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Begegnung der Generationen

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Senioren in Berg am Laim haben die Möglichkeit am Generationenprojekt teilzunehmen. Alle Kinder freuen sich über neue Gesichter. © privat

„Gehen wir morgen wieder zum Ausflug?“ fragt der vierjährige Deniz-Can Türksoy nach einem Treffen des Generationenprojekts.

Die zwei städtischen Kindergärten Grafinger Straße 67 und 69 haben sich mit dem Stadtteiltreff Berg am Laim an der Gotteszeller Straße 18a (Träger MAG’s &  More: Münchner Aktionswerkstatt G’sundheit, Ltg. Ursula Latka-Kiel) zusammengeschlossen, um eine ungezwungene Begegnung der Generationen zu ermöglichen und die Nachbarn kennenzulernen. 

Dieses findet wieder jeden Monat im Stadtteil Berg am Laim statt. An jedem Treffen nehmen drei- bis vierjährige Kinder der Kindertagesstätten sowie die Interkulturelle Erzieherin Barbara Aka und die Fachkraft für familienintegrative und stadtteilorientierte Arbeit Johanna Weber teil und lernen freundliche und interessierte Seniorinnen und Senioren aus der Nachbarschaft kennen.

Orte der Begegnung und des gemeinsamen Lernens

Die Kindergärten entwickeln sich zu familienintegrativen und stadtteilorientierten Einrichtungen. Somit sind die Einrichtungen als Orte der Begegnung und des gemeinsamen Lernens zu verstehen. Eltern haben die Möglichkeit sich kennen zu lernen und miteinander zu vernetzen, um sich gegenseitig unterstützen zu können und Kinderfreundschaften zu stärken. Aber auch die Nachbarschaft darf nicht vergessen werden. Was gibt es in der Nähe der Kindergärten? Wer sind unsere Nachbarn? Was können wir erleben? Diese spannenden Fragen werden gemeinsam mit den Kindern erforscht und der Stadtteil erkundet.

Die Mütter und Väter haben die Möglichkeit, zu Johanna Weber zu gehen und Fragen rundum die Familie zu stellen. Sie unterstützt u.a. beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen, vermittelt Arzt- und Therapiepraxen in der Umgebung und begleitet bei Behördengängen.

Ehemalige Erfahrungen

Der Wunsch, das Generationenprojekt wieder aufleben zu lassen, entstand aus den positiven Erfahrungen der ehemaligen Kindertagesstätte Grafinger Straße 73 und dem Stadtteiltreff. Noch heute ist das Projekt in lebhafter Erinnerung und so erzählen einige Seniorinnen von den schönen Blumenkränzen die gemeinsam mit den Kindern gebunden wurden, der Einladung zum Weihnachtsfest im Kindergarten und dem leckeren Schmalzgebäck, das so gut geduftet hat.

Hemmschwellen und Berührungsängste abbauen

Unter der Leitung von Christa Maier-Matschke bietet der Stadtteiltreff einen idealen Begegnungsort für Jung und Alt und stellt eine gute Plattform für das Generationenprojekt dar, welches zusätzlich von der kunsttherapeutischen Beraterin Elisabeth Cornelius unterstützt wird. Das Generationenprojekt hat sich als Ziel gesetzt, Hemmschwellen und Berührungsängste abzubauen sowie in der Gemeinschaft Integration aktiv zu leben. Auf diesem Weg wird versucht Ausgrenzung und Vorurteilen entgegenzuwirken und ein Miteinander der Generationen zu unterstützen. 

Es wird vorgelesen, kreativ gearbeitet, gebacken und gespielt und alle Beteiligten sind mit großem Engagement und Freude dabei. Es ist schön zu sehen wie herzlich die Kinder von den Seniorinnen und Senioren empfangen und bei den Aktivitäten unterstützt werden. Die Mädchen und Jungen bekommen immer wieder große Augen, wenn sie in den Nachbarschaftstreff kommen und dort die für sie neue Welt erkunden. So weitet sich die Kindertagesstätte als Bildungsort für die Kinder aus. Sie lernen ihr Wohnumfeld kennen, sammeln Erfahrungen mit Menschen aus ihrer Umgebung und wachsen an den Erlebnissen.

Einfach mitmachen

Seniorinnen und Senioren in Berg am Laim haben die Möglichkeit am Generationenprojekt teilzunehmen. Alle Kinder und Teilnehmer freuen sich über neue Gesichter.

Nächster Termin: am 24. Oktober von 14.30 bia 16 Uhr im Stadtteiltreff an der Gotteszeller Str. 18a.

Kontaktadressen:

Christa Maier-Matschke, Stadtteiltreff Berg am Laim, Gotteszeller Str. 18a, Tel.: 45 08 82 23 (Dienstag von 10 bis 15 Uhr und Donnerstag von 11 bis 14 Uhr)

Johanna Weber, Städt. Kindergarten Grafinger Str. 69, Tel.: 40 28 79 77 26 (Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr)

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