Reptilien-Auffangstation

Hier wird’s selbst Schlangen zu eng

Ganz schön eng: „Schon jetzt stapeln wir die Terrarien für die beschlagnahmten Giftschlangen in bis zu drei Metern Höhe“, sagt Patrick Boncourt.

MAXVORSTADT Reptilien-Auffangstation an der Kaulbachstraße sucht neue Räume – Führungen sind geplant

Bereits seit Mitte der 90er-Jahre bewohnt die Reptilien-Auffangstation Räume an der Kaulbachstraße. Dort finden jährlich 1200 Reptilien, Amphibien und andere Exoten ein neues Zuhause, werden medizinisch versorgt und weitervermittelt. Doch die Räume gehören der Uni – und die möchte sie wieder zurück. Es wird eng: Die Universität meldet zunehmend Eigenbedarf an. „Schon jetzt stapeln wir die Terrarien für die beschlagnahmten Giftschlangen in bis zu drei Metern Höhe“, sagt Stations-Sprecher Patrick Boncourt. „Hier auf einer Leiter zu stehen und gleichzeitig eine Klapperschlange zu handhaben, entspricht nicht gerade den optimalen Arbeitsbedingungen eines Tierpflegers.“

Deshalb sucht der Verein gegenwärtig verstärkt nach einem sanierungsfähigen Altbau oder einem ausreichend großen Baugrundstück. Um den Bau und die laufenden Kosten einer neuen Station tragen zu können, hat der Verein ein Konzept erarbeitet, wonach ein Teil der Tiere künftig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, praktisch wie ein Reptilienzoo. „Schon jetzt haben wir so massiv viele Anfragen für Führungen durch die Station, dass wir diese gar nicht alle bedienen können“, sagt Boncourt. Auch die Kurse für Polizei, Feuer- und Bundeswehr im Umgang mit giftigen Schlangen sind regelmäßig ausgebucht. „Es fehlen eben die Räume, um dieses Konzept größer umsetzen zu können.“ ska

Extrem giftig ist die Greifschwanz Lanzen­otter. Sie lebt vorwiegend in Mittelamerika, wo es häufig zu Unfällen mit Arbeitern in Bananen- und anderen Plantagen kommt.

Immer öfter zu sehen in der Auffangstation: Bartagamen. Sie sind zahm und kinderfreundlich, daher als Haustier beliebt. Bartagamen kommen in Australien vor und werden rund 50 Zentimeter lang.

Der Brillenkaiman zählt zu den größten Bewohnern der Auffangstation. Er lebt in der Natur in vielen Süßgewässern und verlässt das Wasser selten und wenn, dann nur, wenn er dazu gezwungen wird.

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