Neue Fahrrad-Tiefgarage: BA fordert Pilotprojekt

Im Zuge des Baus des neuen Sozialbürgerhauses Berg am Laim-Trudering

+

Das Transportmittel mit den derzeit größten Zuwachsraten in der Nutzung ist in München das Fahrrad. Kein Wunder. Es steht nicht im Stau, ist nicht von eventuellen Diesel-Fahrverboten betroffen und die Parkplatzsuche entfällt auch. Zumindest wenn es am Ziel- ort ausreichend Abstellmöglichkeiten gibt – genau damit beschäftigt sich ein aktueller Antrag des Bezirksausschusses Trudering-Riem. Und zwar in großem Stil.

Der BA bittet die Landeshauptstadt München um ein groß angelegtes Pilotprojekt: Eine Fahrrad-Tiefgarage für bis zu 1000 Fahrräder am Bahnhof Trudering Süd. Zwei Möglichkeiten haben die beiden Antragsteller der CSU, Magdalena Miehle und Georg Kronawitter, für die Umsetzung vorgeschlagen: Entweder direkt unter dem Straßenraum der Truderinger Straße. Oder südlich der Truderinger Straße als Erweiterung der Tiefgarage des zugesagten Sozialbürgerhauses Berg am Laim-Trudering. „Die Zufahrtsrampen sind (wenn möglich) von beiden Fahrtrichtungen an der Truderinger Straße herzustellen. Die Fahrrad-Tiefgarage bekommt einen direkten Zugang zum Zwischengeschoss des U/S-Bahnhofs Trudering und eventuell auch zum Sozialbürgerhaus“, will Kronawitter das Konzept in bereits bestehende Planungen integrieren. Nach dem Motto: Wenn schon groß gebaut wird, dann machen wir es doch gleich richtig.

Dabei ist die Geschichte um neue Fahrradstellplätze in diesem Bereich schon älter. Der im Jahr 2016 errechnete Bedarf von 817 Fahrradstellplätzen ist im Planungsreferat bestätigt, die Tendenz seitdem eher steigend. Allerdings steht oberirdisch die einzige von der Deutschen Bahn für eine „Bike and Ride“-Anlage angebotene Fläche für ein Fahrradparkhaus eher nicht mehr zur Verfügung. „Ein vor 20 Jahren der Stadt zum Erwerb angebotenes Grundstück direkt am Truderinger Bahnhof hat die Stadt selbst entgegen dem Wunsch des BA 15 ausgeschlagen“, erinnert sich Krona- witter. Der Ausweg wäre seiner Meinung nach eine „Bike and Ride“-Anlage unterirdisch als Tiefgarage auf städtischem Grund, wofür der Straßenraum Truderinger Straße und/oder das Gelände des Sozialbürgerhauses sich anbieten. Die Vorteile einer Fahrrad-Tiefgarage liegen auf der Hand: Sie schafft einen direkten Zugang zur U/S-Bahn, verhindert Chaos an der Oberfläche (zum Beispiel mit dem Busverkehr) und bietet auch bei Regen und Schnee ein einen geschützten Stellplatz. Im CSU-Antrag wird ausdrücklich angeführt, dass in Städten wie Zürich eine solche Fahrrad-Tiefgarage schon lange erprobt ist. Da die Landeshauptstadt die Menschen einerseits zum Umstieg auf den ÖPNV und anderseits auf das Fahrrad bewegen will, bietet diese Lösung einen weiteren Anschub für diese Ziele.

Und der Truderinger Bahnhof als bedeutender ÖPNV-Knoten mit gleichzeitig hoher Fahrradfrequenz bietet eine ideale Voraussetzung für ein solches Pilotprojekt. 

hm

Auch interessant:

Kommentare