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Schuhbeck-Geständnis im Prozess wegen Steuerhinterziehung ‒ Vor Gericht in München geht es um viel Geld

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Von: Jonas Hönle

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Star-Koch Alfons Schuhbeck in München vor Gericht.
Star-Koch Alfons Schuhbeck legt in München vor Gericht ein Geständnis wegen Steuerhinterziehung ab. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Vor Gericht in München legt Star-Koch Schuhbeck ein Geständnis im Prozess wegen Steuerhinterziehung ab. Wo das Geld steckt, wisse er aber nicht.

Der Star-Koch Alfons Schuhbeck steht in München wegen Steuerhinterziehung vor Gericht und hat im Prozess ein weitgehendes Geständnis abgelegt.

„Ich habe einiges falsch gemacht“, sagte er vor dem Landgericht München I am Mittwoch. „Ich habe mir, meinen Freunden und Bekannten und auch meinen Verteidigern bis zuletzt etwas vorgemacht, weil ich nicht wahrhaben wollte, dass ich unternehmerisch gescheitert bin.“

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Schuhbeck-Geständnis vor Gericht in München - Prozess wegen Steuerhinterziehung: „Ich habe einiges falsch gemacht“

Er habe in seinem Restaurant „Orlando“ „die Möglichkeit zur Umsatzreduktion immer wieder benutzt“ und dadurch Gelder aus der Kasse entnommen, sagte Schuhbeck. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 73-Jährigen vor, unter anderem mithilfe eines Computerprogramms Einnahmen am Finanzamt vorbeigeschleust zu haben. Insgesamt geht es um mehr als 2,3 Millionen Euro Steuern, die Schuhbeck so zwischen 2009 und 2016 hinterzogen haben soll.

Seine Verteidiger hatten zu Prozessauftakt noch gesagt, sie sehen in den Vorwürfen gegen ihren Mandanten „Zweifel und Ungereimtheiten“: „Möglicherweise stellt sich hierbei am Ende des Verfahrens heraus, dass Herr Schuhbeck nicht Täter, sondern selbst Opfer ist, weil nicht nur der Fiskus, sondern zuvorderst er betrogen wurde.“

Der Bayerische Rundfunk (BR) nimmt wegen dem Prozess neuen Folgen der Kochsendungen von Alfons Schuhbeck aus dem Programm. 

Steuerhinterziehung im „Orlando“ und den „Südtiroler Stuben“

Dieses Tool habe es gegeben, bestätigte Schuhbeck. Die Angaben seines ehemaligen IT-Fachmanns, der seinen Chef zu Prozessbeginn in der vergangenen Woche schwer belastet hatte, seien „im Großen und Ganzen richtig“.

„Schnell, schnell, zack-zack und weg“, beschrieb Schuhbeck das Löschen von Umsätzen am Computer

Für das zweite Restaurant, die „Südtiroler Stuben“, in dem er laut Staatsanwaltschaft ebenfalls Geld aus der Kasse genommen haben soll, übernahm er „Verantwortung“ - ohne konkret einzuräumen, dass er auch dort Bargeld hat verschwinden lassen.

Er berief sich immer wieder auf Erinnerungslücken: „Ich kann mich nicht an Einzelheiten erinnern.“ Zwar habe er dort keine Kassen manipuliert. Ob er am Computer etwas manipuliert habe, wisse er nicht mehr. Es habe dort außerdem immer wieder technische Probleme und Schwierigkeiten bei der Übertragung gegeben.

Steuerhinterziehung mit Computerprogramm - Wo das Geld ist, weiß Star-Koch Schuhbeck aber nicht

Wo das ganze Geld geblieben sei, könne er sich nicht erklären, sagte Schuhbeck. Er habe „vor allem finanzielle Löcher gestopft und meine Kinder in ihrer Ausbildung unterstützt“. Er habe ihnen das Studium ermöglichen wollen, das er selbst nicht habe absolvieren können. 

„Ich habe das Geld nicht für ein Luxusleben (...) verprasst“, so Schuhbeck. „Ich spiele auch nicht.“ Auch „andere Laster“ habe er nicht. „Ich habe keine ausländischen Konten oder sonst irgendwo etwas vergraben.“ Antiquitäten habe er gekauft, sagte Schuhbeck. Die seien aber heute nicht so viel wert wie erhofft.

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