Wolfgang Stefinger arbeitet im Pflegeheim mit

„Pflege ist mehr als nur ein Job“

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Dass Wolfgang Stefinger auch Kuchen backen kann, stellte er bei seinem Besuch der Demenzbetreuung unter Beweis und unterstütze die Bewohner des Altenheims St. Michael beim Apfelschälen für einen gedeckten Apfelkuchen.

Glaubt man den Umfragen, ist die breite Mehrheit in Deutschland der Ansicht, dass Gesunheits- und Krankenpflege einer der wichtigsten Berufe ist. Die Bereitschaft den Beruf zu ergreifen, ist jedoch kaum vorhanden.

Um den Alltag von Pflegekräften nun persönlich kennenzulernen und sich über deren Sorgen und Nöte zu informieren, ist CSU-Bundestagskandidat Dr. Wolfgang Stefinger in die Rolle einer Pflegekraft geschlüpft. In der Tagesbetreuung für Demenzpatienten im Caritas-Altenheim St. Michael in Perlach unterstützte Stefinger die Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger und kam so auch mit Heimbewohnern ins Gespräch. Heimleiter Michael Klotz erläuterte Stefinger die alltäglichen Probleme, die von Personalsuche bis hin zu Gesetzesvorgaben über Umbauten und Sanierungsmaßnahmen reichen.

Pflege ist das große Zukunftsthema 

In einer älter werdenden Gesellschaft ist die Pflege ein Zukunftsthema. Glaubt man den Schätzungen des Statistischen Bundesamtes, wird es im Jahr 2030 rund 3,4 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland geben. Im Jahr 2050 sollen es sogar 4,5 Millionen sein. Derzeit liegt die Zahl nur etwa halb so hoch. Auch die Zahl der Demenzpatienten wird laut Prognose des Bremer Zentrums für Sozialpolitik von heute 1,2 Millionen auf 1,8 Millionen Menschen ansteigen.

Diese Entwicklung führt zwangsläufig zu enormen Herausforderungen für die Pflegeversorgung in Deutschland. Daher will sich Stefinger gerade als junger Mensch für dieses Thema stark machen: „Pflege geht uns alle an. Wir müssen darüber diskutieren, was uns die Pflege wert ist.“ In diesem Beruf müsse vor allem der Mensch im Mittelpunkt stehen und nicht die Bürokratie, findet Stefinger.

Wertschätzung für den Pflegeberuf

Der Berufsverband für Pflegeberufe beklagt regelmäßig die mangelnde Wertschätzung dieses Berufs. Das sieht auch Wolfgang Stefinger so: „Es darf nicht länger der Eindruck entstehen, dass Jedermann diesen Beruf ausüben kann. Der Vorschlag, Arbeitslose in unsere Heime zu schicken, wird weder den Aufgaben noch der Verantwortung dieses Berufes gerecht. Pflege ist schließlich mehr als nur ein Job. Ich bewundere den Einsatz, die Geduld und liebevolle Unterstützung der Pflegekräfte für ihre Bewohner.“, befand Stefinger nach seinem Einsatz.

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