Klasse 12F bis einschließlich 23. September 2020
  • Grundschule an der Schwindstraße, Zentnerstraße 2: Schließung der Klasse 2eD bis einschließlich 23. September 2020
  • Mittelschule an der Weilerstraße: Klasse 8bD bis einschließlich 23. September 2020
  • Mittelschule an der Albert-Schweitzer-Straße 59: Klassen5cD und 9eD bis einschließlich 23. September 2020
  • Fachakademie für Sozialpädagogik: Optiprax 3.2B bis einschließlich 24. September 2020
  • Fridtjof-Nansen-Realschule: Klasse 7a bis einschließlich 24. September 2020
  • Willy-Brandt-Gesamtschule: Klasse 5f bis einschließlich 24. September 2020
  • Grundschule Paulckestraße: Klasse 3a bis 24. September 2020
  • Josef-von-Fraunhofer-Realschule: Klasse 5b bis einschließlich 24. September 2020
  • Erich-Kästner-Realschule: Klasse 10 a bis einschließlich 24. September 2020
  • Erasmus-Grasser-Gymnasium: 12. Jahrgangsstufe (Betroffene) bis einschließlich 24. September 2020
  • Berufsschule für Fachkräfte in Arzt- und Tierarztpraxen und Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte: Klasse 13MW1 bis einschließlich 22. September 2020, Klasse 12PC bis einschließlich 25. September 2020
  • Grundschule Maria-Ward-Straße: Schliessung der Klasse 3a bis einschließlich 25. September 2020
  • Gisela-Gymnasium: Q12 (Betroffene) bis einschließlich 25. September 2020
  • Friedrich-List-Wirtschaftsschule: Klasse 9b bis einschließlich 25. September 2020
  • Städtische Anne-Frank-Realschule: Klasse 9d bis einschließlich 25. September 2020
  • Grundschule Lehrer-Götz-Weg: Klassen 1a und 3c bis einschließlich 25. September 2020
  • Mittelschule an der Fromundstraße: Klasse 7a bis einschließlich 25. September 2020
  • Grundschule an der Lehrer-Wirth-Straße: Klasse 1a und Hortgruppe 1 bis einschließlich 25. September 2020
  • Städtische Berufsschule für Medienberufe: Klasse ME 211 bis einschließlich 25. September 2020
  • Mittelschule Gerhart-Hauptmann-Ring 15: Klasse 10 V2 bis einschließlich 25. September 2020
  • Mittelschule Bernaysstraße 35: Klasse 5 b bis einschließlich 25. September 2020
  • Balthasar-Neumann-Realschule: Klasse 6 c bis einschließlich 25. September 2020
  • Realschule an der Blutenburg: Klasse 8 c bis einschließlich 25. September 2020
  • Inlingua Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe: Klasse FSK38 bis einschließlich 25. September 2020
  • Grundschule Thelottstraße: Gruppe 1c und 1d im Tagesheim bis einschließlich 25. September 2020
  • Städtische Berufsschule für Büromanagement: Klasse 11c, bis einschließlich 28. September 2020
  • Mittelschule an der Bernaysstraße: Klasse 8d bis einschließlich 29. September 2020, Klasse 5b bis einschließlich 25. September 2020
  • Erasmus-Grasser-Gymnasium: Q 12 bis einschließlich 29. September 2020
  • Mittelschule an der Situlistraße: Klasse 7a bis einschließlich 29. September
  • Städtisches Louise-Schroeder-Gymnasium: Klasse 8b und 8a (teilweise) bis einschließlich 29. September 2020
  • Grundschule an der Konrad-Celtis-Straße: Klasse 2 e und Hortgruppe (Essensraumgruppe) bis einschließlich 29. September 2020
  • Berufsfachschule Kinderpflege: Klasse 11c (Gruppe 2) bis einschließlich 30. September 2020

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Maskenpflicht in Schulen bleibt in München wegen Corona-Zahlen bestehen

Update: 18. September 16.18 Uhr

Der Schwellwert von 50 der 7-Tage-Inzidenz wurde in München überschritten. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kündigte daraufhin an, dass die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler, ab der 5. Jahrgangstufen, in München bestehen bleibt. Die Schulen werden jedoch wie geplant am Montag geöffnet. Weitere Maßnahmen sollen nach dem Wochenende beschlossen werden.

Die Maskenpflicht für alle Schüler in Bayern ab der fünften Jahrgangsstufe läuft wie geplant mit dem heutigen Freitag aus. „Die neun Tage einer besonderen Maskenpflicht (..) waren sinnvoll“, bilanzierte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München.

Nach nunmehr knapp zwei Wochen Unterricht sei die Gefahr durch Reiserückkehrer nicht mehr im gleichen Maße gegeben
wie direkt zu Schuljahresbeginn. Daher sei eine generelle Pflicht zum Tragen einer Maske im Unterricht ab kommender Woche nicht mehr nötig. Sie kann jedoch, abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort, jederzeit lokal wieder angeordnet werden.

In München steigen die Corona-Fälle - die 7-Tage-Inzidenz nähert sich dem Wert 50.

Kultusminister Piazolo zieht zwei Wochen nach dem Start ins Schuljahr eine positive Bilanz

„Unsere Schulen sind zum übergroßen Teil sehr gut in das neue Schuljahr gestartet, die Schulfamilie setzt den Rahmen-Hygieneplan sehr gut um.“ Es sei die richtige Entscheidung gewesen, in den ersten neun Unterrichtstagen ab Jahrgangsstufe 5 auch im Unterricht eine Maskenpflicht vorzusehen.

„Wir konnten so in den Präsenzunterricht starten und das Infektionsrisiko durch Reiserückkehrer senken“, so der Piazolo weiter. Ab dem kommenden Montag gilt nun das im Rahmen-Hygieneplan vorgesehene Vorgehen: Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände, im Klassenzimmer nur dort, wo die Gesundheitsämter dies aufgrund erhöhter Infektionszahlen anordnen.

Es ist nicht die einzige Maßnahme, die Schüler wie Lehrer vor einer Ansteckung schützen soll. So bleiben die Klassenverbünde so weit wie möglich unter sich. Neben Abstandsregeln gibt es genaue Hygienevorgaben, etwa zum Lüften oder für den Musik- oder
Sportunterricht.

„Mit dem Präsenzunterricht ist Leben in unsere Schulen zurückgekehrt. Vielen war die Freude, wieder in die Schule gehen zu können, anzusehen. Trotz Corona finden sogar auch Sport, Theater, Chor und vieles mehr wieder statt – das ist in diesen Zeiten ein hoffnungsfrohes Signal, über das ich mich sehr freue.

Michael Piazolo

Und: Erkältete Schülerinnen und Schüler müssen mindestens 24 Stunden zu Hause bleiben. Eine Ausnahme gibt es auch von dieser Regel, und zwar für Grundschüler: Sie dürfen analog zu Krippen- und Kindergartenkindern bei guter Infektionslage auch mit Schnupfen und leichtem Husten die Schulen besuchen.

Schulschließung wegen Corona in Bayern

Dass an einzelnen Schulen bereits kurz nach Schuljahresbeginn aufgrund von Quarantäneanordnungen Distanzunterricht angeordnet werden musste, überrascht Minister Piazolo nicht: „Jede Klasse in Quarantäne ist für die Betroffenen belastend. Doch wir müssen der Realität ins Auge sehen: Es wird in diesem Schuljahr immer wieder Klassen und Schulen geben, wo zeitweise kein Präsenzunterricht stattfinden kann. Die Schulen sind aber auf diesen Fall vorbereitet.“

Bewährt habe sich zudem, dass der mit dem Gesundheitsministerium entwickelte Stufenplan kein Automatismus ist, sondern den Gesundheitsämtern vor Ort Entscheidungsspielräume lässt: „So können die Infektionswege genau analysiert und die Maßnahmen lokal darauf abgestimmt werden.“

Corona-Plan für Schulen in Bayern - Die drei Stufen

Die Behörden arbeiten mit einem sogenannten Stufenplan:

  • Solange die 7-Tage-Inzidenz unter dem Schwellwert 35 sind, bleiben Schulen normal geöffnet und es findet Präsenzunterricht statt. Auf dem Schulgelände außerhalb des Unterrichts gilt die Maskenpflicht für Lehrer und Schüler.
  • Werden in einem Landkreis mehr als 35 Neuinfizierte je 100 000 Einwohner binnen einer Woche registriert, müssen im Normalfall alle Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse auch im Unterricht wieder eine Maske tragen, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • Steigt der Wert auf über 50, gilt auch für Grundschüler Maskenpflicht und der Mindestabstand ist zwingend. Dies wird aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten in der Regel dazu führen, dass Klassen wieder aufgeteilt und im Wechsel in der Schule und zu Hause unterrichtet werden.

Schulschließung in Bayern wegen Corona

Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Schüler hat sich in Bayern über das letzte Wochenende mehr als verdoppelt. Das Kultusministerium in München sprach am Montag von 135 infizierten Kindern und Jugendlichen. Vor dem Wochenende waren es 66. Bei den Lehrern gebe es aktuell derzeit 43 Infektionen - ein Fall weniger. Vier Schulen in Bayern sind wegen Corona-Infektionen vorübergehend geschlossen:

  • eine Mittelschule in Furth im Wald (Oberpfalz)
  • eine Realschule in Deggendorf (Niederbayern)
  • ein Gymnasium in Würzburg
  • eine nicht näher benannte Berufsschule.

„Es wird in diesem Schuljahr leider ein Stück weit Normalität sein, dass Klassen oder Lehrkräfte von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden“, sagte Kultusminister Piazolo. In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schüler sowie 150 000 Lehrerinnen und Lehrer.

dpa/lby/epd/Landeshauptstadt München/stmuk/jh

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